Marsch nach Frankreich 18149.
MN — —
— ——————
L-A ÛA α σ σ α α ιι
Viva Kaiser Franz!
Was macht der König von Preußen?
Er ist mit seiner Armee in Frankreich nein marschiert,
hat seinen schwarzen Adler mit Blumen geziert, valeri.
Ihr Herren Grenadiere,
wie auch ihr Musketiere,
dieweil ihr seid zum ersten voran,
so greifet die Franzosen nur herzhaft an! Valeri.
Ihr Herren Dragoner,
geschwind als wie der Donner,
chwenkt euch auf eure Pferd,
ergreift die Pistöler und ziehet das Schwert! Valeri.
Ihr Herren Keresreiter (Kürassiere)
wie auch ihr tapfern Streiter,
dieweil ihr seid mit Eisen bekleid't,
so zeiget den Franzosen eure Tapferkeit! Valeri.
Ihr Herren Husaren
wie auch ihr (unvollständig),
diew eil ihr seid so kuraschiert,
so haut alles nieder. was ihr antrapiert.
Juheisa viva lustig!
Trink einmal, es durst mich,
auf aus, schenk wiederum ein,
das soll dem König Maximilian seine Gesundheit sein.
Auf das Mißgeschick des Franzosenkaisers in der Schlacht bei Paris am
30. März 1814 bezieht sich ein Lied „O du ODeutschland, du sollst mirs ge—
denken, du hast mich von meinem Chron gestürzt“), das sich in einem alten
Liederbuch aus Freisbach findet; es ist darin von der Nationalgarde die Rede,
die am 8. Januar 1814 errichtet wurde und in dieser Schlacht kämpfte. Vom
Sturz Napoleons 1814 ist auch in einem Liede die Rede, das in Neustadt, Lustadt
und Westheim im Beginn unseres Jahrhunderts noch gesungen wurde; es be—
ginnt „Es flog ein Adler aus Frankreich heraus, Kuckuck! Er flog dem
römischen Kaiser ins HRaus Kuckuck!“s) Ein Lied aus Ginsweiler. das nach der
) Bgl. Erk-Böhme. III. Nr. 1311.
) Klein. S. 119. Vgl. Wolfram. Nr. 497.
Klein. S. 131; Bgl. Ditfurth, Hist. Bolksl. 1. Bd. Abt. III. Nr. 55: Ders., Fränk.
Volksl. II. Nr. 240.