Full text : 5.1927-1928 (0005)

RNr. 6IIh

Saar-Sänger-Bund Ilr

n Seite 133

der Verein ein gemütliches Zusammensein in dem Felsen—
keller und in der Drosselgasse bei dem nicht so leicht ver—
geßlichen Rüdesheimer Wein. Um 9. Uhr wurde die Heim—
eise wieder angetreten mit dem Vorsatze, nächstes Jahr
wieder einen so herrlichen Ausflug zu machen.

Bundesvorstand, Dr. Harland für den Ehrenausschuß,
IRbersteuer-Inspektor Fuülles für die Spielvereinigung
Victoria. Durch einen Wald von Blumen, Flaggen,
Wimpel und Fahnen bewegte sich Sonntag nachmittag der
mposante Fesftzug mit wehenden Fahnen von 30 Gast—
»ereinen und klingendem Spiel zu dem am Waldrand ge—
egenen herrlichen Festplatz, auf dem Bundesschriftführer
stektor Stein in begeisterten Worten die Fahnenweihe vor—
iahm. Sangesbruder Fritz Rolli überreichte er die Ehren—
iadel des Bundes für 25jährige Aktivität. Der Verein
hrte noch den Ehrenvorsitzenden Heinr. Goffing, Karl
)Bermann, Fritz Heil, Matthias Bohr, Gustav Zimmer,
zulius Lang, Karl Nafky, Hubert Mühle, H. Goffing jun.,
AUugust Spieler, Georg Lorenz und Fritz Wenz. Die
zrauen und Jungfrauen des Vereins und der Patenverein
zermania Bildstock stifteten je eine Fahnenschleife, der
zubilar Goffing einen goldenen Fahnennagel. Nach Ueber—
eichung weiterer Gaben setzte das Festkonzert ein, bei dem
22 geladene Vereine meist hochwertige Chöre in künstlerisch
sjuter Durcharbeitung zum Vortrag brachten. Nicht zu
ergessen die trefflichen Leistungen des von Chormeister
zranz Naumann gewissenhaft und erfolgreich geschulten
estgebenden Vereins. Bald entwickelte sich auf dem Fest—
Aatß ein frohes Treiben, das erst in vorgerückter Stunde
einen Abschluß fand. Der Verein kann mit dem äußeren
und inneren Ertrag seines 50. Stiftungsfestes recht zu—
rieden sein!

Gau Saarbrücken.
M.⸗G.⸗V. Rheingold Saarbrücken 5 beging am 23. und
24. Juli sein 20. Stiftungsfest. Unter Mitwirkung der
Zt. Ingberter Stadtkapelle unter der trefflichen Leitung
des Kapellmeisters Wilhelm gab es am Vorabend einen
wohlgelungenen Kommers, dessen Chöre vom festgebenden
Vereln unter der sicheren Stabführung von Chormeister
M. Rasgon aufs beste bestritten wurden. Heimat- und
Rheinlieder standen im Vordergrund. Der Chor ist wohl⸗
geschuslt und verfügt über gutes Stimmaterial. Die Fest—
rede hielt J. Lang. Nicht unerwähnt soll die sanges—
zrüderliche Unterstützung bleiben, die der Eisenbahnerchor
Zaarbrücken 5 und das Männerquartett Saarbrücken unter
der bewährten Leitung des Chormeisters Seiffert mit treff—
ich vorgetragenen Chören böten. Ein prachtvoller Fest—
zug bewegte sich am Sonntag durch den reich geschmückten
Drt zum Festplatz, der mit einem großen Zelt ausgestattet
var und den zahlreichen Brudervereinen und Gästen einen
ingenehmen Aufenthalt gab. Bundesschriftführer Stein
iberbrachte namens des Bundesvorstands herzliche Glück—
wünsche und dankte dem Verein für seine fleißige Kultur—
arbeit, namentlich auch im Dienste der Jugendpflege. Das
Festkonzert bot treffliche Gaben; wir erwähnen: M.-G.⸗V.
Fäcilia Schiffweiler, Sängerkreis Eintracht Saarbrücken 5,
Fonstantia Saarbrücken 3 (Thürnagel), für Wohlgemuts
Vaterland ist der Verein nicht stark genug; Sangesfreunde
Gersweiler (Zorn), Sängervereinigung Eintracht (Guten—
sohn) — beide Vereine sangen tadellos! —, M.«G.«V. 1877
Ottenhausen (Früh), M.⸗GeV. 1853 Saarbrücken 1 unter
dr. Dadder, M.WG.⸗V. Loreley—Viktoria Saarbrücken 5
Zorn)s, ebeufalls gute Leistungen, M.G.⸗V. Liedertafel
Altenkessel (Speichers M.-G.⸗V. Cäcilia Altenkessel (Müller),
M.-G.⸗-V. Concordia Saarbrücken 5 (Bender), M.G.V.
1857 Gersweiler (Schneider) — gleichfalls gute Vereine!
Lobend sei die Zusammenfassung des festgebenden Vereins
mit Union Neudorf und Doppelquartett Luisenthal unter
der ttefflichen Stabführung von M. Rasgon hervorge—
hoben; eindrucksvoll erklangen Führmanns „Mein Lied“
und Beins „Das deutsche Lied“ als Massenchöre. M.⸗G.⸗V.
Eintracht Jägersfreude konnte seines eigenen Festes wegen
richt teilnehmen, entrichtete aber trotzdem in echt sanges—
»rüderlicher Gesinnung das Eintrittsgeld für seine Sänger.
Bravo! Der ausgezeichnete Verlauf des Festes wird Ver—
instaltern und Teilnehmern noch lange in bester Erinne—
ung verbleiben!
Gau Sulzbachtal.
Unter außerordentlicher Anteilnahme der gesamten Be—
dölkerung beging in deu Tagen vom 16. bis 18. Juli der
M.eG.⸗B. 1877 6ühnerseld sein 50. Jubelfest. Den fest—
lichen Auftakt gab der Kommers am Vorabend, auf dem
Vorsitzender Berrang nach herzlichen Begrüßungsworten
ein fesselndes Bild der Vereinsgeschichte entwarf und be—
sonders des einzig noch lebenden Mitbegründers Goffing
ehrend gedachte. Bürgermeister Barth feierte die Ver—
dienste des Vereins um die Erhaltung des deutschen Liedes
in der Heimatgemeinde und überbrachte die Glückwünsche
der Gemeinde Sulzbach. Dr. Schweich sprach für den

