Full text: Nach der Schicht (48)

Seite 578 
—— 
Geb 1 für S ber 1952 
,ebetsmeinungen Iur September 19: 
1. Allgemeine Meinung: Starkmut Nenn aber Millionen von Katholiken 
im Bekenntnis des Glaubens, zcquält werden bis aufs Blut, dann 
& jeht die sogenannte zivilisierte Welt 
Die letzten Jahrzehnte haben es aller Gemütsruhe zu. Die Presse 
dewiesen, daß die göttliche Beglau- chreibt, es gäbe überhaupt keine 
digung der Kirche durch das Marty- X<atholikenverfolgung, Theologen 
rium nicht nur eine Angelegenheit ibier Art bereisen die Satelliten- 
der Kirchengeschichte vergangener taaten und bescheinigen, daß sie 
Jahrhunderte ist, sondern unsere irgends etwas von Katholikenver- 
Zeit genau 60 angeht, wie die dama- olgung gemerkt hätten. Der rote 
\igen Jahre der Verfolgung. Die ‘ekan Jefferson von Canterbury er- 
Garundtugend des Starkmutes genügt ält sogar den Stalinorden und be- 
noch nicht, um alien Qualen zum auptet sich auf seinem Kanoiker- 
Trotz fest und stark zu bleiben. Wir sel. „Es kommt die Zeit, da jeder 
haben es ja auch zur Nazizeit er- er euch tötet, damit einen Diens! 
lebt, wie man die Familien und Ein- rwiesen zu haben glaubt. — Da wer- 
zelpersonen bis herab zum Kind en viele im Glauben irre werden 
peinigt und versucht, zum Abfall zu inander verraten und hassen. 
bringen. Wir haben von Mexiko und Matth. 24, 9—14). Der Haß gegen 
Spanien die teuflischen Kunstgriffe 'hristus und seine Kirche ist dae 
ler Satansbrut gegen die tapferen erkzeug, mit dem der Satan ohne 
Katholiken erfahren. Wer zählt die Aussicht auf Erfolg immer wieder 
Tausende von Märtyrern aus allen 'hristus angeht. Wohl wird er man- 
Ständen und Jahren? Wer stellt die hes Schäflein von Hirt und Herde 
Kirchen fest, die man geschändet rennen. Aber er wird gegen eine 
ınd verbrannt hat? Dann kamen der Vand von Granit angehen, 
Reihe nach Rußland, Polen, Ungarn, Warum werden die Menschen leicht 
Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, chwach? Sie fürchten sich vor irdi- 
Fechechei, Albanien sowie die Bal- chen Verlusten, vor Peinen und 
tenstaaten an die Reihe. Gott allein Qualen, vor Bioßstellung und Ge- 
kennt die Namen und die Peinen der ängnis, vor Kerker und Galgen. Es 
Märtyrer. Gott der Herr stärkte sie ehit ihnen an Liebe zu Christus, 
nit Kraft aus der Höhe. Bischöfe, onet würden sie ihn nicht verraten, 
Priester, Ordensleute und Laien — m ihr elendes irdisches Leben zu 
alle bewährten sich ak Helden etten. Die Wüste Afrikas hat die 
Christi. Selbst in Italien haben die 7ettel wiedergegeben, die einst 
Zottesieugner roter Farbe zahlreiche chwache Christen eich geben !ießen, 
Priester heimtückisch umgebracht. m sich vor Pein und Tod um Christi 
Als der Nihilist Ferrer in Barcelona rillen zu sichern... Sie hießen „Zettel- 
las verdiente Schicksal hatte, als hesmänner“. Sie ließen sich näm- 
Mörder aus Kommunistenkreisen ich eine Bescheinigung ausstellen, 
hingerichtet wurden, erhob sich ein laß sie den Göttern geopfert hätten. 
Wutechrei durch die ganze Welt lann ließ man sie m Ruhe Abaı 
„Nach der Schicht” 
Nummer ? 
