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Diese Kamin- und Ofenplatten lassen sich in zwei Kategorien
enteilen, je nach ihrer ursprünglichen Bestimmung.
Die einen dick, gross, sehr schwer, bildeten in den hohen
und tiefen Kaminen der umfangreichen Küchen, Fluren und
Wohnräumen der herrschaftlichen Häuser die Rückwand
der Mauer, vor welcher der Kesselhaken herunterhing, oder
vor ihnen stacken in der Kohlen- und Aschen-Glut die Kochund
Fleischtôpfe, in denen eine kôstliche Mahlzeit brodelte,
auch streckten sich vor ihnen hinaus die in ihren künstlichen
Formen so vielgestaltigen Feuerbôcke, auf denen
gewaltige dem nahem Wald entnommene Holzklôtze in
hellen Flammen krachten.
Die auf diesen befindlichen Bilder sind meistens der
Heraldik entnommen, mit den Wappen Frankreichs, der
Bourbonen, Lothringens, eines kirchlichen Würdenträgers,
oder eines Herren des Landes, des Ortes, sogar des Ilauses;
oft auch gehôren sie zur Mytologie, zur Geographie, zum
alten oder neuen Testamente. -
Es trifft nicht selten zu, dass sich, hinter diesen Kaminplatten
ein Wandschrank befindet, den man im Grossherzogtum
Luxemburg und in den benachbarten Grenzdôrfern
heute noch Takeschaf nennt. In diesem Schranke
befinden sich alsdann die Windeln der Hauskinder, oder
Bretter aus Eisenblech auf denen Milch und Käse der
Gährung harren, ja der Jäger hält auch dort seine Jagdpatronen
und sein Pulver trocken !
Die anderen, welche wir richtiger Ofenplatten benennen
werden, sind nicht so gross, sondern leichter und dünn;
ihre Bilder sind hauptsächlich der’ Bibel entnommen und
nicht der Heraldik; sie haben Verwendung gefunden beim
Bau der Zimmerôfen die teils aus Gusseisen teils aus Kacheln
bestanden; die Ränder dieser -Platten sind noch -düûnner
und lassen gut anerkennen wie weit sie im Bau'des Ofens
eingelassen worden waren; die in diesen Rändern vorgesehenen
Einkerbungen zeigen wo die Haken standen.
Man kann annehmen, dass in den Winter-Sonntagen die