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cken, aber ein Hagel von Haubitzgranaten und Kartätschen
ries ganze Reihen der Stürmenden nieder. Ney liess nicht
ab, Sturmfolgte auf Sturm, aber Alles war vergebens und die
Kraît der Franzosen war erschôpit; in wilder Bestürzung
ergriff Ney’s Corps die Flueht und nur mit Mühe gelang es dem
Marschall, 1,500 Mann mit zwei Kanonen zu sammeln. In
unbekanntem Lande, bei fürchterlicher Kälte, fasste Ney den
Entschlüss, den Dnieper zuzueilen, über den festgefrorenen
Strom zu gehen und sich mit dem Hauptheere zu vereinigen.
Viertausend todte oder verwundete Franzosen lagen auf dem
Schlachtfelde, gegen elftausend Wehrlose ergaben sich am
nächsten Tage den Russen, alles Geschütz mit Ausnahme der
erwähnenten zwei Kanonen war verloren. Ney hatte sich mit
dem geringen Reste auf der Strasse von Smolensk zurügezogen ;
die Russen hatten sein Corps im Grunde vernichtet und es
kam nur noch auf seine eigene Gefangennahme an. Mit einbrechendem
Abend den 18. November brach Ney auf, zog, nach
Norden über die Schneewüste, kam um drei Uhr des Morgens
am Dniepr in einem grossen von den Einwohnern verlassenen
Dorfe an. Nach kurzer Ruhe gab der Marschall Befehl, über
das Eis des Dnieprs zu gehen. Da kam auch das letzte Uebel.
Ein Südwestwing hatte Thau und Regen gebracht und die
Oberfläche des gefrorenen Stromes war nich nur äusserst
schläpfrig, sondern auch unsicherngeworden. Ney befehl,
dass Fussgänger und Reiter einander sachte in geringer Entfernung
folgen sollten, damit unter gehäufter Last die Stromdecke
nicht einbreche. Anfangs gehorchte man, dann drängte
man sich, das Eis brach, und dreihundert der tapfersten Soldaten
versanken in die Tiefe. In den Strom wurden gestürzt
die beiden Kanonen, der Reisewagen des Marschalls, die
Kriegskasse desselben. Zwälfhundert Mann waren von dem
ganzen Corps Ney’s noch übrig. und zogen durch dichte Waldungen
auf menschen leeren Pfaden, machten am Ausgange
des Waldes Halt bei einem menschenleeren Dorf. Hier
glaubte das Häuflein von den unerhôrten Anstrengungen
etwas ausruhen zu dürfen, um so mehr, da der inzwischen
augethaute Dniepr sie vor jeder Verfolgung schütze. Aber
plôtzlich wurde die kleine Schar von Platoff angegriffen,
musste rastlos weiter durch die Wälder, erreichte einzelne
Bauerhôfe, we die Noth sie zwang Halt zu machen. Weiter
2og sie nach kurzer Rast, und wieder erschien ein Offizier der
Russen, welche gar zu gern einen Marschall von Frankreich
refangen genommen hätten, une forderten zur Ergebund auf.