HEIMATFEST 
im Zeichen des Kreuzes 
Tholey., Erstmals nach dem Kriege 
eierten die acht Schaumberggemein:- 
len Tholey, Thelev, Hasbern- 
Jautweiler, Sotzweiler, Nel 
‚el, Scheuern, Ueberroth- 
oindscheid und Bergweiler 
in Heimatfest unter dem Kreuz des 
jas Land weit überragenden Ehren- 
nals auf dem Schaumbe,g,. Landrat Dr. 
ichütz wußte im einer packenden Rede 
m Samstag die große Kulturtagung 
;1s eine Demonstration für Frieden 
°reiheit und Menschenwürde zu kenn- 
‚eichnen, Im Rahmen des feierlicher 
>ontifikalamtes des H. H. Abtes Dr 
»etrus Borne auf dem Schaumberg am 
ionntag sprach Pater Ambresius in er- 
ebender Weise ven der Heimat, dem 
/aterhaus, der Familie, dem Land und 
einer heimatlichen Kultur. Unsert 
Heimat steht im Schatien der Ablei 
lie seit mehr als 1208 Jahren die Hand 
egnend über sie hielt. sagte der Pre. 
Jiger. Es sei ein cchtes Heimaifest 
las hier gefeiert wird, weil es in sold 
<hüner Weise mit dem heiligen Opfer 
suf dem hohen Berge der Heimat be. 
;onnen werde. „Wir müssen einma 
zott dankbar sein für die schöne Hei: 
nat an der Saar, dankbar sein für der 
Xohlstand den wir haben, unser 1äg- 
iches Brot, unsere Arbeit und eintf 
*üMe von Möglichkeiten, für den Un: 
erhalt der Familie zu sorgen. Dank: 
)ar müssen wir auch sein dafür, daß 
5ott unsere Heimat in den großen Krie- 
‚em erhalten hat. Und nicht zuletisz! 
nüssen wir Gott dankbır scin für der 
hristlichen Glauben in unserer Hei; 
nat“ sagte Pater Ambrosius, Dies 
ılles gelte es zu erhalten. indem wır 
‚eu zur Heimat und ireu zu Gaoti 
tehen. Während beim feiecli-hren Get. 
esdienst die Männerchire von Theley 
Tholey, Hasborn-Sotzweiler. Bergwei 
er gemeinsam die deuische Schubert: 
nesse sangen, nahm der Taz dann ur 
‘er weiterer Mitwirkung der Musik: 
Kapelle Tholey und des Mandolinen: 
klubs Theley mit Gesang und Musik 
sinen frohem Verlasf und ein schöne, 
Ende. 
nur hienieden, Der Allmächtige läßt 
teinen Verrat ungesühnt. „Wer mich 
vor den Menschen verleugnet, den 
verde ich auch vor meinem Vater 
‚erleugnen, der im Himmel ist.“ 
Tuk. 12, 8). ® 
Es gab auch bei uns eine Zeit, da 
nan eich fürchtete, mit der Fron- 
eichnamsprozession zu gehen, weil 
lie Feinde der Kirche mit Fotos fest- 
;tellten, wer den Mut zu diesem 
zang hatte, Der Verkehr mit Prie- 
tern war den Helden der braunen 
Aasse verboten. Man wollte ja alles, 
vas Priester war, ausrotten und an 
hre Stelle Blockwarte setzen. Es 
cam aber anders, feiger Selbstmord 
yar die Rettung in die Arme Satans 
Wer den Mut hat, seinen Glauben 
:hrlich und offen zu bekennen, der 
jenießt auch die Achtung der Geg- 
1er, während der Feigling mit Rech{ 
erachtet wird. Es gab Menschen, 
Jie klug sein wollten ung sagten: 
ch will dem Namen nach aus der 
Kirche austreten. Um meine Stelle 
u behalten und meiner Familie das 
3rot zu sichern, muß ich so handeln 
ch bleibe im Herzen doch, was ich 
in, und gehe nach wie vor in meine 
iirche! Kann man zum Schein ab- 
allen und zum Schein glauben? Man 
ann doch nicht zwei Herren dienen 
Matth. 6,24). Die Mutter der sieben 
nakkabäischen Brüder feuerte ihre 
£inder an, für ihren Glauben zu 
terben und den Tyrannen den Wil- 
en nicht zu tun. 
