Full text : 2.1938 (0002)

dem meist weit geringer einzuschützen, obgleich er immer wieder von solchen,
die oberflüchlich Ungeprüftes nachbeten, an erster Stelle genannt zu werden
pflegt. — Bei der Feststellung der Standorte und der Herstellung der Pflanzenbilder
 haben besonders mötgewirkt die Herren Wilh. Freiberg, Walter Kremp
Wilhelm Beck, Dr. Ludwig, August Welter und M. Dewes. Sie alle können
sich meines innigsten Dankes versichert halten.

Die Grenzen des bearbeiteten Gebiets sind etwas weit gesteckt, weiter als
man nach dem Titel vermuten könnte. Es mubte insbesondere die so nahe
politische Grenze überschritten werden, weil die jenseitigen Gegenden oround
 hydrographisch und somit auch floristisch zu unserm Gebiet gehören, und
also die Arbeit ein ungerundeter, einseitiger Torso geblieben wäre; übrigens
habe ich die deutsche, Sprachgrenze“ nicht überschritten. Andererseits wurden
alle Arten, die die Nachbarfloren — und hier spielt nur Trier eine kKonkurrierende
 Rolle — uns voraus haben, zumindest mit ihren Diagnosen aufgefühbrt.
Dadurch ist es auch dem auberhalb unserer Mark stehenden möglich, das Buch
erfolgreich zu benutzen; zu diesen zähle ich besonders meine linksrheinischen
Landsleute, denen nun eine bisher noch nicht vorhandene Orchideenflora des
deutschen Westens an Hand gegeben ist.

Orchidaceae

Die Orchidaceen sind monocotylische Kräuter oder Halbsträucher, be—
sonders in den feuchtwarmen Tropen einheimisch, woselbst jährlich neue
Arten entdeckt werden. Die Gesamtzahl der Arten dieser Familie beträgt heute
etwa 15000 und wird nur von der der Compositen übertroffen. Die für
unser Gebiet in Betracht Kommenden wenigep Arten sind entweder erdbewohnende
 (terrestrische), chlorophyllführende oder humus bewohnende (Saprophytische),
 chlorophyllarme Gewächse. Ihre Grundachse ist knollig oder
kriechend. Ihr Stengel einfach, aufrecht oder aufstrebend, am Grund
mit scheidigen Niederblättern versehen, über diesen Laub- oder Schuppenblätter
 tragend. Die Stengelblätter sind ungeteilt und ganzrandig, scheidig
und nur die obersten zuwéilen sitzend. Blüten meist in Ahren oder Trauben;
sie stehen in den Achseln der Deckblätter. Die Hülle besteht aus 2 Kreisen;
die 3 àuhern Hüllblätter sind ziemlich gleichgestaltet, von den 3 inneren ist
eins zur Lippe umgewandelt. Staubblätter J, seltener 2, der Säule aufsitzend,
welche auf der vorderen oberen Seite die drüsige Narbe trägt. Fruchtknoten
unterstündig, einfücherig mit 3 wandständigen, gegabelten, mit Eichen versehenen
 Leisten. Die Kapsel-Frucht springt mit 6 Längsspalten auf. Samen
sehr Klein, ohne Näbrgewebe, mit ungegliedertem Keimling.

Bestimmungs-Schlüssel
für saarländisehe Orchideengattungen
(mit Berücksichtigung chedem vorhandener und neu zu erwartender
Arten, sowie solchen der Nachbargebieteé).

la. Lippe holzschuhartig aufgeblasen, bis 4 om lang, meist gelb; seitliche Sepala
fast völlig verwachsen und nach unten geérichtet: Uypripedium. pag. 177.
b. Lippe Konkav, flach oder Konvex, nie aufgeblasen: 2.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.