Full text : 2.1938 (0002)

die von den Psiloceraten abzuleiten ist und Auberlich in die Nachbarschaft
der später vorherrschenden Arieèten führt. Ob ihr Entstehungsgebiet wirklich,
wie früher angenommen, im Mittelmeerraum lag, erscheint heute, nach der
Fülle des Neuen aus Norddeutschland, Lauterbacher Graben, Rraichgau,
Albersweiler., Lothringen, Pariser Becken und England mehr als nur zweifelhaft.
Mit diesen Formen zusammen fand LANGE ein weiteres Ammonitengeschlecht,
 die Saxoceraten. Auberlich ähneln sie sehr den später nachfolgenden
 Schlotheimien, in der Form der oft geschwungenen Berippung, der
Neigung zur Hochmündigkeit u. a. m. So führten sie auch zu zahllosen Ver—
wechslungen und damit bei der leider allzu häufigen Ubung, überalterte
Literaturangaben ohne Nachprüfung der Fundstücke zu ühernehmen, zu
inem wahren Rattenkönig falscher Angaben.
Immer möglich ist die Unterscheidung der Formen im Altersstadium da—
durch, daß die höchste Höhe der Rippen bei ihnen wie bei den Psiloceraten
stets auf der Flanke und nicht auf der Aubenseite gelegen ist, während bei
Schlotheimiu die Rippen im Alter auf der Flanke verblassen und auf der Außenseite
 sich verstärken (Abb. 4). Stammesgeschichtlich dürften die Saxoceraten
das Bindeglied zwischen Psiloceras und Schlotheimid sein.
Die Ergebnisss von Angersbach im Lauterbacher Graben (JuNG8T,
1927 a) und Göttingen (noch nicht veröffentlicht) veranlaßhten LANGE sodann
 (1931), eine untere Zone des Sacoceras schröderi V. L., darüber die des
Savoceras anqgersbachense WV. L.. während welcher beider Zeit auch Pro-—

—JD

Abb. 4
Schema der Altersberippung von Psiloceras und Saxoceras (a)
und Schlotheimia (b)

arictites laqueolus SCELOBENB. vorkommt, von der oberen Zone mit Savocerds
costatum V. L. und Proaurietites laqueus QU. und quedlinburqensis W. L. abzutrennen.

Hier seien die beiden ersten vorläufig als die Saxoceraten-Zone von der
letteren als der eigentlichen Proarieten-Zone abgetrennt, da die Bearbeitung
des FPundmateérials noch vicht völlig ausreicht.
            
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