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Saar⸗Saänger⸗Bund
Gau Hhomburg.
Nr.?
efanden sich darunter gerade die Vertreter der führenden
ßroßstadtvereine, die es selbst mit ihrem Dienst an der
»eutschen Kunst Ernst nahmen, erlebten wirklich einen
RNhrenschmaus! Die Chöre, die M. G. V. Güchenbach unter
z»em Stabe seines begabten und rührigen Kapellmeisters
zernhard Jungfleisch zu Gehör brachte, zeigten deutlich,
vyas Landvéreine zu leisten vermögen, wenn sie von dem
echten Geist beseelt sind. Die Liedfolge überschritt in
einer Hinsicht die natürlichen Grenzen der Leistungsfähig—
eit: „Die gebundene Nachtigall“ und „Liebesklage“ von
Matthieu Neumann, „Der letßzte Tanz“ von Zuccalmaglip,
Iberschwäbisches Tanzlied „Jetzt gang i ans Brünnele“,
O wie herbe ist das Scheiden“ in Sätzen von Silcher,
dolde Erinnerung“ von Kämpf, „Ein Wörtlein“ von
deuerleber, „Abschied“ von Kaun, „Hab es lieb“ von Hansen,
Es haben zwei Blümlein geblühet“ von Strader, dazu
wei entzückende Sächelchen von Othegraven mit Sopran—
olo: „Mädchens Antwort“ und „Der feine Reiter“, wie
ndlich Zöllners wirkungsvoller „Heini“ von Steiner, bei
»essen Vortrag Karl Deckelnick, Riegelsberg, sicher und
vohlklingend den Geigenpart hielt. Die Chöre zeugten von
ußerordentlich gewissenhafter und erfolgreicher Schulung.
der Kunstgenuß war ein abgerundeter, ungetrübter. Frau
Vilhelmine Huppert entbot als Solistin, von ihrem wackeren
köchterlein Wilma trefflich am Klavier begleitet, köstliche
Veisen: 2 Lieder von Hintze-Reinhold, 2 Volkslieder im
zatz von Brahms. Starken Anteil hat sie auch an der Auf—
ührung der Othegravenschen Kompositionen und des Heini
»on Steier. Bundesschriftführer Stein sprach allen Teil—
en aus dem Herzen, als er mit warmen Worten
ankbarer Anerkennung dem Verein zu seinem weiteren,
o zielbewußt betriebenen Kunstschaffen ein herzliches
„Glückauf“! zurief
Am 21. August hielt der M.G. B. Höchen eine Ver⸗
sammlung ab, in welcher er seinen 1. Vorsitzenden Johann
duhn zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Auch wurde der
Beschluß gefaßt, daß sämtliche Ehrenmitglieder, die früher
stimmberechtigt waren, auch stimmberechtigt bleiben. Am
17. September hat der Verein sein verstorbenes Mitglied,
seinen früheren Dirigenten Wilhelm Prowald, zu Grabe
getragen.
Gau Illingen.
Der am 25. September in Urexweiler stattgehabte Gau—
zag des Illtalgaues war mit den Delegierten von 9 Vereinen
»eschickt. Es fehlten unentschuldigt: Quartettverein Uchtel—
fsangen und „Harmonie“ Dirmingen, „Sängerlust“ Bersch—
weiler war entschuldigt, weil der Verein an diesem Tage
einen befreundeten Verein besuchte. Eröffnet und geleitet
vurde die Versammlung durch den 1. Vorsitzenden Meyer.
Punkt 1, das letzte Protokoll, wurde einstimmig anerkannt.
Punkt 2, Angaben über aktive, inaktive und Ehrenmit—
zlieder, zwecks Bestellung der Bundesmitgliedsbücher, sind
zon den Delegierten dem Vorstand bekanntgegeben worden.
