Full text : 2.1938 (0002)

Der Hauptmann voll Mut:
Wir fürchten kein Blut!
Wenn das Tuch nicht brennt in der Tasche
und die Stadt liegt in der Asche,
so lassen wir ja nicht
Stadt Philippsburg im Stich.
Sechs Tag und sieben Nacht
hab'n die Bomben gekracht.
Da sieht man sie laufen
der Franzosen ganze Haufen,
ie begehren auf Ehr
die Festung nicht mehr.
Singt vivat allzumal,
hoch leb unser General!
Unser König soll leben,
der Kronprinz daneben
und alle Offizier!
Lust'ge Bayern sein wir.
Später sind auch von diesem Liede zahlreiche Nachbildungen entstandenh.
In der Pfalz erklang es wieder mit geringen Abänderungen 1849 bei den Be—
lagerungen von Germersheim und Landau durch den Freischärler-Oberst Blenker.
Eine andere Umbildung wurde in Erlenbach bei Kaiserslautern, Frohnbach und
Schallodenbach mit geringen Abweichungen gesungen:
Einmarsch der Franzosen in den Rheinkreis.

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 Straßburg am Rhein
die Franzosen rücken ein.
Sie wollens frisch wagen,
den Rheinkreis zu belagern;
sie bauen rasch drauf
ihre Schanzen hoch auf.
Ein Tag und eine Nacht
haben die Bomben gekracht.
Da kamen gelaufen
Franzosen in hellen Haufen
hinaus in das freie Feld,
was uns Bayern gefällt.

*.

ySiehe Erk-Böhme. II. Nr. 363 u. 364. (Schleswig-Holstein u. Sebastobol); ODitfurth,
Histor. Volksl. 2. Bd. Abt. IV. Nr. 73; Ders., Hist. Volksl. d. bayr. Heeres. Nr. 54
Freytag, SHist. Volksl. d. sächs. Heeres. Dresden 1802. S. 94. Nr. 56; Wolfram.
Nr. 465b; Lewalter, Deutsche Volkslieder in Niederhessen aus dem Munde des Vol⸗
tes gesammelt. Kassel 1896. V. Nr. 56; Zeitschr. für Volkskunde. 26. (1916.) S. 186.
Bolte).

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