III. Obstlau
( von Ohatbauverwalter Schwa):)
Die Obsternte in Jahre 1926 war im Bezirk eine vollständire
Missernte.Die Witterunz in Spätsommer und Herbste des Jahres war
vorwienend trocken undwarn,infol-edessen blieben die Obstbäume
in ihren Wachstum zurück,.Dayeren beobachtete man im Sammer 1926
zine umso rössere Neirung der Obstbäume zum Ansatz von Blütenznospen.Mit
Recht konnten wir auf einc zahlreiche Baunmblüte in
kommenden Frühjahr hoffen. Der Winter 1926/27 war in Al lrenmeinen
s;elind.Leider brachte er uns die erhoffte und notwendize Winterfeuchtigkeit
nicht,Es nmangelte mn den erwünschten Schneefal 1.Die
Obstbäume kamen zut durch den Winter.Die zahlreichen Blüten
antwickelten sich im Frühjahr 1927 normal.Wir erfreuten uns in
letzten Jahr einer selten schönen Blütenpracht und Blütenfülle.
Leider brachten uns dic mit Rocht zefürchteten Eisheilizen,die
sich durch dic bekannten Spätfröste in Mai sehr häufig in nachteilizser
Weise bemerkbar machen, unseren Bäumen und Fluren
im Berichtsjahre teilweisc rrossen Schaden.Jn allen Gere imaen,
vorwiegend in höheren Lagen,konnte nan Frostbeschädizungen feststellen.Dic
Ursache der teilweisen gerinzen Obsternte bei Äpfelg
Birnen Zwy;tschen und Wallnüssmein Jahre }927 sind somit auf die
Spätfröste vom 10. - 14. Mai zurückzufür „.Bei den Spätzwetschen
nachen sich noch die Nachwirkungen des Wıuterfrostes 1923/24
fühlbar. Die Blüte kan verhältnismnässiz spät zur Entwicke lung,
was auf dic lanm anhaltende kühle Witterung zurückzuführen ist.
Als wesentliche Störung kaın im Berichtsjalre noch das verrehrte
Auftreten. der Fros tspannerraupen angesehen werden, was te sonders
in cinzelnen Lagen bei den Kirschbäunmen geradezu katastrophal
ar, Vorwiegend waren es dic Höhen,dic vom Frostspanner I ingesucht
wurden, während dic Kirschbäune in niedrigeren Lagen zien-Lich
verschont zeblieben sind.
Ausser den Frostschäden und Raupenfrassbeschädizumg en
hatten die Obstbäume noch unter Stürmen und Hagel zu leiden.
Die Anfang Juli cinsetzenden orkanartigen Stürne haben in
3inzelnen Gemeinden starke Bäume abgerissen,welche teilweise
von den Stürmen nit fort zenonnen wurden.Durch den mitverbunderer
Jazel zeirten die Obstbäume einen trostlosen Anblick,.Die stark
verhagelten Obstfrüchte zeigten teilweise alsbald faule Stellen,
jlazegen haben sich weniger geschädigte Früchte wieder weiter
ontwickelt.Sic mussten allerdings als minderwertiges 0b t verraucht
werden.Bei den zahlreichen Nicderschlägen in Berichtsjahre
und bei der lang anhaltenden kühlen Witterung m ben sich
>inzelne Sorten wie: Schöner von Boskoop,Rheinischer Bohnapfel
Hasedorn, Sicbenschläfer,Graue Renette und Winter-Ranmbour zut%ß
hewährte
1, Anpflanzunr von Obstbäunmen,
Das Interesse für Obstbau hat auch im letzten Jahre
bedeutend zuzenommen. Als Beweis dafür zclten lic zrosse Zahl
ler Obstbäume die zur Anpflanzung komnen., Auf Grund von Erhebungen
und Beobachtun;en wurden rd.2500 Obstbäume angepflanzt.Da nun..der
Bam durchschnittlich nach der Pflanzunz doch mindestens 3.- M.
oder 18,.- Fr.Wert repräsentiert,bilden die junge Obstbäume cinc
Mehrun® des Volksveruögens in Gesantwerte von 7500 M.0oder 45000
Pr, Was Aie Qualität,dioc Auswahl der Obstsorten, dic Vorbereitung
les Bodens,sowie das Pflanzen,Entformnungen und Schützen dcr
jungen Bäume anlangt,so ist entschieden in de: letzten Jahre
ain wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Wenn zwar auf di0sen
Sebicte auch noch manches zu wünschen übrig bleibt,so kann man
loch überall,soweit dic Belchrungen uni Unterweisungen dur chn6-aärunen
sind,eine bedeutende Besserung feststellen.