Full text : 5.1927-1928 (0005)

—A

JSaar⸗Saäuger⸗-Bund l

l Seite 108

Gau JIllingen.

vechselungsreichen Programms gesetzten heiteren Lieder
„Der Käfser und die Bluüme“ von Veith, „Meister und Ge—
ell“ von Zelter, und „Frau Nachtigall“ von Othegraven
östen gerechtfertigten starken Beifall aus, so daß der Verein
toch eine Zugabe „Das lustige Schneiderlein“ geben mußte.
sach beendigtem Konzert dankte der Vorsitzende des
N.G.⸗V. Güchenbach allen Besuchern für die bewiesene
Aufmerksamkeit und ganz besonders ihrem Gastgeber, dem
M.⸗G.⸗V. Merzlich-Karthaus für freundliche Aufnahme
ind überreichte dem Vorsitzenden Herrn Büntgens einen
ilbernen Pokal. Herr Büntgens stellte den M.-G.-V.
züchenbach als Muster echter deutscher Sangeskunst hin
ind gelobte, ihnen nachzueifern. Er wünschte allen Gästen
ioch einige vergnügte Stunden. Abwechselnde Liedervor—
räge der beiden Vereine, sowie Solodarbietungen hielten
»ie Besucher noch einige Stunden im Banne der Muse.
Nöge der strebsame Verein unter seinem tüchtigen Diri—
JAX Jungfleisch auf dem beschrittenen Wege fort—
ahren!“

Der am 26. 7. in Humes stattgehabte Cautag wurde
iach herzlicher Begrüßung durch den Vorsitzenden mit Ge—
tehmigung der letzten Niederschrift und dem Tätigkeits—
hericht des Schriftführers eingeleitet. Sämtliche Gauvereine
varen vertreten, bis auf Wustweiler, welcher unentschuldigt
ehlte. Ehe in die weitere Beratung eingetreten wurde,
vuürde Gesangverein Harmonie Hüttigweiler neu aufge—
trommen. Bei der Wahl der beiden ausscheidenden Vor—
tandsmitglieder 1. Vorsitzender und 1. Schriftführer wurden
Meyer und Bermann einstimmig wiedergewählt. Die Ver—
sammlung bekundete einmütig das feste Vertrauen zum
ilten Vorstand, da unter dessen Führung der Gau einen
Juten Aufschwung genommen hat. Heben der rückständigen
Beträge wurde durch den Gauschaßtzmeister Edel getätigt.
Ddie Prüfung der Gaukasse geschah durch zwei Delegierte,
velche aus der Versammlung gewählt wurden. Dem Kas—
ierer wurde Entlastung erteilt. Ein Gau-Ausflug wurde
in Anbetracht der vielen Festlichkeiten bis auf weiters
berschoben. Bezgl. des Rundschreibens betr. Tonsetzer—
genofsenschaften Afma und Gema wurde der Beitrag mit
der Begründung abgelehnt, daß die Gauvereine keine all—
zuschweren Chöre beziehen, und daß im Gau ganz beson—
ders das schöne deutsche Volkslied gepflegt werden soll.
Als Chormeister wurde Rich. Schorr, Illingen, vom
M.⸗G.⸗V. Wustweiler gewählt. Bundesvertreter Jost gab
ausführlichen Bericht über die letzte Bundessitzung. Der
rächste Gautag wurde „Konkordia“ Urexweiler übertragen.
Zomit schloß die Versammlung, welche sehr anregend ver—
iief und durch schöne Liedervorträge vom Quartett Humes
umrahmt wurde.