Punkt 3, Aussprache über das Bundesfest 1929, wurde
iäher erläutert und die Vereine darauf hingewiesen, daß
die vorgeschriebenen Chöre für das Fest baldmöglichst beim
Bunde bestellt werden sollten. Betreffs Gedächtnisfeier des
100jährigen Todestages von Schubert wurde die Ver—
ammlung dahin einig, daß jeder Verein die Veranstaltung
für sich vornehmen soll. Punkt 4, Heben der rückständigen
Bundesbeiträge, wurde durch den Gauschatzmeister Erdel
getätigt. Punkt 5, Bericht über die letzte Bundesvorstands—
sitzung, wurde von dem Bundesvertreter Jost in sachlicher
Weise wiedergegeben. Punkt 6, Verschiedenes, wurde der
Antrag gestellt zur Abhaltung eines Gaukonzertes. Gau—
Thormeister Schorr, welcher ebenfalls zu der Versammlung
erschienen war, gab besondere Richtlinien für ein solches
Konzert bekant. Um die Sache nicht kostspielig zu gestalten,
vpurde beschlossen, daß die Vereine die Statistik über ihren
Bestand an Liedern dem Gauschriftführer einsenden, da—
mit ein Austausch der Lieder in den Vereinen stattfinden
kann. Außerdem wurde nochmals darauf hingewiesen, daß
doch die Vereinskassierer für die Eintreibung der Bundes—
bzw. Zeitungsgelder mehr besorgt sein möchten, so daß die—
selben dem Bundesbüro rechtzeitig zugehen können. Ferner
önnen wir verzeichnen, daß wir in unserm Gau-Chormeister
Schorr eine große Stütze gefunden haben, welcher bestrebt
st, dem Gau in gesanglicher Beziehung Richtlinien zu geben
und somit den Gauvorstand in seiner Arbeit außerordentlich
entlastet. Diesen Grundgedanken brachte Schorr klar und
deutlich zum Ausdruck, ganz besonders darin, daß der
Sau auf gesanglichem Gebiet ein bestimmtes Ziel vor
Augen haben müßte, ganz besonders das schön deutsche
Volkslied zu pflegen. Es wurde den Delegierten nahe—
zelegt, diese Grundlinie in die Herzen der Sänger zu
tragen, so daß wir bei Jahresende mit Stolz auf ein
intensives Arbeiten zurückblicken können. Nach einem er—
nahnenden Schlußwort des Vorsitzenden an die Dele—
gierten, daß die Versammlungen in Zukunft besser be—
sucht und einen regeren Verlauf nehmen sollen, schloß
derselbe den Gautag, der von schönen Liedervorträgen des
M. G. V. „Konkordia“ Urexweiler unter der Stabführung
seines sehr rührigen Dirigenten Weyerich umrahmt war.
Jer nächste Gausißzung findet in Wiesbach, Lokal Prinz,
statt.
Gau KRällertal.
Gau Neundbkirchen.
Der Gau Neumkirchen veranstaltete sein 1. Gaukonzert
ür das Winterhalbjahr, verbunden mit Wertungssingen.
Vier Gauvereine aus der Stadt Neunkirchen und die
Liedertafel“ Wiebelskirchen hatten sich für ein Wertungs—
ingen verpflichtet. Dem M. G. V. „Bayer. Kohlhof“ vom
Bau Homburg war es gestattet, sich am Wertungssingen
»es Gaues Neunkirchen zu beteiligen. Sangesfreunde in
zroßer Zahl bildeten die aufmerksame und dankbare Zu—
zörerschaft. Als Wertungssachverständige walteten Seminar—
nusikoberlehrer Becker, Ottweiler, und Bundeschormeister
zchrimpf ihres Amtes. Der deutsche Sängergruß gab die
kinleitung zu der bestverlaufenen Veranstaltung. Das
Deutsche Lied“ von M. Wiedemann wurde als Massenchor
zon den drei großen Neunkirchener Vereinen zum Vortrag
sebracht. Die dann auftretenden Vereine sangen je ein
Lolkslied oder ein volkstümliches Lied und alsdann einen
dunstchor. Am schönsten gesungen wurden die Volkslieder
ind die volkstümlichen Lieder. Die Kunstchöre stellten für
inige Vereine etwas zu hohe Anforderungen. Sehr wir—
ungsvoll war das achtstimmige „Media vita“ von Bruch
Fin erfreuliches Aufwärtsstreben machte sich bei allen Gau—
ereinen angenehmst hörbar. Großer Beifall folgte allen
darbietungen. Die erste öffentliche Veranstaltung des Sänges⸗
zaues Neunkirchen stand, wie Gauvorsitzender Sulzbacher
n seiner Begrüßungsansprache bemerkte, unter dem freu—
digen Eindruück, den die Berliner Liedertafel in Neun—
irchen zurückgelassen hat.
Bericht über das Zustandekommen einer Sängervereinigung
n Wellesweiler. Die Vorstände der drei hiesigen, dem Saar—
Zänger-Bund angeschlossenen Vereine „Sängerkranz“, „Sänger—
»und“ und „Liederkranz“ waren auf Anregung des MG.V.
„Sängerkranz“ zu einer Besprechung am 15.5 August zusammen⸗
setreten. Gegenstand der Besprechung war die Bildung einer
Irbeitsgemeinschaft zum Zwecke gegenseitiger Unterstützung. In
»er Erkenntnis der Tatsache jedoch, daß in dieser Form eines
eitweiligen Zusammenschlusses eine einheitliche und positive
Arbeit nicht geleistet werden kann, kam man im Verlauf der
ßersammlung auf den schon vor einigen Jahren und seither
nehrmals in Erwägung gezogenen Gedanken zurück, die im Orte
vestehenden Vereine zu einem einzelnen großen Chor zusammen—
Es schien vielleicht ein kühnes Beginnen des M. G. V.
Güchenbach, aus eigenen Kräften ein ganzes Konzert in
der Großstadt Saarbrücken zu bestreiten. Der Verein hatte
in den Festsaal des neuen Sängerheims Ludwigspark ge—
laden, leider am Tage der Werbeschau, da Tausende und
Abertausende dem Reklamefestzug zuschauten und über
allem Schauen an keinen Ohrenschmaus dachten. Die aber
der Verführung widerstanden hatten, und erfreulicherweise
SANGER-TRINNX MOLKURI