dennenrand, im Schweizer Jura (vielleicht bis in den Südwesten von Baselꝰ)
und in Südwürttemberg, im Thüringer Becken wie im Harzvorland, überall
ist das Meer in starkem Vordringen. Ortlich kKönnen sich dabei für diese nicht
allzu kurze Zeit der Johnstoni-Herrschaft kleine Rückschläge bemerkbar
nachen, die in Sandssteinen und Geröllbildung zum Ausdruck Fommen.
Die Hagenowi-Zone der Psilonoten-Schichten.
As war mir die größte und kKaum noch erhoffte Bestätigung der Arbeitsↄrgebnisse
in Norddeutschland und Frankreich, als nach tagelangem vergeblichem
Klopfen die erste Kalkhank über der dieken Johnstoni-Bank der
Siebeldinger Grube doch ein, dann mehrere Exemplare des Psilophllites
haqenowi DRV. hergab.
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pung und Lobenlinie stellen eine offensichtliche Rückentwicklung gegenüber
den vorherigen Verwandten dar. Letztere sind großwüchsiger, zeigen eine
starke und vielfältig wechselnde Berippung, ferner ist die Lobenlinie eine
achte Ammonitenlobenlinie des Jura, während die des Ps. hagenoui an solche
von Ceratiten der Trias erinnert. Rin so guter Kenner wie W. LANGE (1924)
der erstmalig die Stellung dieser Art als Leitfossil erkannt hatte, sah deshalb
in ihr eine Kummerform, entstanden infolge immer gröher werdender Einengung
des Meeres und Lebensraumes z2u einem engen norddeutschen Becken.
Denn er erkannte, daß in diese Zeit in weiten Teilen Norddeutschlands eine
bedeutende Rückzugsbewegung des Meeéres fiel. Etwas andersartige Formen
schienen im württembergischen Becken etwa gleichzeitig entstanden zu sein
vgl. M. SCLMIDI, 1925).
Diese Theorie der Kümmerform mubte aufgegeben werden, als ich zuerst
mm Angersbach im Lauterbacher Graben, dann bei Göttingen und an anderen
Stellen Mitteldeutschlands diese Zone nachweisen konnte und sich das englische
Belegmaterial mehrte. Damit war einerseits die Verbindung NorddSüddeutschlands,
sodann die Weéeiträumigkeit des norddeutschen Meeresraums
gesichert. Durch glückliche Funde ließ sich ferner die stammesgeschichtliche
Ableitung dieses Geschlechts von Ahnenformen der Johnstoni-LCeit
sichern); auch die süddeutschen Formen lassen sich in diese einreihen.
Trota der somit erwiesenen gröhßeren Weite des Hagenowi-Meéres blieb
dennoch die Tatsache der starken Rückzüge an vielen Stellen weiterhin erwiesen,
so besonders im nördlichen Harzvorland und am Rande des Rheinizchen
Schiefergebirges. Als ich daher in französischen Sammlungen mehrfach
Hagenowi-Formen aus dem Béreich von Semur und des westlichsten Lothcingen
fand, wurde die Frage immer brennender, ob die meéerischen Verbindungen
des Pariser Beckens auf dem direkten Wege durch die Zaberner Senke
oder im Norden auf dem Umweg über England erfolgt sei. Denn Albersweiler
hatte mir noch keinerlei Belege geliefert, auch im Kraichgau wurde das
Vorhandensein dieser Zone abgeleugnet. Es gelang dann, nach eingehender
Durcharbeitung der dünnen, den Tonen eingeschalteten Kalkbänke von
dSiebeldingen und des Kraichgau in beiden Fällen in der richtigen Lage im
Profil die Hagenowi-Zone mit ausreichendem Beélegmaterial nachzu—
weisen.
, ) Auch von Uffhausen bei Freiburg (Brsg.) hatte ich ein mögliches Poiloceras
johnstoni in gleicher oben erwähnter Erhaltung in Händen! Man vergleiche aber
PFANNENSTIIEL (1932).
4) Vgl. JONGSAæ. Die Abstammung der Psilophylliten. In Niederschrift.
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