Knausholz Sl. Einfache Fln.: auf Hölzert Hasborn O.; zusammengesetzte Fln.:
Bannholz Büdingen Mz., Seiterholz Mondorf Mz., Wehrholz Auersmacher Sb.,
Jungholz Naßweiler Sb., in den Oickhölzern St. Wendel, Holzhau Merzig, Holz—
geheg Neunkirchen O., Holzgehäu Spiesen und Landsweiler O. (gehäu wahr—
scheinlich — geheg).
Ein Niederwald mit dem Nebensinn des Hochliegenden wird in Fln. vielfach
Horst (mhd. u. ahd. hurst, horst) genannt. Fln.: Horscht Brotdorf Mz., Horst—
gewann Besseringen Mz., Horst und großer Horst Limbach Sl., Hirst Mar—
bingen We.
Selten erscheint das Wort „Forst“, das zweifellos gelehrten Ursprunges ist.
Flu.: Forst Urweiler We., Herchenbach Sb., Kammerforst Merzig. (Forst aus
mlat. forestis)).
Dick oder Dickt ist eine früher oft gebrauchte Bezeichnung für Dickicht
oder dichte Waldung. Fln.: auf der Dickt Mechern Mz., Bärendick Dudweiler Sb.,
Kirchendick Neunkirchen O., Gemeindickt Oüppenweiler Mz., gebrannte Dickt
Merchweiler O., Habschter (d. h. Habschieder) Dick Saarbrücken?).
Hard (vergl. Pfälzer Hard, Spessart, Harz u. a.) ist hier ein meist zur Weide
genutzter lichter Bergwald. On.: Hirtel (S kleine Hard) Sb. Fln.: Hardt Saar—
brücken, Dirmingen O., Fürth O. Stennweiler O., Werbeln Sl., Besseringen Mz.
Scheid bedeutet ursprünglich Grenze. Da Grenzen in früheren Zeiten am
stärksten durch Wälder gebildet wurden, flossen schließlich die Bedeutungen von
Wald und Scheid zusammen, und Scheid nahm die Bedeutung von Wald an.
Zahlreich sind die On. und Fln. mit Scheid Echied), besonders mit scheid
schied) als Gw., in den waldreichen Gegenden Westdeutschlands. Allein im
oreußischen Teil des Saargebiets zieht sich von Süden nach Norden durch das
ehemals fast geschlossene Waldgebiet eine Reihe von scheid Orten: Scheidt,
Sengscheid (119 Singescheit d. h. die gesengte oder verbrannte Scheid, die
Rodung oder Sang auf der Scheid), Quierschied, Bietschied, Pflugscheid, Wahl⸗
schied und Lummerschied im Kreise Saarbrücken, Hierscheid und Lindscheid im
Kreise Ottweiler, Knorrscheid und Falscheid im Kreis Saarlautern. Dazu treten
noch die Wüstungen Habscheid Sb., Honscheid bei Dirmingen O. u. Engscheidter
Hof bei Lotzweiler O. Zusammengesetzte Fln. mit scheid als Gw. finden sich
zahlreich: Ramschied Düppenweiler Mz., Homscheid Biringen Mz., Allscheid
* Altscheid) Limbach Sl., Scheidwald Werbeln Sl. und Schwemlingen Mz.
Hagen, oft zu Hain, Hahn verschliffen, war zuerst ein Waldgehege mit dem
Nebensinn des Hochliegenden. On.: Hahn bei Lebach Sl. Flu.: Hahn Saar—
brücken, Reimsbach Mz., Limbach Sl., Hähnchen Ittersdorf Sl., Hahnwald
Hargarten Mz. Besonders liebt man die Zusammensetzungen mit
Dorn (Fln.: Hahndorn Überroth O., Hador Berus Sl., Hagedor Karlingen Sl.),
mit Berg (Fln. Hahnenberg Ottweiler, Hahmberg Niederlinxweiler We.),
Born und Brunnen (Hahmborn Niederlinxweiler We., Hahnenbrunnen Ottweiler,
Hahnenborn Urexweiler We.), mit Bach (Sambach Gresaubach Sl.), mit
Büsch (GHahnbüsch Bübingen Sb. Hambösch Güdingen Sb.), mit Buche
Hambuch d. h. Hagenbuche Urexweiler We., Saarhölzbach Mz., Wellingen Mz.,
Hahnenbuch Fechingen Sb., Hahnbüchen Wellesweiler O., Hambuchenstock
Bedersdorf Sl. Hambüchen und Hambücherlängt Differten Sl.), wobei sich oft
das „n“ dem „be zu „m“ angleicht, ferner auch Zusammenfetzungen mit Wald
Hahnmnwald Hargarten Mz.) und Heck (Hahnenheck Rittenhofen Sb. und Balters-)
BVergl. E. Ehristmann w. a. V.
Zu den Wüstungen Habscheid, Honscheid und Engscheid vergl. Ludwig Prinz: Die
Wüstungen des Saarlandes. Ottweiler 1935.