Full text : 5.1927-1928 (0005)

Nr. 8 IIIMer

Saar⸗Sänger⸗Bund Isr

Seite 185

Außerdem ist in Partitur zu haben: C. M. v. Weber:
Schöne Ahnung ist erglommen, Die Sonn' er—
vacht, Die Tale dämpfen lauf ein Blatt gedruckt).
Partitur 1,50 Fr., Stimme 0,40 Fr. Sängergruß des
Ddeutschen Sängerbundes (Grüß Gott mit hellem Klang);
5, 15 Fr. Hab mein Wage vollgelabde v. Ploner.
Part. 2 Fr., Stim. 0,50 Fr.
Verkauf nur gegen Barzahlung (Versand unter Nach—
nahme) in der Geschäftsstelle, Saarbrücken 2 (Sängerheim),
Stadtpark Ludwigsberg.

von Herz und „Wenn der Vogel naschen will“ von
dremser. Auch hier kam das Publikum voll auf seine
kosten und spendete reichen Beifall, so daß der Chor sich
zu einer Zugabe bequemen mußte. Herr Schnubel am
Flügel löste seine Aufgabe als Begleiter mit gutem tech—
rischen Können und feinem Verständnis. Am 15. Oktober
eranstaltet der Verein ein Konzert für unsere Jugend bei
reiem Eintritt. Mitwirkende sind der Chor des Vereins
ind Solisten. Am 30. Oktober wirkt der Chor im Konzert
»es Gaues Dillingen in Diefflen mit. Die nächste Auf—
jabe, die sich der Verein gestellt hat, ist die Erstaufführungg
on „Die nigetnder Volkslied für Sopransolo, Männer—
hor, Klavier, drei Hörner und Streichquartett, gesetzt von
A. von Othegraven. Die Leistungsfähigkeit des Vereins
ürgt für einen vollen Erfolg der Aufführung, die auf
den 11. Dezember festgesetzt ist.

Die Verliner Liedertafel, die wir noch in bestem Gedächt⸗
us haben, hat unsere schönsten Weihnachtslieder auf Vor—
Musikplatten gesungen. Die Weihnachtsaufnahmen sind vom
Oktober ab in allen besseren Geschäften der Musikwarenhranche
 erhältlich. Wir verweisen auf die betreffenden An—
zeigen der Vor-Schallplatten und Sprechmaschinen, A.G.,
Berlin W., Pofsdamerstraße 4, in Nr. 7, 8 und 9 unserer
Bundeszeitschrift.

M. G. V. „Sängerband“ Dillingen blickt auf ein außer—
»rdentlich bedeutsames künstlerisches Ereignis zurück, ein
vohlgelungenes Matthieu Neumann-Konzert, das durch An—
vesenheit des berühmten rheinischen Komponisten eine be—
ondere Note erhielt, Sorgfältigst hatte Chormeister Gottlieb
doffmann eine Reihe der wertvollsten Chöre des Meisters
orbereitet: „Die Toten der Heide“, „Der Feuerreiter“, „Die
gebundene Nachtigall“, „Käferhochzeit“, „Warnung vor dem
sthein“. Der „Sängerbund“ war den technischen Schwierig—
eiten, die sich in vielen dieser Partituren häufen, durchaus
sewachsen. Unter dem sicheren Stabe Hoffmanns entwickelte
»er wohlgeschulte Chor in Aussprache, Rhythmik, Dynamit
ind künstlerischer Auffassung seinen ganzen Reichtum. Das
zaarbrücker Streichquartett der Herren Neuheusel, Kast!l
Violine), Maul (Bratsche) und Lilge (Cello) bereicherte
»as Konzert durch klassische Gaben. Ein nachfolgender
dommers zu Ehren des Gastes vereinigte die Dillinger
Zängerschaft noch in sangesbrüderlicher Einigkeit. Bürger—
neister Nicola, Gauvorsitzender Kiefer, Rektor Görgen und
die Vertreter der Vereine fanden herzliche Worte der
Verehrung, die Matthieu Neumann mit herzlichem Danke
ntgegennahm. Unter Chören des M. G. V. „Eintracht“ und
»es M. G. V. „Sängerbund“, sowie trefflicher Musikvor—
räge vergingen die Stunden nur zu rasch; sie werden
illen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung verbleiben.
Gau RKischbachtal.

