Full text: Der Saar-Freund (7.1926)

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Bücherbesprechung. 
Reichsbanktheorie und Wirischaftsverfall“ nennt sich eine 
soeben eerheede der Saarbrücker Druckerei und 
Vertag A⸗G, Saarbrücken 3, Rafhausplatz 5, er—⸗ 
schienene Broschüre von Dr. oec. publ. Hermann Savelkouls. 
Preis 6 Franken oder 1 RM. Das, Büchlein greift in knapper, 
scharfer Form die bisherige Politik der Reichsbank und der 
Graßbanken an. Zuerst werden auf Grund der allgemeinen 
Krisenlehren die theoretischen Grundlagen der Reichsbankpolitit 
entwickelt. Der Verfasser beschuldigt die Reichsbank, daß sie 
schon hier gegen ihre feierlich verkündeten Ziele gearbeitet hat 
daß sie die Inflation schafft, die Senkung der Preise verhindert 
die Wirtschaft verseucht, große Schuld krägt an dem heutigen 
Elend. Eine Anzahl beliebter neuer wirtschaftspolitischer Theo— 
rien und Schlagworte wird zerpflückt. Weiterhin werden die 
Gefahren der Bankherrschaft gezeigt, auf die Kehrseite der Ame— 
rikanisierungsforderungen hingewiesen, das Versagen der Wirt— 
schaftsführer geprüft. Der schwer bedrohte industrielle Mittelstand 
wird warm verteidigt. Ein eigenes Kapitel ist der Wuchermenta— 
lität gewidmet. Nach dem Vorschlag einer neuen „Luftrichtung' 
schlictzt der Verfasser mit einer Anean auf die Entwicklung der 
nächsten Zeit, die er für hoffnungslos hält, wenn wir nicht auf— 
hören, irgendwelches wirtschaftliche Geschehen als schicksalbestimmt 
anzunehmen. „Es gibt keine Wirtschaftsgesetze, die der Mensch 
nicht dehnen, biegen, ja zerbrechen kann.“ Das kleine Wert ist 
immer flott, manchmal wuchtig geschrieben und ein wertvoller 
Beitrag zur Kritik der Reichsbankpolitik: 
„Das Saarknappschafisgesetz', so nennt sich eine im Vetlage 
der Saarbrücker Druckerei und Verlag A.-G. Saar— 
brücken 3, Rathausplatz s5, in Vorbereitung befindende 
Broschüre, Preis 1 RM. J 
Das nach dem Vertrag von Versailles weiterhin für das 
Saargebiet in Kraft gebliebene — Knappschaftsgesetz vom 
17. Juli 1912 wurde durch eine Verordnung der Regierungs— 
kommission für das Saargebiet vom 16. September 1923 wesent⸗ 
lich abgeändert, sein Gellungsbereich auf das ganze Saargebiet 
ausgedehnt und der Titel 7 des Bayerischen Berggesekes, der für 
der Beamtenbund 
Zeitschrift des Beamsenbundes des saargeblels. 
Mit der Herausgabe der Zeitschrift hat der Beamten⸗ 
bund des Saargebiets einem lange gehegten Wunsche 
jeiner Mitglieder entsprochen. Auch wir begrüßen 
die Herausgabe der Zeitschrift: kann man sich doch 
schon aus den bisher erichienenen Rummern ein Bilb 
von der intensiven Tätigkeit des Beamtenbundes des 
Saargebiets machen. Wir können den Ortsgruppen 
des Bundes der Saarvereine, besonders aber den 
Beamten, die früher im Saargebiet tätig waren, den 
Bezug der Zeitschrift nur empfehlen. 
Bestellungen nimmt jede Vostanstalt entgegen. 
IN. 
