29. Sammlung kleiner Schriften der Kameral-Hohen-Schule zu Lautern. Mannheim
und Lautern 1781.
30. Skono mische Abhandlungen. 2 Bände. Leipzig 1805.
31. Kleine ökonomische Aufsätze. Mannheim 1804.
Weitere volkswirtschaftliche Abhandlungen find im Mannheimer Kalender oder
als selbständige Schriften erschienen. Ausführlich wird darüber in der in Vorbereitung
befindlichen Arbeit gehandelt werden. Vorläufig wird verwiesen auf Webler a. a. O. (4)
Über die Schwierigkeiten, die Medicus bei der Erhaltung des Gartens zu über⸗
winden hatte, geben Akten des Badischen Generallandesarchivs in Karlsruhe Aus—
kunft. (Akten der AUniversität Heidelberg.) Über die Überlassung des Gartens an
Medicus geben ebenfalls die Akten in Karlsruhe (Universität Heidelberg, Acta-Ar. 771)
Nachricht. Nach einem Schreiben vom März 1807 hat Medicus im Frühjahr 1807
um die Protokollierung einer Schenkung gebeten und eine Urkunde vom März 1806
vorgelegt, wonach der König von Bayern ihm den Garten als Eigentum geschenkt hat.
Siehe Manuskript S. 66 ff. DRemnach wurde der Plan eines Gartens in München
bereits 1803 erwogen und schon damals gedachte man Medicus mit der Einrichtung
zu betrauen. Aber erst 1807 näherte sich der Plan der Berwirklichung und Medicus,
jetzt bereits kränklich, fühlte sich außer Stande, die Aufgabe zu übernehmen. Die
Ausführungen von Kistner (M a. a. O. S. 129 sind entsprechend zu ergänzen.
Von den forstwirtschaftlichen Arbeiten sind in erster Linie zu nennen:
32. Unächter Acacienbaum. 5 Bände. Leipzig 1796-1801.
33. Beiträge zur Forstwissenschaft. Leipzig 1796.
834. Forstjournal. 2 Teile. Leipzig 1797 - 1800.
35. Beiträge zur Kultur exotischer Gewächse. Mannheim 1806.
Weitere Beiträge finden sich in den ökonomischen Abh. a. a. O. (30).
Vergl. ferner W. Heß, Lebensbilder hervorragender Forstmänner. Berlin 1885.
Auch über die Gartenkunst hat Medicus Arbeiten verfaßt. Hier sei nur angeführt:
36. Beiträge zur schönen Gartenkunst. Mannheim 1782. 2. Aufl. 1783.
Über die Bedeutung von Medicus für die Forstwirtschaft und praktischen Botanik
soll in der Biographie näher gehandelt werden.
In dem biographischen Manuskript heißt es: „Indessen fügte ich mich meiner
neuen Bestimmung, und fieng an, mich in die Kräuterlehre mit besonderem Eifer
immer mehr einzustudieren.“ — Vergl. ferner etwa Gesch. d. Botanik (13) S. II.
Zu seiner botanischen Vorbildung sagt Medicus in der Selbstbiographie folgendes
(Manuskript S. 18-19 und 24-25): „Nun hatte ich zwar in Tübingen unter den
verühmten J. G. Gmelin, rühmlichst bekannt durch seine Russischen Reisen, die
Kräuterlehre nach Linné gehört, und hatte unter andern die in der Folge berühmten
Kölreuter und Gärtner, welche nicht nur an Jahren älter als ich, sondern bereits ent
schiedene warme Freunde der Vaturgeschichte waren, und auf Universitäten schon
beträchtliche Sammlungen aus allen DVaturreichen besaßen, zu Mithörern und zu
Freunden, deren Umgang meine Liebe zu diesen Wissenschaften belebte und ver—
mehrte.“ „Vorzüglich besuchte ich (— in Paris — die Naturforscher, und unter
diesen den alten Condamine, von dem ich ungeachtet seiner gänzlichen Taubheit sehr
wohl aufgenommen war und der mich nützlich unterhielt. Oühamel besuchte ich
fleißig, weil ich, als ein geborener Liebhaber vom Forstwesen, von ihm zu lernen
suchte, wozu er sich äußerst bereitwillig finden ließ. Unter den Kräuterkennern machte
ich mit Jußien, Adanson und dem liebenswürdigen Thouin Bekanntschaft.“
In den Pflanzenanatomischen Beiträgen (19 heißt es S. 5/6, daß Medicus
seine Vorliebe für die Pflanzenphysiologie dem vortrefflichen Ouhamel zu verdanken
habe, der ihn auf sein Lieblingsfach hinleitete. »Denn während meines Aufenthalts
in Paris in dem Winter 1765/66 machte er mich mit seinen Erfahrungen und Grund—
sätzen bekannt, und flößte mir eine besondere Neigung ein, in die Fußtapfen dieses
biederen freundschaftlichen Mannes zu treten.“ Uber die Bedeutung der erwähnten
Forscher sh. die angeführten Werke zur Gesch. d. Botanik (16—21).
Abgedruckt in den Acta palatinae III, B, (5) S. 116-192 und in den Pflanzen
physiologischen Abhandlungen J. (15) S. 32165.
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