Die Koreaner und Chinesen würden 
uns ja beschämen, wenn wir den 
Mut verlören und „den Götzen 
wferten“ durch Abfall vom Glauben, 
C.K. 
(Fortsetzung von Titelseite) 
jer, „die Juden fordern Wunderzeichen, die 
Heiden suchen Weisheit, wir aber predigen 
Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein 
Aergernis, den Heiden eine Torheit, denen 
aber, die berufen sind, ob Juden oder Hei- 
jen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weis- 
ıeit.”” Darum will der Apostel nichts anderes 
wissen, als Christus, unseren Gott, der un- 
;eretwegen ans Kreuz geschlagen werden 
wollte, der am Schmachholz des Kreuzes 
hängen wollte wie ein Verfluchter, wie ein 
Geächteter und Ausgestoßener. Christus, der 
Gekreuzigte, der am Kreuz Erhöhte, aber hat 
ıllein die Macht, uns an sich zu ziehen, uns 
von den Sünden zu reinigen, uns mit seiner 
Gnade auszustatten, uns zu sich in den Him- 
mel hinaufzuführen. Er ist vom Himmel her- 
ıbgekommen und ist dorthin zurückgekehrt, 
nachdem er sein Opfer vollendet hatte. Er 
vesitzt die Macht, uns zu sich in den Himmel 
zu nehmen, wohin er uns vorangegangen ist. 
Er kann die Menschen so fest mit sich ver- 
ajnigen, daß niemand die aus seinen Händen 
reißen kann, die der Vater ihm gegeben hat. 
Zr hat uns losgekauft durch sein kostbares 
Blut. Er konnte mit Recht sagen: „Ich gebe 
hnen das ewige Leben, und sie werden in 
Swigkeit nicht zugrunde gehen, und niemand 
wird sie meiner Hand entreißen.“ Daß wir 
loch immer an das trostvolle Wort des Hei- 
ands dächten: „Wenn ich von der Erde er- 
hoht sein werde, werde ich alles an mich 
ziehen.‘ Es ist das eine unfehlbare Verhei- 
Bung unseres Hohenpriesters. Sie ist uns eine 
Quelle absoluten Vertrauens. Wenn er für 
ıns gestorben ist, als wir seine Feinde waren, 
wie kann er uns da die Gnade der Verzeihung 
ınd der Heiligung versagen, jetzt, da wir die 
sünde verabscheuen und danacht trachten, 
ins loszusosen von der verkehrten Anhang- 
ichkeit an das Geschopf und an das Ich. um 
nzig nur ihm zu gefallen. 
Christi Tod ist die Quelle unserer Hoff- 
ung. Aber damit sein Sterben uns wirklich 
11102 mMilccan wir an cnınar Pacciann tellnceh. 
nen. Die Früchte der Erlösung werden nur 
lem zuteil, der sie pflückt, der sich einschal- 
et in das Opfer Christi und geistigen Anteil 
laran nimmt. Wir müssen das Leiden Christi 
nit Mitgefühl betrachten, im Geiste lebendi- 
ıen Glaubens und hingebender Liebe. Vor 
lem aber müssen wir am Opfer der heiligen 
Aesse, in dem sich Christi Opfertod erneuert, 
ait Andacht teilnehmen. Er hat das unbhutige 
)pfer der heiligen Messe gerade deshalb ein- 
‚esetzt, damit durch alle Zeiten hindurch die 
irinnerung an das Opfer auf Kalvaria wach- 
;ehalten werde, und damit die Früchte des 
Creuzesopfers uns zugewendet werden. 