arbeitsfreudig (Saarländer), 29 Jahre alt, Absolvent 
der Maschinenbauschule Bingen (Examen als Masch 
und Eisenhochbauing.), 4 jähr. prakt. Tätigkeit auf 
der Grube Heinitz. Kriegszeit bei Eisenbahntruppen 
zusz Jahre als Konstrukteur und Statiker bei ersten 
Fitmen, Jucht, da abgebaut, bis späteltens zum 
J. Juni Stellung 
Eilangebote an 
Frite Blümer, Düsseldort, 
Oberbilferallee 303 I11* 
zen Bayerischen Teil des Saargebiets die Rechtsgrundlage fur 
nappschaftliche Versicherung abgab, aufgehoben. Durch 
weilere Verordnung wurden die für den Saarbergbau bestel 
den Knappschaftsvereine zu einem Saarknappschaftsv 
ein zusannmengesait dessen Organisation etwa der 
R. K. V. (Reichsknappfchaftsverein) entspricht. Da aber 
dem Inkrafttreten des R. K. G. (Reichsknappschaftsgesetzes) d 
23. 7 23 alle landesgesetzlichen Bestimmungen über das Kna— 
schaftswesen aufgehoben, aber im Saargebiet weiterhin be 
halten und späier abgeändert wurden, ist die für das Saau 
biet geltende gesetzliche Materie sehr unübersichtlich geword 
Um diesem allseits empfuͤndenen Uebelstande abzuhelfen, hat 
uͤnterzeichnete Verlag jsämtlhiche für das Saargeb— 
gelkenden geseßlichen Vorschrifsten, einschli 
kich der Knäppsschaftskriegsgesetze und den zu 
schen der deutschen Regierungund Regierun 
kommission des Saargebiets sowie zwischen« 
Saarknrappschaftsvercinen und dem R. K. V. 
troffenen Vereinbarungen in einer Brooschre 
zusammengefaßt, deren Zusammenstellung in fachmän 
berufenster Weise durch das M. d. L. Karius, Mitglied 
Beratungs⸗ und Aufsichtsausschusses der Geschäftsstelle S 
Verein, Saarbrücken-Hannover erfolgt ist. Der Verlag 
Vorbesiellungen möglichst umgehend aufgeben zu wollen. 
Ein Werk, welches sich die Erhaltung deutscher Kultur g 
Saar, an der Ruhr und am Rhein als hohes Ziel gesteckt hat 
das soeben schon in dritter, vermehrter Auflage im Verlage 
Franz Vahlen in Berlig Wo9, Linkstraße 16 
schienene Werk „Der politische Charakter derfr— 
zösischen Kulturprapaganda am Rhein. 
Grund eetsce Dostumente von Erich-9 
Kaden und Max Springer.“ (Preis gebunden 4 M. 
Briefkasten. 
Von L. in S. M. 2,50 mit bestem Dank erhalten. 
Von Z3. in G. Mk. 6.— mit bestem Dank erhalten. 
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„kisan lLothringisehe ittenungen 
JUusatriorto Woohons ohrift B. Jahrganst 
Orgao des Hliusbundes fũr die Elsab-Cothringer im Reiec 
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Behandlung der Kriegs-, Verdrängungs- u. Liquidatiop- 
Schaden, Vertriebenenfragen. Fütsorge. Steuer- m 
Wirischaftsangelegenheiten. 
Die Zeitschtift informiert ũber Politik. 
Geschichte, Volks- und Heimatkunde, 
Theater, lLiteratur, Kunst, Kunstgewerbe, 
IHandel, Gewerbe. Industrie und Land- 
wirtschast Blsaß-Lothringens / Romane, 
Novellen, Eczahlungen, Reiseschilde- 
rungen, Sagen iun Hochdeutseh u. Dialekt 
Postberug vierteliührlieh (13 Nummern) . .. RM. 2.4 
Kreuabandberzuge, * .37. RM. 2Be 
Proboheste und Bestellungen an Els.Lotht. Hilisbund 
Verlag a H.“ Berun-Schbnebere. Martin Lutherstt. 27 
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1 
Das deutsche Saargebiet 
unter der Fremdherrschalt 
von Otto Andres. 
Von der Goschaftsstelle „Saar⸗Verein“, Berlin SW.n 
Koöniggrätzer Shiehe —* von 1.— M 
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Erlbheint zunächst mongtlich zweeim,al, am 1. und 15. mit der vierseitigen illustrierten Mongtsbeilage SaarHeitmatbilder“. Vestellunge 
durch die Voigoe Postanstalten GPostzeitungspreisliste S 266) erbeten. InSonderfällen erfolat Zusendung durch die Geschaftostelle Sa areBe 
Berlim SW. 116 sönigg,täartzer Süraße u, FernsprecheAuschluß: Amt Hasenheide uiß. — Bezugapreiis moungthisch: 50 Goldpsfeg 
Alle Zahlungen auf Posifchedkonts Berlin N. 1. er aß v oder duf deutsche Baut, gpiae O, Verlin SW. Al, Velle Allianee⸗Platz 15, in v 
Folton jur Konto „Geschäftsftelle Saar⸗Verein“ mit dem Vermerk „Saar⸗Freund“ erbeten. — Fürr die Schriftleitung verantwortlich: Kurt Meüurer 
VBerlag: Geschäftastelle Zaar-Verein“. Bersin SWy1. Añnigaräker Straße 4, Druc: Deutscher Schrifteuverlag, Verlin SW
	        
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