Full text : 5.1927-1928 (0005)

str

Saar⸗Sänger-Bund

alumuhl Seite 157

Gau homburg.

Gau Neunkirchen.
Am 31. Juli veranstaltete M.⸗“G.⸗W. „Germania“ Neun—
irchen im zweiten Kasbruch ein wohensene Schüler—
und Volkskongert. Die dort gebotenen Lieder und nicht zu
»ergessen das jung und alt so erfreuende Wettlaufen wiro
roch lange in Erinnerung bleiben. Es zeigte diese Voran—
taltung so recht, was alles auf diesem Gebiete geboten
verden kann und sei es zur Wiederholung sowie zur Nach—
hmung bestens empfohlen. Es gibt doch nichts Schö—
ieres als zur lieben Sommerszeit, in freier Natur, zuͤm
vohle unserer edlen Sängersache unserer Jugend das ein—
upflanzen, wovon wir später auch unseren Nutzen haben
önnen: das schöne Sprichwort „Gesang erfreut das Men—
chenhera“. Sch.

Der M.⸗G.⸗V. „Liederkrauz“, Frankenholz, hielt am 15.
August seine monatliche Versammlung ab. Nach Begrüßung
—D
ging man an die Erledigung der Tagesordnung. 15 wurde
der vom Verein ins Auge gefaßte Ausflug wegen der
ichlechten wirtschaftlichen Lage vertagt; 2. wurde beschlossen,
am 2. Oktober ein Konzert zu veranstalten unter Mit—
wirkung der rheinischen Solisten Fräulein Albert und Herrn
Dietrich; 3. wurde beschlossen, am 20. November einen
geschlossenen Vereinsball abzuhalten; 4. wurde darauf hin—
gewiesen, im Jahre einige Unterhaltungsabende zur Pflege
der Geselligkeit abzuhalten. Nach dem Vortrage eines Liedes
wurde die Versammlung geschlossen. A. H.
Am Vormittag des 14. August gab der M.⸗G.⸗V. Höchen
auf dem Marktplatz daselbst ein Standkonzert. Da dies
für unsern Ort etwas ganz neues war, hatten sich trotz der
chlechten Witterung eine Menge Zuhörer angesammelt, und
allgemein wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, es möch—
en noch mehr solcher Konzerte gegeben werden.

Der M.⸗G.⸗V. „Eintracht“ Spiesen nebst Familienange—
örigen und einer Musikkapelle an der Spitze, machten am
9. Juni einen Ausflug zur „Liedertafel“ Hassel. War das
Vetter auch nicht herrlich zu nennen, so war es für einen
Marsch Spiesen—Hassel doch sehr angenehm. Dort ange—
ommen, stärkte man sich zuerst, und unter Liedervorträgen
unsers Vereins abwechselnd mit der „Liedertafel“ Hassel
ind Musik und Tanz flossen die Stunden fröhlichen Zu—
ammenseins nur zu rasch dahin. Leider mußten wir gegen
Uhr wieder abrücken, wobei uns „Liedertafel“ Hassel bis
um Dorfausgang begleitete, ein Zeichen echt sangesbrüder—
ichen Geistes. Nach 8 Uhr kamen wir wieder in Spiesen
in, wo wir im Vereinslokal bei einigen Glas Bier noch
inige Stunden fröhlich beisammen waren. Der Verein hatte
ür diesen Ausflug im März eine Sparkasse angelegt, so
ß es jedem Mitglied möglich war, den Ausflug mitzu—
nachen.

Gau Illingen.
M.⸗eG.⸗VB. Wustweiler veranstaltete am 11. September
zinen Volksliederabend unter Mitwirkung von Fräulein
ORlga Schwind, Saarbrücken. Der 2. Bundesschriftführer,
Fritz Grebe, hielt einen einleitenden Vortrag über das
Volkslied. Der Chor erfreute durch „Innsbruck, ich muß
dich lassen“ von Jüngst, „Landsknechtständchen“ (Orlandos
di Lasso), „Untreue“ und „Der Soldat“ von Silcher, „Die
Ablösung“ von Hutter, „Die gebundene Nachtigall“ von
NReumann, „Du, du liegst mir am Herzen“ von Wildt,
„Schön Rohtraut“ von Veit, „Mein Mädel hat einen Rosen—
nund“ (Vollhardt), „Sehnsucht“ (Anschütz), „Die beiden
Särge“ (Hegar), „Ständchen“ (Wickenhauser), „Sandmann“
Heymann), „Die Abreise“ von Strauß. Fräulein Olga
Schwind trug vor „Rheinische Ballade“, ‚Der Tod in Flan—
dern“, „Der Spielmann am Himmelstor“, „Das himmlische
Menuett“, „Du dumme Liese“, „Meine Mutter hät gesagt“
und „Der Schneider Jahrestag“. Außerdem trugen zwei
Hherren vor „Frohsinn“, Duett für Tenor und Bariton
on Gumbert. Der vortrefflich gelungene Konzertabend war
on hoher werbender Bedeutung. Fr. G.
Gau Saartal Mettlach.
Der Gan Saartal Mettlach veranstaltet am 4. Dezember
m Vereinslokal des M.G.⸗V. Keuchingen sein nächstes
Baukonzert. Die Vorbereitungen dazu sind überall in voll—
tem Gange, so daß ein genußreicher Abend bevorsteht.

Der M.⸗G.⸗V. Neunkirchener Liederkranz folgte am 10.
Juli einer Einladung des Männergesangvereins und des
Arbeitergesangvereins Becherbach, welche an diesem Tage
hr 60jähriges bzw. 25jähriges Bestehen durch ein gemein—
ames großangelegtes Volksfest beginnen. Die Aufnahme
»er Saar-Sänger in dem freundlichen, festlich geschmückten
Irte war eine überaus herzliche. Unser Verein, der mit dem
zrühzug 4 Uhr die Sängerreise antrat, war als erster in
zecherbach angekommen, und so konnte er um 10 Uhr die
iwnfache, aber packende Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal
»urch den Vortrag des eindrucksvollen „Vaterland“ von
Vohlgemuth zum bleibenden, unvergeßlichen Erlebnis für
ille Teilnehmer gestalten helfen. Nachdem die Brudervereine
us fern und nah, etwa 30 an der Zahl, mit klingendem
zpiel und wehenden Fahnen angekommen waren, setzte
ich der bei solchen Gelegenheiten unvermeidliche Festzug
n Bewegung. Das Ziel des Zuges war die Riesenfesthalle,

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