Im Saale Hermann zu Obersalbach hielt der GCau
rölertal einen Gautan ab, zu dem Vertreter sämtlicher
gereine erschienen waren. Gauvorsitzender Barbian be—
zrüßte die Sänger und gab die Tagesordnung bekannt.
dann trug der Gesangverein „Lätitia“ Obersalbach ein
nit großem Beifall aufgenommenes Begrüßungslied vor.
der Bericht über das letzte Wertungssingen wurde zur
gerlesung gebracht und fand allgemeine Zustimmung. Die
zeschaffung der Bundesmitgliedsbücher, die gleichzeitig bei
semeinsamen Veranstaltungen, wie Wertungssingen und
jergleichen, als Ausweis dienen, soll durch den Gau und
nuf dessen Kosten erfolgen. Eine rege Aussprache brachte
der folgende Punkt der Tagesordnung: Die beiden Ton—
etzer-Vereinigungen „Afma“ und „Gema“ haben be—
chlossen, daß von sämtlichen Gesangvereinen für das
lufführungsrecht bestimmter Volkslieder und Chöre eine
zebühr gezahlt werden soll und daß das Aufführungsrecht
esonders erteilt sein muß. Nun hat der Deutsche Sänger—
und mit den genannten Vereinigungen eine Vereinbarung
etroffen, wonach den dem Deutschen Sängerbund ange—
chlossenen Vereinen sozusagen Generallizenz erteilt wird,
uidem sie berechtigt sind, alle obengenannten Lieder und
chöre zum Vortrag zu bringen, ohne hierzu die Auffüh—
ungserlaubnis besonders nachsuchen zu müssen. Die Ver—
ine sind hingegen verpflichtet, pro Jahr und Sänger 0,30
RKeichsmark zu entrichten. Für den Saar-Sänger-Bund
st dieser Satz in Verhandlungen, die zwischen dem Vor—
tand des Saar-Sängerbundes und Vertretern des Deutschen
zängerbundes stattfanden, in Anbetracht der wirtschaftlichen
dotlsage im Saargebiet, auf 0,20 Reichsmark ermäßigt
orden. Nach längerer Aussprache wurde der Vorschlag des
ßauvorstandes angenommen und den Abmachungen des
deutschen Sängerbundes beigetreten. Zur Teilnahme an
»er deutschen Sängerfahrt nach Wien meldeten sich aus
»em Gau sieben Mitglieder. Zum Schluß erinnerte der
Sauvorsitzende an die rechtzestige Entrichtung der Be—
ugsgebühren für die Bundeszeitschrift „Saar-Sänger—
eitung“, zugleich dem Wunsche Ausdruck verleihend, daß
ich auch innerhalb des Gaues Köllertal in Zukunft der
zezieher- und Leserkreis dieser für jeden echten Sänger
nentbehrlichen Lektüre weiter steigern möge. Einige kurze
dankes- und Mahnworte schlossen sich diesen Ausführungen
in. Wie bisher, so auch in Zukunft solle jeder einzelne
ruf die Förderung der Interessen der edlen Sangessache
ind des Gaues Bedacht nehmen. Zwei von Gesangverein
Lätitia“ stimmungsvoll zum Vortrag gebrachte Lieder
zildeten den Abschluß der harmonisch verlaufenen Tagung.
der nächste Gautag soll in Eiweiler stattfinden
Sein fünfzigjähriges Stiftungsfest konnte am 10. Juli
der Gesangverein „Zur Einigkeit“ Reisweiler⸗Labach be—
jehen. Der Verein hatte von einer großen Veranstaltung
ibgesehen. Nur acht befreundete Vereine waren eingeladen
vorden. Ein Mitglied des Gauvorstandes überbrachte die
vrüße und Wünsche des Gaues und des Bundes. Schulleiter
Z„chäfer hielt eine Ansprache, in der er einen kurzen Ueber—
lick über die Entwickelungsgeschichte gab. Es folgten treff—
iche gesangliche Darbietungen. Einigen Mitbegründern des
Lereins wurde das Ehrendiplom des Saar-Sängerbundes
ür 50jährige Mitgliedschaft überreicht. Einige weitere
nger erhielten Auszeichnungen für 40jährige Mitalied—
aft.

Gau Köllertal.

Eine Sängersahrt an die Mosel machte der M.⸗G.e⸗W.
Güchenbach an den beiden Pfingsttagen, um dem M.⸗G.V.
Merzlich-Karthaus einen Gegenbesuch abzustatten. Die
Aufnahine war eine sehr gastliche. Unter Mitwirkung der
sonzertsängerin Frau Huppert von Saarbrücken gab der
Verein in dem großen Becker'schen Saale, der bis auf den
etzten Platz besetzt war, ein Konzert. Wir entnehmen
darüber aus der Conzer Zeitung: „Der treffliche, mit Um—
icht und Ruhe führende Chormeister B. Jungfleisch ver—
teht die Kräfte seiner Sängerschar (ca. 120 Mann) zu
onzentrieren und ihr Streben hochliegenden Zielen zuzu—
venden. Der Verein besucht grundsätzlich keine Wettstreite,
ondern wendet sein ganzes Können der Abhaltung guter
Konzerte zu. Die Auswahl der Lieder und das Zusammen—
stellen des Programms war mustergültig und zeugt von
zuter Kenntnis der Männerchor-Literatur. Der genußreiche
Abend wurde mit drei Volksliedern, die gebundene Nachti—
gall und Liebesklage von M. Neumann, sowie die Mühle im
Tale von Baumann eingeleitet. Letzteres mußte auf stürmises
Verlangen hin wiederholt werden. Im ersten Teil des
Programmes sei noch zu erwähnen: „Ein Wörtlein“ von
steuerleber, „Holde Erinnerung“ von Kämpf, „Die Vesper“
don Beethoven, sowie „Sturmbeschwörung“ von Dürrner.
Der Chor zeigt einen geschlossenen und farbenreichen Klang—
körper, der ernste Arbeit und verständnisreiche Stimm—
hildung erkennen ließ, bei dem man ein außerordentlich
schönes Piano bewundern konnte, der. sich aber auch den
größten Stärkegrad leisten kann, ohne Gefahr zu laufen,
hart und spröde zu klingen oder gar unschön zu wirken?
die Vortragsfolge wurde durch die ausgezeichnete Sopran—
solistin Frau Wilhelmine Huppert (Saarbrücken) bereichert.
Die Solistin verfügt über eine gut geschulte umfangreicho
Ztimme, die ganz besonders in den höchsten Lagen strah—
end und bezäubernd wirkte, besonders gefielen die Schu—
»ert'schen eder „An dié untergehende Sonne“ und
„Ganymed“. Der zweite Teil des Konzertes wurde mit
dem niederrheinischen Volkslied „Der letzte Tanz“ von
Zuecalmaglio und Kauns „Abschied“ eröffnet. Den Höhe—
zunkt der, Vortragsfolge bildete Zöllners „Der Heini von
Steier“ für Männerchör, Sopran und Violinsolo, letzteres
don Herrn Karl Dechelnick (Riegelsberg) fein, gefühlvoll
und mit großer Hingebung vorgetragen. Nicht endender
Beifall beslohnte den Dirigenten ünd seine wackeren Sänger
aind Solisten. Herr Büntgens überreichte im Namen des
M.«G.⸗V. Merzlich-Karthaus dem Dirigenten und Solisten
eine schöne Blumenspende. Die an den Schluß des ab—
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.