Ba
“>
vertreten.Diese beiden Seuchen wollen aus dem Bezirke und den Nach-»arbezirken
nicht verschwinden.Doch muss erwähnt werden, dass der
acharlach im allgemeinen sehr harmlos verläuft. Jm Gegensatz hiezu
tritt die Dyphterie im Verhältnis zu den früheren Jahren wieder
7ösartiger auf. Tuberkulose Erkrankungen und Todesfälle hielten sich
im üblichen Rahmen.Erwähnt sei nur,dass einige gemeldete Fälle aus
Limbach, Altstadt und Beeden auffallend rasch tödlich verliefen.
Iyphusherde hatten wir im Berichtsjahre zwei. Leider sind dabei
auch zwei Todesfälle zu verzeichnen gewesen. Die Jnfektionsquellen
yaren beide male festzustellen und durch rechtzeitige Vorbeugungsyassnahmen
blieben die Herde ohne weiteren Einfluss auf die Umzebung-.
Interessant war es,im Zusammenhange mit den Bodenuntersuchungen
der landwirtschaftlichen Hochschule Weihenstephan, die
zus landwirtschaftlichem Interesse vorgenommen wurden,auch den gezundheitlichen
Einfluss des Bodenkalkgehaltes auf unsere Säuglinge
ınd Schulkinder zu beobachten.Jn dem kalkarmen Nordbezirk ist
Rachitis doch weitaus mehr verbreitet,als im kalkreichen Südbezirke.
Durch Vigantolverordnung, Bestrahlung mittelloser Kinder,durch künst-Liche
Höhensonne,die das Wohlfahrtsamt aus dem Ertrag der Theaterzufführung
" Blaue Jungen " ohne Bezirksunkosten beschaffen konnte,
yurde hier medizinisch — wissenschaftlich nachgeholfen und dadurch
zuter Erfolg erzielt.
Die hygienischen Verhältnisse sind im allgemeinen im Verzleich
zur heutigen Wirtschaftslage zufriedenstellend.Freilich sind
ınd bleiben viele Wünsche zunächst unerfüllt. So für Homburg-Stadt
selbst,Schlachthausneubau, Bau einer Berufsschule, Schulerweiterungen
atc. Bedauerlich und unverständlich findet es der Amtsarzt,dass den
vis jetzt fertiggestellten zwei Leichenhäusern in Homburg und
Mittelbexbach nich mehr Interesse, ja im Gegenteil Abneigung entgegengebracht
wird.
An _Schulhausneubauten, Errichtung von Wasserleitungen,
Canalisation, Einrichtung von Gemeinde- und Schulbädern, wurde in den
letzten Jahren, namentlich im Südbezirk sehr viel geleistet. Auch
eine wesentliche Besserung in der Anlage und Pflege von Friedhöfen
ist in den letzten Jahren unverkennbar.Hier möchte der Amtsarzt
ergänzend erwähnen, die Gemeinden möchten nicht so viel Gewicht
auf Neuanlage von Friedhöfen verlegen,sondern mehr auf Aufrechtsrhaltung
der alten durch Wiederbelegung,der durch Umtriebszeit
verfallenen Gräber.