Full text : 7.1931 (0007)

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Saarheimatbilder

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ich ihnen von den „Saar-Dolomiten
und ihren Klettermöglichkeiten, ich er
zählte ihnen von der Gedenktafel und
schließe: „Und wenn ihr diese Marmor
tafel gefunden habt, dann seid ihr rei
für das Schwerste, dann könnt ihr klet
tern.“ .....
Ein weiteres Jahr ist vergangen, und
an einem lichten Frühlingstage bin id
wieder im Kamin, welcher zur Vogt
platte hinaufführt. Ich lasse meine Blich
mporschweifen, um etwaige Schäden
welche der vergangene Winter verursach
haben könnte, festzustellen, und bemerke
daß die Marmortafel mit den schönster
Frühlingsblumen geschmückt ist. Schon
denke ich, daß mein Wanderfreund diesen
Blumenschmuck angebracht hat, da fallen
meine Augen auf einen mit Steiner
beschwerten Zettel, der die Worte trägt
„Können wir jetzt klettern?
Die Jungen vom Großlitzner.
Gewiß, ihr könnt jetzt klettern, ihr lieber
Buben, wie müßt ihr in diesen Fels
wänden herumgestiegen sein, um die von
außen überhaupt nicht sichtbare Gedenk—
tafel zu finden! ....
Es jährt sich abermals, als Kletterlehrer der Sektior
des D.Oe. A.V. übe ich mit der Jugendgruppe der Sektior
in den Wänden der Serriger Felsen. Dreien gelingt es, mi
hilfe von zwei Seilen zur „Vogtplatte“ zu gelangen, und
hnen erzähle ich die Geschichte von unserm lieben Berg
tameraden, von unsern Erlebnissen in den „Saar-Dolomiten
und den Schneebergen .. ...
Jahre vergehen, ich strebe, nachdem ich die 3000er hinte'
mir habe, nach schwereren Gipfeln, „Wellhorn, Wetterhorn
Jungfrau, Mönch, Eiger, Matterhorn“ und viele ander⸗
Hipfel werden führerlos erstiegen, immer noch lockt mit
neben den intimen Reizen der Heimat die herrliche Bera
welt. —
Nun wandern wir, „unserer zwei“, ab und zu wieder i
die „Saar-Dolomiten“, klettern in Rissen und Kaminer
freuen uns an der schönen Saarheimat und weihe
abends, nach Abschluß unserer Tour, ein stilles Glas de
unvergeßlichen, lieben Bergkameraden.

ich strebe. nachdem ich die 3000 er hinter mir
nach schwereren Gipfeln

habe

und Erinnerungen austauschen. Auf der „ Vogtplatte“,
welche unser lieber gefallener Freund als erster bestieg,
und die daher dessen Namen trägt, entsteht ein großer
Plan; an dieser Stelle wollen wir ihm einen Denkstein
setzen, wie ihn vielleicht wenige auf dieser Erde besitzen.
Es gab nun ein emsiges Arbeiten, ein Stück Marmor
wurde beschafft, wir meißeln die Inschrift, vergolden sie,
und an einem herrlichen Sommertag ist unsere Gedenktafel
in etwa 20 Meter Höhe an der Wand der ‚Vogfplatte“
angebracht. —
Wieder vergehen Jahre, und eines Tages befinde ich
mich in den Wänden des über 3000 Meter hohen Groß—
litznerturmes in der Silvretta. Vor mir klettern 2 Schüler
vom Ludwigsgymnasium in Saarbrücken, ab und zu im
„Purtscheller“ die „Anstieglinie“ nachsehend. Ich überhole
sie und bemängle ihre geringe Klettergewandtheit, worauf
sie mir erwidern, sie hätten ja in der Heimat keine Gelegen—
heit zum Training. Auf dem schmalen Gipfelplateau erzähle

—— ——

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I —

Memento!

Ihr trauten Bilder aus vergang'nen, schönen Tagen,
Da eine Sehnsucht, die der Alltag nie versteht,
Fort zu den lichten Höh'n der Heimat uns getragen,
Weil dort der erste Hauch der Freiheit uns umweht;,

Nur die Erinn'rung blieb an tausend schöne Stunden.
Denn für die Heimat scheint der Freiheit Hauch vorbei.
Selbst uns're Seele trägt ihre geheimen Wunden:
Wir wandern noch — zu zwei — und waren doch einst dre

Du toter Kamerad, wohin den Schritt wir lenken,
Da spricht ein Bild von Dir, daß Du mit uns geliebt.
Und, wo wir rasten, gilt ein Glas dem Deingedenken,
Bis eine bess're Welt Dich einst uns wiedergibt.

(FEr. Thamerus.

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—*8

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D

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