III. Bericht des Bezirksarztes und Bozirks7ürsorrFcarLtc8.
Jn den bisherigen Berichten des Bezirks Homburg-Saar
mangelte ein Bericht des Amts- und Fürsorgearztes. Dessen Tätigkeit
yar in der Hauptsache mit dem Bericht des Bezirkswohlfahrtsamtes
arschöpft.Für dieses Jahr ist es aber wünschenswert,über die amtsärztliche
Tätigkeit,einen eigenen, ganz kurzen Bericht zu erstatten.
Die grossen Schäden der Kriegs- und Nachkriegszeit zwangen
1921 die Regierungskommission,die Kreise und Bezirke mit einem auszedehnten
Ausbau der Wohlfahrtsämter zu beauftragen.Jm Februar 1921
begann im Bezirk Homburg der Aufbau durch Anstellung einer Fürsorgerin.
Nach Versetzung des letzten bayerischen Bezirksarztes
Dr.Müller nach Riedenburg,übernahmen der stellvertretende Bezirksarzt
Dr. Pütterich und kurze Zeit Dr.,Sutter,die amtsärztlichen
Jeschäfte,Um die Jahreswende 1921/22 war Dr.Baer in Homburg Bezirksarzt
der Bezirke Homburg und St.Jngbert, Dr. Kuhn St.,Jngbert,
Fürsorgearzt dieser beiden Bezirke, Jm Herbst 1922 stellte der Bezirk
Homburg eine zweite Fürsorgerin ein. Jm Juli 1923 übernahm
Dr.Baer die bezirksärztliche und fürsorgeärztliche Tätigkeit für
ilen Bezirk Homburg, Dr. Kuhn die gleiche für den Bezirk St.Jngbert.
Planmässiges Weiterarbeiten und harmonische Verbindung der beiden
so eng ineinander greifenden Tätigkeiten,brachten die amtsärztliche
Tätigkeit auf ihre heute beachtenswerte Höhe. Die Stelle des Amtsund
Fürsorgearztes in Homburg war nach Versetzung Dr.Baers nach
Rockenhausen am 1.1.1928 bis 1.VII1.1928 wiederum verwaist und
yurde vom letzteren Tage ab,von Dr.Amon besetzt.Dieser kurze geschichtliche
Rückblick ist notwendig niedergeschrieben zu werden,
weil er aus den amtsärztlichen Akten nur mehr schwer herauszufinder
ist.
Die im Saargebiet sehr weit und segensreich unter der
Abteilung Volkswohlfahrt ausgebaute Wohlfahrtspflege,die notwendig
damit verbundene fürsorgeärztliche Tätigkeit,sowie vor allem die
im Bezirk Homburg hergestellte Verbindung dieser Funktion mit der
lies Amtsarztes,hat sich als sehr erspriesslich erwiesen.Aufgabe des
Amtsarztes ist es ja,die ganze Fürsorge zu überwachen und ihren
Ausbau weitgehendst zu fördern.Durch vertragliche Übernahme dieser
Tätigkeit ist der Amtsarzt in der Lage,soweit es in seinen Kräften
steht,die Ausübung der Fürsorge im ganzen Bezirke,nach einheit-Lichem
Muster selbst durchzuführen. Erfasst werden hiebei sämtliche
Zweige der Fürsorge.Diese hier zahlen- und ziffermässig aufzuführen
erübrigt sichssie finden sich unter dem Berichte des Bezirkswohlfahrtsamtes.Erwähnt
werde speziell nur Folgendes:
. Der Fürsorgearzt hat Mittwoch vormittags von 9.- 12 Uhr
jeweils Sprechstunde für sämtliche Gebiete der Fürsorge,alle
Donnerstags vormittags für Tuberkulose,alle Mittwoch nachmi£tags
für Säuglings- und Mütterberatung in Homburg ,Mittwoch nachmittags
ab 4 Uhr jeweils auch Röntgendurchleuchtungen im Landeskrankenhaus,
bei denen er in dankenswerter Weise von den Herr Ärzten des Landeskrankenhauses
unterstützt wird.An sonstigen Nachmittagen befindet
sich der Fürsorgearzt mit den beiden Fürsorgerinnen meist auswärts
bei Mütterberatungen. ( Jn den grösseren Ortschaften mindestens
einmal monatlich, mindestens einmal vierteljährlich in sämtlichen
rten des Bezirks —- oder bei Schuluntersuchungen ) Untersucht werder
bei dieser, jeweils das 1.4. und 7. bezw.8.Schuljahr., An den übrigen
/ormittagen hat der Arzt Sprechstunden auf seinem Büro im Bezirksvohlfahrtsamte,für
bezirksärztliche Tätigkeit und ausserordentlich&
jeschäfte in der Fürsorge.Die beiden Fütsorgerinnen helfen mit bei
len Sprechstunden und Untersuchungen, führen die umfangreichen
Kartotheken, versorgen und erfassen Fütsorgebedürftige durch HausgeSuche.
Als Fürsorgerinnen wirken z.Zt.Frau Kaufmann und Frl.
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Der Gesundheitszustand im Bezirke war im verflossenen Jahr:
lurchweg gut.Zu bösartigen Epedemien ist es nicht gekommen;doch
waren in fast allen Gemeinden zahlreiche Erkrankungen an Kinder-<rankheiten,
während des letzten Winters. Zweimal musste eine Schul“
36eScChlossen werden, nachdem wegen masscnhafter Erkrankungen an
teuchhustenm und Masern,fast keine Kinder mehr kamen. An melde-She
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