Nr. 81n
Saar⸗Säuger-Bund
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zuschließen. Dieser Gedanke wurde freudig begrüßt, und auch
schon nach acht Tagen konnten die Sänger der drei Vereine
zu einer gemeinsamen Besprechung eingeladen werden. Etwaigen
Zweiflern und solchen Sangesbrüdern, die dem Zusammen—
schluß aus irgendwelchen Gründen vorerst noch nicht sympatisch
gegenüberstanden, wurde das Sängerherz durch die trefflichen
Ausführungen des ersten Bundesvorsitzenden Bongard, der eigens
zu dieser Versammlung erschienen war, für den so großen Ge—
danken empfänglich gemacht. Frohe Zuversicht war bei allen
Sängern festzustellen. Einmütige Beschlußfassung wurde er—
reicht betreffs Gründung des Vereins sowie Bildung des Vor—
tandes, welch letzterer paritätisch zusammengesetzt wurde. In
iller Einmütigkeit wurde auch der Name des neuen Vereins
estgelegt. Alte Sänger waren froh und stolz, sahen sie doch
»twas erstehen, was für unseren Ort von weittragender Be—
deutung wird. Nun kam jedoch ein kritischer Punkt — die
dirigentenfrage! Fast hatte es den Anschein, als sollte durch
diesen Punkt der Tagesordnung das so einmütig begonnene
Werk wieder zerschlagen werden. Auf eine diesbezügliche Frage
des Bersammlungsleiters besinnen sich die Sänger wieder, und
„Nein — nein, das darf nicht sein!“ erscholl es aus allen
Sängerkehlen. Der erste Bundesvorsitzende wie auch der Ge—
chäftsführer des Bundes, die in dieser Versammlung wieder an—
wesend waren, hatten, da die Zeit bereits vorgeschritten war,
das Versammlungslokal schon versassen. Nun wurde, da ja an
diesem Tage ein weiteres Ergebnis nicht mehr zu erreichen
var, und auch, um den Sängern Zeit zur Ueberlegung zu lassen,
beschlossen, die Fortsetzung der unterbrochenen Versammlung auf
den 18. September zu verschieben. Um jedoch in der Zwischen—
zeit nicht müßig zu sein und die Sänger auch von dem Wirken
eines großen Chores überzeugen zu können, beschloß man, an
den dazwischen liegenden beiden Sonntagen unter Leitung eines
neutralen Dirigenten (Lehrer Penny) Gesangstunden abzuhalten.
Dieser Gedanke hat Gutes gezeigt, denn die Sänger kamen erst
dadurch richtig zur Erkenntnis dessen, was es heißt, in einem
großen Chor zu singen. Mittlerweise konnte auch die Dirigenten—
rage einer gütlichen Lösung entgegengeführt werden, und zwar
nsofern, als Herr Schmidt, Dirigent des M.G.V. „Sänger—
ranz“, von der Bewerbung zurückgetreten ist. In der am
8. September, stattgefundenen weiteren Gründungsversammlung
onnten nun in aller Einmütigkeit alle noch reftlichen Punkté
zer Tagesordnung erledigt werden. Zum Dirigenten des Welles—
veiler Chores, wie die Bezeichnung des neuen Vereins lautet,
vurde einstimmig Herr Henniger sen. der bisherige Dirigent des
NaeG.«“V. „Sängerbund“, gewählt. Freudige Stimmung herrschte
ei allen Sängern, und sie sind froh, daß es „geschafft“ ist.
die meisten Sänger können es nicht erwarten, bis wieder Ge—
angstunde ist, und so muß es auch sein, wenn wir unserem
eutschen Liede dienen wollen. R. Janest.
Unter Leitung seines Chorleiters H. Wilh. Henniger jun.
eraustaltet der M.G.⸗«V. „Saargold'“ am 283. Oktober 1927
m evangelischen Gemeindehaus das zweite Gaukonzert des Gaues
eunkirchen. Betitelt ist dasselbe: „Der deutsche Wald“. Als
Nitwirkende sind Katharina Niklas, Saarbrücken (Sopran), und
A. Bumb-Zender, Neunkirchen (Flügel), gewonnen.
Gau Otltweiler.
Der Gau Ottweiler veranstaltete am 9. Oktober sein erstes
Vertungssingen, an welchem sich sämtliche 6 Vereine be—
eiligten. Als Wertungsrichter fungierte Herr Fritz Anschütz,
zaarbrücken, als Vertreter des Bundes war anwesend der
zchatzmeister Düren. Nach einigen einleitenden Begrüßungs—
vorten durch den Gauvorsitzenden Rektor Kappel nahm der
Bundesvertreter Düren das Wort und wies auf die Be—
deutung der Wertungssingen als das geeignetste Mittel hin,
die Kultur des Männergesanges auf der ganzen Linie bis
zinein in die kleinsten Landvereine zu heben und zu
ördern. Das Absingen der Chöre folgte programmäßig. Es
ang: „Germania“, Ottweiler: „Minnelied“ von Eisen—
derger und „Vom Amboß der Weltschmiede“ von Kaun;
Harmonie“ Ottweiler: „Liebesklage“ von Jakobs und
„Maiennacht am Rhein“ von Hausen; „Frohsinn“ Ottweiler:
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