Full text : 5.1927-1928 (0005)

—A

Saaur⸗Saänger⸗Bund Iln

Seite 101

Harmonie“ für sich den Wettstreit abbrach. — Die weiteren
Ausführungen der Zuschrift wollen wir nicht wiedergeben,
je würden die Verstimmung nur verschärsen. Wann end—
ich, so muß man fragen, wird es bei solchen Veran—
taltungen einmal ohne tiefgehende Verstimmungen ab—
jehen? Wenn es nicht ohne Streit möglich ist, dann fort
nit den Gesangwett-,Streiten“!“
Die Schriftleitung unserer Bundeszeitschrift möchten
ziesen Zeitungsnotizen die herzliche und dringende Bitte
zinzufügen, Sängerwettstreite, die sich nun ein—
nal überlebt haben, weder zu veranstalten, noch zu be—
uchen. Sie schaden — wie ohne weiteres de aus
olchen —— ersichtlich ist — dem Inbe
uinserer ännergesangvereine empfindlich!
Der Bund der Saarvereine tritt am 13. und 14. August
n Würzburg zu seiner 7. Tagung zusammen. Geplant ist
de Kundgebüng für das abgetrennte Saar- und Pfalzgebiet.


»eging am 19. Juni der Sängerchor Bischmisheim sein
30. Stiftungsfest. Mit einem glänzenden und würdig ver⸗
aufenen Festabend und Kommers wurde die Jubelfeier
ingeleitete Behörden, Schule, Kirche und Vereine hatten
hre Vertreter entsandt. Der Vorsitzende Aug. Schmeer
childerte in trefflichen Worten die Vereinsgeschichte. Der
ßundesvertreter, Dr. Schweich, entbot Grüße und Glück—
vpünsche des Bundes und gab in seiner mit großem Beifall
rufgenommenen Rede eine klargefaßte Dor seslung über
Vesen und Entstehung des Liedes. Weitere Redner brachten
sHlückwünsche zum guten Gelingen der Veranstaltung und
beiterem Blühen des Vereins. Der 1. Teil des Abends,
belcher der Ballade gewidmet war, wurde von Chor und
zolist künstlerisch gestaltet. Seine Leistungsfähigkeit be—
eugte der Chor in Hegar's „Die beiden Särge“, die im
yrischen wie dramatischen Teile tonrein, gut schattiert,
traff rhythmisch und mit gutem Gestaltungsvermögen dar—
gebobten wurden. Der Solist des Abends, Herr Epstein,
ügte dem Programme Balladen ein, die er mit seiner
imfangreichen, gut geschulten Stimme vorzüglich wiedergab.
Mit großer Ausdrucksfähigkeit und feinem Empfinden ge—
taltetke er Hermann's „Die drei Wanderer“, worauf das
ßZublikum eine Zugabe verlangte. Die Begleitung der
ßariton-Solos lag in Händen des Vereinschormeisters W.
Z„chäfer. Dem Festabend schloß sich ein Kommers an, der
neguter Stimmung nach echter Saͤngerart seinen Verlauf
iahm. Der Sonntag brachte ein Sängerfest im Freien.
Trötz Sturm war der Wettergott noch einigermaßen hold.
die Beteiligung war rege, troß dem Nichterscheinen unserer
zrößten Gauvereine, die teilweise unter großen wirtschaft—
ichen und finanziellen Sorgen stehen. Wahrhaft rührend
var es, wie die grauen Häupter der beiden Mitbegründen
darl Diener und Johann Schmeer, beide über 809 Jahre
ilt, nach der Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden
durch den Gauvorsitzenden mit einem goldenen Kranz ge⸗—
iert wurden. Den Abschluß des Festes gab ein Massen—
hor unter Leitung W. Schäfers, der mit großer Sänger⸗
char Silchers „Ach du klärblauer Himmel“ und „Vaters
and“ von Wohlgemuth machtvoll zum Erklingen brachte
Gau Beckingen.

Gau Brebach.
Auch in diesem Jahre konnte der Vorstand des Halberger
Zäugerbundes seine Mitglieder erst am 11. Juni zur Jahres⸗
ersammlung einladen. Die vom Vorstand vorgelegte Tages—
rdnung wuürde glatt und ohne Reibung abgewickelt. Die
Ausführungen des Vorsitzenden über den Jahresbericht
eigten, daß die Entwickelung des Vereins vorwärktsschreitet.
die 50 Proben im verflossenen Geschäftsjahr waren mit
70— 8000 besucht. In der Oeffentlichkeit trat der Verein
10mal auf, was fleißige Arbeit verlangte, für die der
vorsitzende den Sängern, insbesondere dem Dirigenten
herrn Neu vielmals dankte. Der Kassenbestand hat sich
dem Vorjahre gegenüber ziemlich verbessert. Bei der Neu—
vahl wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. Unter
Verschiedenes wurde vom Vorstand beantragt, die General—
»ersammlung an Jahreswende abzuhalten. Die Versamm—
ng —z den guten Geist, der im Halberger Sänger—
zund lebt.

Am 9. I veranstaltete der Saängerchor Bischmisheim
einen würdigen Empfangsabend. Er galt der Ehrung
inseres im Jahre 1889 nach Amerika ausgewanderten, in
Syraeuse im Staate Newyork lebenden Ehrenmitgliedes
Karl 38— und seiner Frau Gemahlin. Wuchtig und
packend klangen den Ehrengästen Sängergruß, „Heimat“
uind „Vaterland“ des stattlichen, ausgeglichenen Tonkörpers
entgegen. Die Wiedersehensfeier mit den beiden Bischmis—
zeimer Kindern in dem vollbesetzten Saale war äußerst
ührend. Sangesbruder Siegel, der in seiner neuen Heimat
direktor eines großen Gesangvereins ist, dankte mit be—
vegten Worten. VSer Sängerchor B. überreichte ihm in
Treue und Verbundenheit eine Liedstiftung für den
imerikanischen Bruderverein. Die überaus wackere Sänger⸗
ichar machte sein Ehrenmitglied mit gutem deutschem Kunst-—
uind Volksgesang bekannt. Im Kreise der Sänger und
Schulkameräden wurden die Ehrengästeé herzlich geehrt und
zefeiert. — Als einer der ältesten Vereine des Bundes

Der M⸗eG.⸗B. „Germania“ Rehlingen beging am 28.
ind 29. Mai sein 25. Stiftungsfest. Am Vorabend ver—
ammelte sich der Verein, die Ehren- und Gründer-Aus—
chüsse, sowie Vorstände der Ortsvereine in den festlich
zeschmückten Sälen des Vereinslokales J einer gemüt—
ichen Kommersfeier. In dankenswerter Weise haben auch
zie Gesangvereine „Frohsinn“ und „Fidelitas“, Beckingen,
durch Vortragen einiger Lieder zur Verschönerung des
Abends beigetragen. Nach, Verklingen des Eröffnungs—
narsches begrüßte der 15 Vorsitzende Wagner die er—
chienenen Güste, wies auf die Bedeutung des Tages hin
ind streifte kurz den Werdegang des Vereins während
eines 25jährigen Bestehens. Er forderte in eindringlichen
Vorten auf, im Interesse des Vereins und des deutschen
Vedes auch fernerhin unentwegt treu zum Verein 2zu

An erster Stelle
u steht
—
„Deufsch-Pilssner“
            
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