var. stenoloba Döll: Zipfel des Mittellappeps schmallineal; bei Contwig!
rar. intercedens Beck: Zipfel des Mittellappens breit, gestutzt und gekerbt:
bei Contwig-Dellfeld!
f. revoluta Ruppt.: Perigonblätter fast von ihrem Grund an zurückgeschlagen.
Diese Form kommt 2u oft vor, um nur blobe Monstrosität zu sein. Auch
M. Schulze hat mir diese Form gezeigt und schreibt:, Pflanzen mit glockig
absstehenden, an der Spitze zurückgeschlagenen Perigonblättern, die tage
lang in Wasser gestellt, wie auch verpflanzt niemals diese Stellung derzelben
veründerten, fand ich in einzelnen Pxemplaren an mehreren Stellen
der Jenauer Flora.“ Die Blütenähre hat ein ganz ungewohntes Ansehen.
do an der Südflanke des Birnbergs über Bübingen mit Ophr. apifera! und im
Dontwiger Kiefernwald mit O. fusca, O. fusca x militaris, O. militaris typ.,
Aceras anthropophora, Ophr. muscifera und Cephalanthera pallens! (V. n.
V. 1925, Tafel V, Abb. 2.)
. peralba Ruppt. (wohl identisch mit albiflora Cam., Blümml, Asch. u. Gbn..
Dortesi, Murr). Blüten durchaus weiß, auch die Papillen der Lippe.
So am Hunneéeberg bei Forbach! und bei Zzweibrücken!
Orchis Simia Lam.s) — Affen-Knabenkraut.
Höôhe 25—30 cm (bei uns). Der O. militaris ähnlich in Färbung und
Habitus. Indessen ist die Ahre kürzer, fast kKugelig; der Helm eiförmig, spitz,
zwar auch aschgrau, aber mit purpurner Linien- und Punktzeichnung. Die
ganz eigenartige Lippe ist zunächst tief dreilappig, der Mittellappen aber dann
tief in 2zwei den Seitenlappen gleichbreite und wie diess gekrümmte oder verkrũmmte
Zipfel geteilt. Das Mediastinum ist kürzer, aber noch einmal so breit
als die Seitenlappen. Alle vier Segmente sind am Ende spitzlich und nicht verbreitert.
Die weibe bis rosaviolette Platte des Mittellappens trügt purpurne
Papillen, die Abschnitte sind rosapurpurn, oft tiefpurpurrot. O. Sinua ist die
ainzige Orchis mit centrifugaler Inflorescenz, d. h., beĩ ihr erbsühen zuerst die
obersten Knospen. — Anfang V — Anfang VI. — Atlantisch-mediterran.
Auf grasigen, sonnigen Hügeln, in lichten Gebüschen und an Waldrändern
Spontan nur an einer Stelle: Auf dem Nack bei Merzig! (entdeckt von Welter.
FPg.). Auf dem Plateau des Birnbergs von mir angesalbt (2 Expl.)! —
Da O. Simia an unserem Standort unfern von O. militaris wächst und
Bastarde z2wischen beiden gar nicht selten sind, sollte man auf diese achten.
Aus vielen Bastardformen sind bisher 4 festgelegt worden; sie sind im allgemeinen
leicht von O. Simia dadurch zu unterscheiden, daß bei ihnen das
Mediastinum schmäler wird im Vergleich zu den Primärabschnitten, daß es
länger wird im Vergleich mit den Abschnitten und datz die Secundärabschnitte
sich verkürzen und sich an ihrer stumpfwerdenden Spitze verbreitern,
Orchis pallens L. — Blasses Knabenkraut. Diese Art, deren Repnzeichen
im Bestimmungsschlüssel zu finden sind, wurde erwähnt, veil bei
hrer Neigung für disjunktes Vorkommen, es nicht ganz upmöglich ware, sie
gelegentlich in unsern linksrheinischen Kalkgebirgen anzutreffen. Die Angaben
0) Die Bezeichnung dieser Orchis als Affen-Orchis wegen ihrer den 4 Gliedmaben
ahnlichen Lippenteilung ist verständlich, aber doch genau genommen nicht ganz
richtig. Hier Sind nämlich die die Arme vertretenden Abpsohmtte kürzer als die die
Beine vorstellenden. Wir hätten also eher einen Menschen vor uns, und zwar ob der
grotesken Verrenkungen der Segmente einen Excentrik-Tanzer, während andererseits
die Acèras, die „hangender Mensch“ heißt, die Signatur Affe eher zukäme, da die
Lippe der letzteren, mit langeren Armen als Beinen vamεον, weit mehr pithecoid wirkt.
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