Full text: Die mittlere Saar (6)

Nez 1 Miranen Hase od 
YWoriwort, 
Wie die vorhergehenden Bände meiner Bildermappenreihe, {jo erzählt aucd) der vorliegende Band 
„Die mittlere Saar“ von der Schönheit diejes Teiles unferer Saarheimat. 
Das engere obere Saartal verbreitert fid) unterhalb Saarbrückens. Rechts und links dehnen fich Wiefen 
und gelder aus. Die waldigen und fanft abfallenden Hügel haben fidh vom Jukbett etwas entfernt. Nur 
an einer Stelle des mittleren Saartals {prinat ein {teiler Göhenzug, der Limberg, auf die Saar zu und 
verleiht dadurch) diejfem Teil der Saarlandjcdhaft ein befonderes Gepräge, Bei Saarlouis ermeitert fid) 
wieder das Saartal zu einem aroken Becken und wird erft unterhalb Dillingens wieder enger. 
Xn mwirtf{dhaftlidher Beziehung wird das mittlere Sanartal von der Hütteninduftrie und der Landwirt{chaft 
deherricht. Der Kohlenbergbau tritt da fajt ganz zurück. Das arößte Hüttenwerk in diefem Teil des 
Saarlandes ft das Röchlingfidhe Eijen: und Stahlmerk. Ein weiteres für das faarländijche Wirtfchafts- 
(eben wichtiges Werk ijt die Dillinger Hütte. Der Iandwirt{chaftliche Mittelpunkt ijt das Saarlouifer Becken 
mit der Kreisftadt Saarlouis. Der eigenartige Reiz, den die Landi{chaft des mittleren Saartales bietet, 
liegt in den immer wieder anders gearteten und aufs neue überrafhenden Ausblicken von den Höhenzügen. 
Die meiften der hier gezeigten Bilder tragen diefer Eigenart des mittleren Saartales Rechnung. Zu den 
Pand{chHaftsbildern treten Aufnahmen von den Hüttenwerken, von rein Jandwirt{chaftlidhen Gebieten 
und Kiebliche Ortsbilder hinzu. ANe zujammen aber beweijen, daß die Zujammenbalung von Indultrie 
und Menjcdhen nicht vermocht hat, die natürliche Schönheit der Saartallandjcdhaft zu beeinträchtigen. 
Mit dem eriten Band meiner Bilderalbenreihe „Unjere Heimat“, der 1930 erfchienen ift, Hatte ich mir 
zur Bflicht gemacht, im Zeitraum der midernatürlidhen politijdhen und wirtfdhaftlidhen Abtrennung des 
Saarlandes vom deutjicdhen Mutterlande mit einer Bilderfolge auf diefes {dhöne Stückchen deuticdher Erde 
aufmerkjam zu machen. Der 6. Band „Die mittlere Saar“ ijt als Abjhlugband diejer Bildwerke gedacht. 
Reider ermöglichten es die Raumverhältniffe nicht, al das Schöne, mas fonft noch bei uns vorhanden it, 
im Bilde miederzugeben, fo daß ich mich auf beitimmte Ausfcdhnitte beichränken mußte. 
Mögen diefe mit tiefer Heimatliebe erfaßten Bilder von dem jhHönen Landan der Saar mit der 
aleiden Liebe aufgenommen werden, dann ijft die Aufgabe, die ich mir geftellt habe, voll und ganz erfüllt. 
Zaarbrücken, im Auauit 1934. 
Mar Wen kb. 
„7 m
	        
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