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focht die Division Marchand vom Corps des Marschalls Ney
unter dem Marschall Macdonald, die Division Delmas spät
am Nachmittage in der Schlacht von Môckern und die Divisionen
Riccard und Albert marschirten in Folge widersprechender
Befehle Ney’s zwischen Wachau und der Parthe hin und her
und nahmen an keiner der en diesem Tage gelieferten Schlachten
Teil. In der Schlacht von Leipzig am 18 October befehligte
Ney den linken Flügel der franzôsischen Armée gegen das
Corps Langeron’s von der schlesischen Armee unter Blücher
und gegen die ganze verbündete Nordarmee. Das Verhältnise
seiner Truppen gegen jene des Feindes war wie eins zu drei,
kein Wunder, dass er weder Schänfeld noch Paunsdorf, noch
Sellerhausen behaupten konnte und sich bis auf eine kleine
halbe Stunde von Leipzig zurückziehen musste, besonders
da er durch den Uebergang der Sachsen plôtzlich um 5.000
Mann und 26 Kanonen beraubt wurde. Er ward verwundet
und nahm am der Schlacht von Hanau, obschon in manchen
Büchern das Gegentheil steht, keinen Antheil.
Im Anfange des Jahres 1814 befehligte der Marschall Ney
das Corps der Vogesen, welches fast nur aus Gardetruppen
bestand. Aber Ende Januar berief Napoléon ihn um seine Person,
er begleitete ihn in alle Kämpfe und leitete die gefählichsten
Unternehmungen. Nach der Einnahme von Paris durch
die Verbündeten unterhandelte Ney nebst Macdonald and
Caulaincourt vergeblich auf die Grundlage der bedingten
Thronentsagung und schloss dann nebst den ebengenannten
Grosswürdenträgern den sogenannten Tractat von Fontainebleau.
Kônig Ludwig XVIII. ernannte den Marschall Ney
am 20. Mai 1814 zum Oberbefehlshaber des käôniglichen Corps
der Dragoner, Chasseurs und Lanciers von Frankreich und
vab ihm im Juni desselben Jahres das Commando der sechsten
Militärdivision.
Die neue Ordnung der Dinge, welcher Ney, wie es in seinem
Charakter lag, aufrichtig sich angeschlossen hatte, misbehagte
ihm bald, und er zog sich, des Hoflebens schnell müde, auf
seine Besitzung Coudreaux bei Châteaudun zurück. Im Anfange
des März 1815 erhielt er Befehl, sich in aller File in seine
Militärdivision zu begeben. Er reiste noch denselben Tag ab,
erfuhr zu Paris mit Befremden die Nachricht von den Fortschritten
Bonaparte’s und hatte bei Ludwig XVIII. eine Audienz,
in welcher er disem Monarchen seiner Treue vereicherte,
und ging dann in seine Militärdivision nach Besançon ab.
Napoléon erzählte auf St. Helena : « Der Marschall Ney meinte