Gau Schwalbach.

Der Sommerausflug der Sängervereinigung Schwalbach
em 7. August war vom schönsten Wetter begünstigt. Unter
deilnahme zahlreicher aktiver und inaktiver Mitglieder und
deren Angehörigen und unter den flotten Märschen der
Musikkapelle war Saarlouis bald erreicht, das mit dem
eutschen Sängergruß begrüßt wurde. Die Straßenbahn
zrachte die Teilnehmer bis zur Beruser Höhe, von wo der
ieue Dirigent Schackmann das deutsche Lied machtvoll in—
onieren Ueß. Bei der 2stündigen Rast in Berus wechselten
Nusik- und Chorvorträge in schönster Folge. In mehr—
tündigem Marsch war alsbald Wallerfangen erreicht, wo
ich der Verein in Marchands Laube der Gastfreundschaft
es M.⸗G.-⸗V. Liedertafel erfreuen durfte, dessen Vor—
itzender herzliche Worte der Begrüßung fand und dessen
zegrüßungschor dankbaren Beifall fand. Unser Verein
ntwortete unter der schneidigen Leitung von Chormeister
zchackmann mit „Sängergruß“ und „Sternennacht“. Herr
Villecken dankte der Liedertafel in herzlichsster Weise. Nur
zu bald mußte unter Sang und Klang der Heimweg an—
zetreten werden. Unser Verein hat aber bewiesen, daß er
rotz aller Stürme, die er in letzter Zeit erlebt hat, noch
in voller Blüte steht. G.

Verplaudert. Dienstmädchen (aus der zweiten Etage):
zrau Meili, würden Sie nicht so freundlich sein und Ihre
kochter heute Nachmittag singen lassen? Meine Herrin
väre Ihnen sehr dankbar. — Frau Meili: O gewiß, gern.
s8 freut mich ungemein, daß Frau Schmid den Gesang
neiner Tochtet so gerne hört. — Dienstmädchen: Ja, wissen
Zzie, es wäre ihr sehr gedient damit. Der Hausherr kommt
dämlich heute nachmittag zu ihr, und da möchte sie gerne
einen Kündigungsarund haben.

BURGERIL. VEREINSHAUS
ELVERSBER G
Holtestelle der Strahenbahn
Felephon 8490 Amt Neunkirchen-Soor
shröfztes Ressaurafionsunternenmen am Platze
nerrucer saaiG6mone vereinszimmer
bute und Lenfleete weine
Im Ausschank Neufang-Jänissch Bier.

Bundeschormeister Carl Schiebold
Komponist des weitverbreiteten Sonne ging schon längst zur Ruhꝰ
287 Preisrichter. Anfr.: Leipzig-S. 3, Bornaischestr. 33.

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Ochsen.. Ralb- u. Schweinemetzgerei.

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