LIL. Bezirkswohl fahrtsomt.
1, Allgemeines.
Zu Beginn des Serichtsjchr ss war die Stelle eines Bezirksarzte:
in Homburg noch nicht wieder besetzt,Herr Med,Rat Dr. Kuhn St.Jngbert
besorgte vertretungsweise die Geschäfte des Bezirksarztes sowie auch
des Fürsorgearztes,EÄr erlecirte_ uuck das Jupfgeschäft 1928,das
xlatten Verlauf und vollen Erfolg hatte,
Ab 1.August 1928 wurde Herr Dr. Anon zum Med.Rate in Hombur
ernannt.Derselbe übernahm auch wieder die fürsorgeärztliche Täti et
Namentlich z&uf letzterem Gebiete mb _es in der zweiten Jehreshälfte
viel nachzuholen,da in der ersten Hälfte keinerlei Schulunter suchunger
und ärztliche Müt terberatungen stattgefunden hatten.Durch die Verbindung
bezirksärztlicher und fürsorgeärztlicher Tätigkeit kam der
AmtsarzZt bald in Fühlung mit sämtlichen Geneinden des Bezirks und
konnte sich einigermassen ein Bild über den Gesurdheitszustand und
die hygienischen Verhältnisse des Bezirks machen,Der Gesundheitszustand
_ ist im allgemeinen recht befriedigend,Einen bedeutenden Unterschied
in dem Ernährungs- und Kräftezus fand müssen wir bei zwei
aäruppen von Bezirksbewöhnern unterscheiden, Der Jndex ist ein weitaus
besserer in den Orten rit fast nur landwirtschaftlicher Tätigkeit als
in den Grubenbezirken,wo der Arbeiter unter recht ungünstigen hygieni
schen Verhältnissen schwer arbeiten muss.Krankheitsfälle CAS em Sehe
der epidemischer Natur sind während des Berichtsjahres in grösseren
Unfange überhaupt nicht aufgetreten.Zu erwähnen ist lediglich eine
Scharlachepidemie ‚die vereinzelten Scharlacherkrankungen im Nordbezirke
wollen nicht aufhören, us dem Südbezirk wurde kein einziger
berichtet, Die Meldungen &n_Tuberkuloseerkrankungen ne
Erkrankungs- und 13 Todesfälle, Auch die in den lotzten Jchren so
so viel gefürchtete Grippe trat im Bezirk nicht ernster auf trotz_-der
ungünstigen klimatischen Verhältnisse,Der Hitze des Sommers _ 1928
folgte bald ein früher äusserst strenger Winter 1928/29,dessen_ Kälte
einen ungünstigen Einfluss auf den Gesundheitszusteand der Bevölkerung
befürchten liess. Tatsache ist jedoch,dass die_trockene Kälte im
zrossen und genzen gut vertragen wurde,dass allerdings gehäufte Erfrierungen
einzelner Körverteile auftraten,aber doch keine Jnfektionskrankheiten.
Erst in März 1929 brachte ein Witterunzsunmschlag
vermehrte Jnfluenza = d.s. Grippvpefälle von wenig bösartizer Natur.
2.) Fürsorgestelle für Volkszesundheit.
Jn der Durchführung der Fürsorge sind Änderungen zegenüber
jen Vorjahren nicht eingetreten, .
Über die in den einzelnen Fürsorgezweigem einmyeleiteten
und durchgeführten Hilfs- und Fürsorgemossnahmen geben die nochstehenden
Finzelübersichten Aufschluss.
a. Schwangeren- und Wöchne rinnen-Fürsorge:
Unterbringung Wäsche-| Milchı- | Barunterzur
Entbindung liefe- , Liofe- stütim
Krankenhaus: rung rung: zungen:
Beratene
Schwangere
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