Die Firma Erust Eulenberg, Leipzig, kündigt eine Anzahl
Werke an, die vom Wiener Lehrer-a-capella-Chor mit gro—
zem Erfolg gesfungen wurden, wir verweisen ganz —
ders auf den Artikel von Prof. Wenzl in der vorigen
Nummer des Saar-Sänger-Bundes. Von diesen Chören
heben wir als ständige Repertoirelieder des Vereins fol—
gende hervor: Ploner, „Es hatt' ein Bauer ein schönes
Weib“; die drei Chöre von Scholz, mit dessen „Blaue
Stunde“ ein Erfolg erzielt wurde, der wohl einzig dasteht;
Wenzi, „Ein Trinker und ein Musizist“ und „Der Nagel—
chmied“, ein mit Glockenschlägen begleiteter Chor. Ferner
auf die Chöre des Dirigenten Hans Wagner-Schönkirch, von
denen wiederum „Das böse Wort“, das aber einen leistungs—
fähigen Verein beansprucht, hervorgehoben sei. „Ein freies
Volk“ ist ein packender Massenchor, der für Sängerfeste
ehr zu empfehlen ist.

Gau Dillingen.

Am 3. Oltober wirkte M.G. V. „Eintracht“ Dillingen
zei der Hindenburgfeier der Gemeinde mit. Durch Vortrag
einiger Lieder auf dem alten Sportplatz trug der Chor
zur Verschönerung der Feier bei. Am Abend beteiligte sich
der Verein am Kommers des Bruder-Vereins M.G. V.
Sängerbund, der zu Ehren des Komponisten Matthieu Neu—
nann, anläßlich seines Besuches veranstaltet wurde. Auch
zier trug der Verein mit seinen Liedern zum schönen Ver—
lauf des Abends bei. Herr Neumann wurde durch den
Verein mit einem Geschenk geehrt, wofür derselbe dankte
und dem Verein stets vollen Erfolg im Interesse des
Männergesanges wünschte. Am 9. Oktober veranstaltete der
Verein sein erstes Konzert des Konzertjahres 1927,28.
Es trug das Motto: Humor im Liede. Als Solisten wirkten
mit: unser vekannter Konzertsänger Willi Henseler, Köln,
Oberspielleiter Eugen Kolberg vom Stadttheater Saar—
»rücken als Rezitator, P. Schnubel am Flügel. Henselers
vohlklingendes Organ, seine technisch vollendete Schulung
und besonders sein typisches rheinisches Temperament
schafften in ihrer Gesamtheit Leistungen, die ehrliche An—
erkennung verdienen. Besonders hervorgehoben seien: „Prinz
Fugen“, Hidalgo, „Stelldichein und Frühling am Rhein“.
Fugen Kolberg brachte heitere Rezitationen zu Gehör,
velche lebhaften Beifall ernteten. Erwähnt seien: „Herr
don Ribbeck“, die „Ballade vom lieben Augustin“ und
als besondere Leistung „Die Musikanten“. Die Darbietungen
des Chores zeigten, daß derselbe unter der Leitung seines
Altbewährten Dirigenten Recktenwald sich immer noch in
der künstlerischenn Aufwärtsbewegung befindet. Die Zu—
sammensetzung des Programms war eine glückliche. Wir
iennen: „Hab Sonne im Herzen“ von Keldorfer, „Süß'
Ldiebe liebt den Mai“ von Silcher, „Schneider Courage“

Gau Fischbach hielt am 9. Oktober sein diesjähriges
Wertungssingen ab. Es beteiligten sich M. G. V. Quier—
hied (Preiser) mit „Toten der Heide“ von Neumann und
Der kleine Rekrut“ von Küken, „Konkordia“ Merchweiler
Meiser) mit „Mondnacht“ von Kempf und „Abmarsch“
»on Heinrichs, „Echo vom Gebirge“ Göttelborn (Weber) mit
Dich grüßt der Mai“ von Sturm und „Der König rief“
»on Schaaf, „Edelweiß“ Quierschied (Klein) mit „Im Hoch—
gjebirge“ von Werth und „Heidenröslein“ von Neumann,
„Frohsinn“ Merchweiler (Weber) mit „Toten der Heide“
»on Zerlett und „Jägers Morgenbesuch“ von Bungart,
„Flora“ Merchweiler (Weber) und „Rudolf von —
»on Hegar und „Auf Matrosen“ von Hermann Scholz,
„Flora“ Quierschied (Detemple) mit „Hymne an die Musik“
»on Lachner und „Heimatrosen“ von Opladen. Als Wer—
ungsrichter wirkte Herr Werdinger, Trier. Der Gau—
orsitzende, Rektor Huver, begrüßte die erschienenen Sänger,
»en Wertungsrichter und den Vertreter des Bundes, Fritz
vrebe. Der Bundesvertreter überbrachte die Grüße des
zundesvorstandes und sprach über die musikpädagogische
zedeutung der Wertungssingen. Zwei Vereine, „Konkordia“
Nerchweiler und „Flora“ Fischbach, erhielten das Prädikat
sehr gut“, die andern „gut“. Nach dem Singen fand eine
zesprechung zwischen dem Wertungsrichter, dem Dirigenten
ind dem ersten Vorsitzenden statt. Fr. Gr.

Peter Bost
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