2. In einem traurigen Tone
sprach er so hoch herab:
Wie hoch ist es vom Throne
zur Erd ins dunkle Grab!
O Herr, du hast mirs gegeben
die Krone, das Schwert und das Leben.
nun stürzest du mich herab
vom Throne zur Erde ins Grab.
Josephus der drückte dem Laudone
zum letzten Mal die Hand.,
dem alten treuen Barone,
der weit und breit bekannt.
dankt ihm für seine Treue
im ganzen Feldegeschreie,
weint um den alten Greis,
der wie der Schnee so weiß.
Der Leib muß wieder zur Erde.
woraus ihn Gott erschuf,
muß Staub und Asche werden
im Reich der Totengruft.
Es sei Papst, Kaiser oder König,
der Tod fragt darnach wenig,
er nimmt den Herrn Baron
als wie den Hirtensohn.
Hier liegt Josephus der Zweite,
der römischer Kaiser war,
Theresia wohl an der Seite,
die ihn zur Welt gebar.
In Fried und Freud und Schlummer
liegt Joseph ohne Kummer,
zu Wien in einem Sarg
liegt Joseph der Monarch.
Sein Grabstein ist gezieret,
wie's einem Monarchen gebührt,
mit Reimen ausstaffieret,
dem Titel, den er führt,
daß jedermann kann lesen,
was er auf Erden gewefen:
Ein großmächtiger Held,
der gekämpfet hat im Feld.
General Laudon, von dem im Liede gesagt wird, er sei weit und breit
bekannt, lebte noch lange im Gedächtnis des Volkes; im Beginn unseres Jahr—
hunderts erklang noch in Siebeldingen und Westheim das Gesätzlein:
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