Auf dem Altar findet ständig die Kreuz- 
rhöhung statt, hier vollzieht sich das gleiche 
Ipfer wie auf Golgatha. Es ist derselbe 
)pferpriester, die gleiche Opfergabe, nur die 
\ırt und Weise ist verschieden. Christus 
‚,pfert sich selbst durch die Hande des Prie- 
ters seinem himmlischen Vater auf, auf dem 
Altar gegenwärtig im Zustand des Opfers 
ınter den Gestalten von Brot und Wein. Wol- 
en wir uns ganz durchdringen mit dem 
zeiste und der Gesinnung Jesu, dann müssen 
vir gern und oft kommunizieren, andachtig. 
n der heiligen Kommunion schenkt Jesus 
ich uns und reinigt unsere Seele von allen 
Jeberbleibseln der Sünde, weckt in uns die 
"ugenden des Glaubens, der Hoffnung und 
ler Liebe, stärkt uns im Kampfe gegen das 
zZöse, und gibt uns Lust und Kraft zum 
luten. 
Xreuz auf sich und folge mir nach.‘ In dieser 
hochherzigen Annahme des Kreuzes werden 
wir immer mehr eins mit Christus. Gewiß 
;püren wir manchmal sehr die Last, die un- 
jere Schultern drückt und unsere Seele ir 
Frauer versetzt, daß wir oft genug versuch! 
;jind, mit dem Apostel Paulus zu sprechen, 
Jaß das Leben uns anekelt. Aber wie Paulus 
nüssen wir den betrachten. der uns bis zum 
"ode geliebt hat. In den Stunden, da der Leib 
zemartert wird, die Seele bis ins Tiefste er 
;chüttert wird und die Finsternis und die 
Vacht des Leidens unseren Geist bedrückt 
la müssen wir erst recht die Verbindung mit 
"hristus suchen. Dann können wir in Wahr: 
jeit sagen: „Mit Christus bin ich ans Kreuz 
‚eheftet‘”, aber auch die Worte sagen, die 
»aulus im zweiten Korintherbrief nieder: 
ıchrieb: „Ich fließe über vor Frende in af 
neiner Trubsal ” 
Im Kreuz allein ist Heil, in ihm das Leben 
n ihm Schutz gegen den Feind, in ihm Kraf‘ 
ies Geistes und Fortschritt in der Heiligung 
Das Kreuz wurde uns bei der heihger 
°aufe auf die Stırn und auf die Brust ge- 
eichnet. So sind wir als mit dem Kreuz Be- 
‚eichnete, mit dem Kreuz Besiegelte wahrhaf‘ 
'ünger des Gekreuzigten. Unsere Losung se! 
lie, des heiligen Paulus: „Es sei mir ferne 
nich zu ruhmen, es sei denn im Kreuze def 
4errn. Durch ıhn ist mir die Welt vgekreuzie 
ınd ich der Welt 
Was uns dann weiter in Verbindung mit 
‚cm gekreuzigten Heiland bringt, das ist das 
‚eduldige Leiden aus Liebe zu ihm. Die Lei- 
en und Widerwärtigkeiten, die wir hinieden 
rfahren, sind vor allem geeignet, uns Chri- 
tus immer ähnlicher und gleichformiger zu 
nachen. Wir müssen alle ein Kreuz tragen, 
nd jeder denkt, daß er das schwerste hat, 
ber wie kann ein Christ erwarten, einst mit 
"hristus zu {(riumphieren, wenn er nicht mit 
hm leidet? Hat doch der Herr gesagt: „Wer 
1ein Jünaer gein will der nehme laäolich sein 
Nehmen wir doch das Kreuz an. wie immer 
»$ gestaltet sein mag. Es mag noch so schwe! 
jein, wir können es tragen, wenn wir uns 
ıuicht dacı gcn s'rauben, Christus sprach das 
schöne Wort: „Soll ich den Kelch nıcht trin: 
(en, den mein Vater mir gegeben hat?“ Auch 
vir sollen ‚Ja‘ sagen zu dem Kreuz, das die 
zöttliche Vorsechung uns reicht. In der groß: 
nütigen Bereitschaft zum Tragen des Kreuzes 
ijegt ein tiefer Frieden verborgen. Dem, der 
willig das Kreuz trägt, wird es zu einem 
‚anften Lose und zu einer leichten Burde, 
Dr. Th.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.