Full text : 1929/30 (0005)

VII. Tierzucht.

L1. Pferdezucht,
Diesc hat,wie aus folgenden Zahlen zu crsehen ist, im _Berichtsjahr
 einen neuen Rückgang crfahren müssen. Es wurden an der Dockstation
 Blicskastel
1927 77 6°4 davon zus dem Bezirk Homburre
1928 ( 7. Z n " #
1929 An 79% " „tn
gedeckt.Dics entspricht wohl dem Zeichen der Zeit,da sich landwirtschaftlich
 schlechte Zeiten in erster Linie zum Schaden der Pferdezucht$
 auswirken;man ersctzt eben cin gutes Rasse- und wertvolles Zuchtpferd
 durch cin minderwertiges Handelspferd,da dieses in Höhe der Aufzuchtkosten
 für ein edles Pferd zu erstchen ist.Dies geschieht leider
zum Schaden auf lange Sicht.Einzelzüchter versuchen mit grossen
Opfern am alten Zweibrücker Zuchtziel festzuhalten. Es waren in Blieskastel
 die beiden bekannten Hengste der Normänner Vagabund und der
Oldenburzer Thannhäuser aus dem Stammgestüt Zweibrücken aufgestellt.
Wie in den vergangenen Jahren,lecistete der Bezirk für den Ausfall an
Deckgeldern die Garantiesumme von 1500 Fr, Die bei der Prämierung
in Webenheim vorzestellten 76 Pforde livsson den gzünstizen Einfluss
der Hengststation auffallend erkennen.
2. Rindviehzucht.
Die Leistungen auf dem wichtigeren Gebiete der Rindvichzucht
hatten ihren Schwerpunkt hauptsächlich in der Beschaffung guter Bullen
mit Abstammunsgsnachweis.Es ist nicht zu leugnen,dass das Verständnis
anserer Viehhalter in den allermeisten Orten sich für diese Frage schr
vorteilhaft gebessert hat.Das Vorbild von Einöd mag daran in mancher
Beziehung seinen guten Einfluss ausgeübt haben.
Jm Frühjahr wurde ecbendort das Zuchtbuch vervollständigt und zum
Teil neu angelegt. Von einschneidender Bodeutung aber wurde dort die
Einführung der Milchleistungskontrolle,ecin Faktor,der für ein Zuchtgebiet
 unerlässlich ist.
Anlässlich des 3Zojährigen Bestehens der Zuchtgenossenschaft
für Fleckvich in Einöd fand eine wie immer quantitativ wic qualitatiyr
 sehr gut beschickte Ausstellung mit Prämierung daselbst statt.
Jungviehprämicrungen wurden ausserdem abschalten in Altheim,
Niedergailbach und Niederbexbach. Jungvichprämicrungen in mittolmässigen
 Zuchtgebiecten sind im allgemeinen nicht zu hoch einzuschätzen.,Aber
 hicr waren sie lehrreich. Es wurden benotect in
Altheim mit I = 3 Ticre
mit II = 20 Tiere
mit III = 56 Ticre
Niedermailbach mit I = 8 Tiere
mit 77 = 1} Tiere
mit | 26 Tiere
mit = 14 Tiore
mit > = 9 Tiere
mit I1LI = 4 Tiere |
In Altheim wird der Bullenhaltung wenig Entgegenkommen sezcigt;
Versuche ‚dort dio Viehzucht bei ihren äusserst zünstigen Grundbodingungen
 in die Höhe zu bringen, schlugen fehl;in den obigen Zahlen
ist das Resultat. Jn Nicdergailbach und Niederbexbach 1i05t die Bullenhaltung
 in guten Händen. Der Erfolg beweist CS. .
Bei der Hauptkörung wurden im Bezirk vorzeführt:
92 Bullen, davon gchörten
37 der Simmenthaler Kreuzung
3 der Ostfriesländer-2
 dor Glanrasse an. .
. 1l Tiere wurden von Privaten gehalten, doeh. Zur Verwendung im
Viehbestande des Besitzers. 82 Zuchtsticoro konnten angckört werden,
davon waren . x
I. Qualität =
II. "
ETT. »
            
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