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Saar⸗Saünger⸗Bund
Nr.?
nonie“ verschönten mit ihren Gaben die Feier aufs beste.
Prachtvoll gelang bei sich aufklärendem Wetter am eigent—
ichen Festtag der Festzug durch die geschmückte Stadt.
Auf dem Festplatz eröffnete Dr. Flory den Reigen der
Ehrungen. Frohe Stunden folgten dann noch am Abend
und am nachfolgenden Montag. Mit den Gefühlen des
Stolzes und der Freude kann der M.«G.⸗V. Orphea auf
eine Festtage, die allen Teilnehmern in schönster Er—
nnerung verbleiben werden, zurückblicken!
Gau Tholey.
„Unser Denken, unser Lieben ist mit dir vereint ge—
blieben, dir im tiefsten zugewandt, Vaterland!“
Nach eingehender Besichtigung beschlossen wir mit dem Stilzschen
Zaarlied und mit dem Schwur des Saarvolkes unter dem
»rausenden Beifall der vielen Hundert Besucher unseren Auf—
ezuthalt am Nationaldenkmal und wandten uns über den
Am 26. Juni fand in Aßsweiler die 7. Gautagung des Gaues
Tholey statt, die von sieben Gauvereinen beschickt war. Es
ehlten MG.V. „Cäcilia“ Oberthal und „Cäcilia“ Guides—
veiler. Gauvorsitzender Bürgermeister Haefner, Tholey, leitete die
Tagung, der eine reichhaltige Tagesordnung zugrunde lag. Als
Lertreter des Bundesvorstandes nahm Geschäftssührer Rauch—
solz an den Verhandlungen teil. Aus den Beschlüssen ist be—
nerkenswert die Beschaffung von Bundesmitgliedsbüchern und
der Beitritt fast aller Vereine zum Sammelvertrag mit den
Tonsetzergenossenschaften. Es wird dem Gauvorstand aufgegeben,
rinen Gauausflug nach dem Schaumberg festzulegen, an dem sich
alle Sänger und deren Familienangehörige beteiligen sollen.
Mit dem MG.⸗V. „Edelweiß“ Scheuern und „Rose vom
Zchaumberg“ Tholey will der Gauvorsitzende persönlich in Ver—
bindung treten, um einige Unstimmigkeiten zwischen Verein und
Bau zu klären. Bei der Neuwahl des Gauporstandes wurde
der bisherige Vorstand unter Hinzuziehung des Gaupressever—
treters Weyand, Alsweiler, wiedergewählt. Jansen, Tholey,
sttattete hierbei dem bisherigen Vorstand und besonders dem Gau—
vorsitzenden für die geleistete Arbeit den Dank der Versammlung
ab. M.G.⸗V. Alsweiler unter der geschickten Stabführung des
Organisten Lermen umrahmte die Tagung mit gut zum Vortrag
gebrachten Liedervorträgen. Die nächste Gautagung wurde dem
M.G.V. „Lyra“ Bergweiler übertragen.
Gau Wadgassen.
Während der beiden Pfingstfeiertage veranstaltete der M.G.«V.
Wadgassen eine Frühlingsfahrt an den Rhein. Welchem deutschen
Sänger schlägt das Herz nicht höher, wenn er zu den lied- und
agenumwobenen Stätten an unseres Vaterlandes schönstem
Strome pilgern darf? In freudiger Spannung marschierten die
125 Reiseteilnehmer nach Beendigung des Sondergottesdienstes,
den Herr Pfarrer Ludwig liebenswürdigerweise am Pfingstmorgen
für uns eingelegt hatte, unter klingendem Spiel zum
Bahnhof Bous. Das Dampfroß führte uns über Saarbrücken,
domburg durchs liebliche Glantal nach Münster a. St. mit
dem hochragenden Rheingrafenstein und weiter durchs untere
Nahetal nach Bingerbrück Von stolzer Bergeshöhe grüßte jen—
seits des Rheines die Germania herüber. Dann standen wir
am Ufer des herrlichen Stromes. Die zahlreichen Schiffe —
diele Schleppschiffe hatten über die Feiertage Anker geworsen —
im Schmuck der Flaggen und unzähliger bunter Wimpel, gegen⸗
über die Ruine Ehrenfels und das gewaltige Niederwalddenkmal,
links, hinter Bäumen etwas versteckt, der schlanke Mäuseturm,
zu unseren Füßen die in majestätischer Ruhe hinfließenden
Wellen des Rheines — das alles vereinte sich zu einem' Bilde
non unvpvergeßlichem Eindruck. Mit dem Fährdampfer setzten
wir nach Rüdesheim über und stiegen durch grünende Reben—
—DD— Ausflüglern vor
ind hinter uns. Immer mehr schienen die Umrisse des Denkmals
zu wachsen, und endlich stand es in überwältigender Größe
oor unseren .Augen. Das deutsche Volk hat sich hier ein
zlänzendes Erinnerungszeichen seiner Einigung geschaffen, dazu
an einer, Stelle, wo man im Zweifel ist, ob mon mehr die
himmelstürmende Wucht des Denkmals oder den prachtvollen
Blick ins Rheintal bewundern soll. Worte find zu dürftig, um
den Zauber solcher Augenblicke zu schildern; aber ich glaube,
ioch niemals haben wir mit derartiger innerer Ameitnahmée
gesungen:
MGB. Wadgassen am Niederwalddenkmal.
puchenbestandenen Rücken des Niederwaldes Aßmannshausen zu.
Inwillkürlich stiehlt sich dem Rhein- und Weinkenner beim
klange des Namens „Aßmannshausen“ eine leise Sehnsucht in
ie Seele. Haben nicht Freiligrath, Scheffel, Rittershaus und
iele andere unserer namhaftesten Dichter in der Krone“ ge—
echt und gesungen? Da läßt es sich leicht vocrstellen, wie
chwer unsnach kurzer Rast der Abschied vom köstlichen „Aß⸗
nannshäuser Bergriesling“ gefallen ist. Gegen 3 Uhr nach—
nittags nahm uns einer der schmucken Dampfer der Düssel⸗
orfer Dampfschiffahrtsgesellschaft auf. Schloß Rheinftein, eine
ßerle im Kranze der rheinischen Burgen, die mächtige Falken⸗
urg bei Trechtingshausen, das waldumrauschte Schloß Sovoneck,
iederheimbach mit der Heimburg, gegenüber Lorch, mit seinen
insamen, langgestreckten Werthen und der Ruine Nollia gen
Oftweiler Bier ä