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linger Seite) hatte vom grossen Zehnt das Stift 2/0, der
Pastor von Hesslingen 1/6, die Herrschaît von Forbach
2/6 u. das Kloster von Oberhomburg — später das Metzer
Seminar — das letzte Sechstel. Vom kleinen Zehnt hatte
in Spichern d. Stift 2/3, der Pastor 1/3 u. d. Neubruchzehnt.
Der Zehnt war für die lieferungspflichtigen Bauersleute
gine lästige u. unbequeme Abgabe, für die Empfänger
desselben aber auch eine teure u. verdriessliche Einnahme.
Schon die auf dem Zehnt lastenden Kirchenbaukosten
und Lieferungen der Kultusgeräte bildeten ein schweres
Gegengewicht. Dazu kamen die häufigen und oft sehr lang
dauernden Prozesse. In Ermangelung der alten Rechtsdokumente,
wo die herkômmlichen Zehntleistungen aufgeschrieben
waren u. die meistens bei der allgemeinen
Verwüstung durch den 30 jährigen Krieg verloren gegangen
waren, war es für beide Parteien oft schwierig im Fordern
u. im Geben das richtige Mass zu finden. Ausser den gewôhnlichen
Plackereien, die jedem Zehnbezug anklebten,
hatte das Stift Arnual, weil'es jenseits der Landesgrenze
lag, noch besondere Schwierigkeiten. Um die Zehntfrüchte
aus dem Lothringischen heimzufahren sollte der franzôsische
Intendant für jedes Jahr ihm einen besondern
Pass dafür ausstellen. Im Interesse der Volksversorgung
oder aus militärischen Gründen versagte aber der Intendant,
zumal in Fehljahren, die Ausfuhr der Feldprodukte.
Das Stift musste dam diese nach dem lothr. Marktpreise
im Lande selbst verkaufen, so gut es ging. Erhielt es aber
die verlangte Ausfuhrerlaubnis, dann stellte sich zu guter
Letzt auf der Strasse Forbach-Saarbrücken der gefürchtete
Zôllner in den Weg, verlangte die beiderseitigen Pässe
ab und das « gebührende Weggelt », was aber das Stift in
cinem Prozesse mit der Herrschaft Forbach, die da einen
Durchgangszoll beanspruchte, nachwies nicht schuldig
zu sein (vergl. anliegd. saarbrück. Pass).
Kurz und gut, für das Stift Arnual war sein « Lothringer
Zehnt » keine Rose ohne Dornen. Was Wunder, wenn es
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