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Saar⸗Sänger⸗Bund unn Nr.nb
Frlebens heraus schöpfen zu können, wie
uns das Lebenswerk Hegars es kündet.
Mögessein Erlebniszu unserem werden.
Schrimpf.
Zusammenstellung der Chöre aus obenge—
iannten Verlagsanstalten:
Balladeskes:
4. op. 9 Die beiden Särge
2. , 15 Rudolf von Werdenberg
3.. 17 Totenvolk
4., 18Schlafwandel
21,2 Der Darelhofer
24 Die Trompete von Gravelotte
27 Die Blütenfee
28 Kaiser Karl in der Johannisnacht
30 Walpurga
32 Königin Berta
— 35,3 Jung Volker
12., 41 1813 (in ursprünglicher und er—
leichterter Fassung erschienen)
Natur:
13., 47 Kloster Murbache Verlag Hug
1 4. op. 4 Morgen im Walde
15.,8,1 Nebeltag Verlag André
16., 11In den Alpen (auch für ge—
mischten Chor erschienen)
17.,. 13 Waldlied
18., 23 Gewitternacht Verlag Hug
19. „ 35,1 Um Mitternacht
20., 37,1 Frühlingslied Verlag Leuckart
Sprache und Gesang:
21. op. 20 Hymne an den Gesang
22.,. 22 Weihe des Liedes VBerlag Hug
23. . — Muttersprache
Verschiedenes:
24. op.“5 Das Abendmahl —
25.. 8,2 Reutti im Winkel Verlag André
26., 8,3 Bundeslied
27., 21,1 Trotz
28.) 382 Schon Rohtraut Berlag Hug
29., 39,1 Mit kosenden Frühlingswinden] Verlag
30.,. 39,2 Es dämmert schon Leuckart
sttets des Meisters Töne „ein sinniges Weben zu der
Saiten Klang?!“ (26). Welch warmer Hauch strömt
uns entgegen, wenn er von- „Blüten und milden
Düften“ singt oder uns überzeugend vom „ewigen Ge—
sang“ der Harfe des Sängers Kunde tut (09).
Jubelnd klingt es „Heia! Das Schneegebirg han wir
erklomm“ und ebenso schlicht mahnend „flüchtig nur
vinkt es, flüchtig versinkt es“ (16). — Wie charak—
teristisch ersteht der Wald in seinen den Jahreszeiten
entsprechenden Stimmungen vor unserem nacherfühlen—
den Geiste (17)! Oder, wer könnte sich des zwingenden
Eindrucks der Gestaltung der tragisch gespenstischen
Balladen op. 15, 17, 18 entziehen (2, 3, 4) —. Da—
neben den kraftbewußten Tönen in op. 21 (27,5)27 —
In welcher Form Hegar dem Gedanken der Tonmalerei
n seinen Kompositionen huldigt, bedürfte eigentlich
einer breiteren Untersuchung. Ich möchte an dieser
Stelle nur auf op. 22 und 23 (22,18) hinweisen. Bei—
spiele lassen sich aber auch aus den meisten anderen
Werken beibringen.
Und der Mann, der durch die Kraft seiner Tonsprache
unsere Augen aufleuchten und den Körper sich straffen
läßt, wenn sein⸗„Schlachtruf“ ertönt, derselbe hat gleich—
zeitig die Gabe, uns in die mystischen Schleier der Sage
zu hüllen und ins Elfenreich zu versetzen (8, 9, 10),
der singt in seliger Maistimmung. „Und etwas zieht
uns durch das Herz“ (20) und läßt den Pagen sehnend
wvünschen „o daß ich doch ein Königssohn wär“ (28),
jeder Ton beflügelt von der allsiegenden Macht der
großen Liebe; der leiht dem „Heimweh, dem bangen,
süßen“ beredten Ausdruck (29) und klagt mit der müden
Seele um „die Sehnsucht nach den Lieben in der Ferne“
30). Er schaut mit der aufsteigenden Nacht „die goldene
Wage der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn“ (19
und ahnte nicht, was er uns mit op. 41 sang „Wir
seufzten sieben Jahr entrechtet, wir knirschten sieben
Jahr geknechtet und haben grimmig Schmach getragen“
12).
Ein langes Leben war dem Dahinge—
gangenen vergönnt; ein Leben, das alle
Höhen und Tiefen durchmessen haben muß,
um so aus dem reichen Born menschlichen
Musik im Leben der Völker.
Ein Neberblick über die internationale Ausstellung in Frankfurt (Maind.
Klturarbeit im Männergesangverein leisten heißt vor
aallem, das ganze weite Gebiet der Musik in Betracht
ziehen. Männergesang ist nur eine der vielen Formen
und Arten der Musik. Wollte die musikalische Erziehung
sich nur auf dieses eine Gebiet beschränken, so wäre es
bald um das positive Zielstreben geschehen. Durch unsere
Pflege des Männergesangs wollen wir ja eindringen in
die Geheimnisse der großen musikalischen Kunst“ Am
Kkleinen wollen wir den Blick für das Große schulen und
hell machen. Aus diesem Grunde mag es berechtigt er—
scheinen, der großen Musikausstellung in Frankfurt einigen
Raum unserer Bundeszeitschrift zu opfern, und wenn dieser
Aufsatz mit dazu beiträgt, daß der eine oder andere unserer
Bundesbrüder gelegentlich dieser Ausstellung einen Besuch
abstattet, so hat er seinen Zweck voll erfüllt
Es mag ein Zufall sein, daß in Deutschland fast zu
gleicher Zeit zwei Riesenausstellungen stattfinden, deren
ulturelle Bedeutung von niemanden mehr in Zweifel ge—
zogen werden kann: die Deutsche Theater-Aus,
ttellung in Magdeburg und die Internativbp—
rale Musik-Ausstellung in Frankfurt a. M.
Innerlich begründet der Gegensatz zwischen der „deutschen“
Ausstellung in Magdeburg und der „interna⸗—
ionalen“ Ausstellung in Frankfurt; denn die Krise
des deutschen Theaters zwingt notwendigerweise zur Selbst—
esinnung, zwingt dazu, positive und negative Kräfte des
eutschen Theaters gegeneinander abzuwägen und das
stesultat sichtbar werden zu lassen in einer umfassenden
Ausstellung. Die dominierende Stellung „Deutscher Musik“
m Verbande der anderen Völker läßt andererseits die
Zweckmäßigkeit einer internationalen, Einstellung als ge—
jeben erscheinen. Die Strömungen der modernen Musik,
hr Hang zum Exotischen, ihr revolutivnäres Suchen nach
Neuem verlangt geradezu näch internationalen Vergleichs—
naßstäben. Der Zufall der Gleichzeitigkeit beider Aus—
tellungen steigert die Universalität jeder einzelnen LSeistung
ie eine wächst durch die andere, denn die in beiden Aus—
tellungen umrissenen Gebiete liegen dicht nebeneinander
decken sich zum Teil sogar: Mufit und Theater.