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Seckendorf. Die Inschrift ist von
16 Wappen umgeben, darüber
das Hauptwappen, ein Doppel—
wappen, weil es eine Ehefrau
betrifft.
Zum Schluß endlich die Wap
pen der Geschwister von Neuß,
Georg und Katharina (Abb. 7
Georg von Neuß war Schult—
heiß und Rentmeister zu Saar—
brücken. Er stirbt 1569. Die Grab—
—DVD—
maßen: a
Neuß hieß ich und Georg, solange
mein Leben in Blüte,
Jetzt verweset mein Leib gierigen
Würmern zum Fraß.
Meinst du, daß ich dadurch in
nichts verwandelt mich habe?
Keineswegs, noch lebt sicher mein
edelster Teil.
Zwar die Glieder, von harter Ar
beit im Dienste gebrochen,
Birgt dieser Sarg, Geist wohnet in
Himmlischen Höhen.
Gehe nun Freund, sei wachsam:
schon morgen
Kann dich treffen das Los, dem
ch schon heute erlag.
Auf dem Grabmal der Schwester
Katharine vermählte Alsinger, ge—
storben 1570, lautet die Inschrift
so:
Hemme o Wanderer den Schritt.
Nicht ziemt es vorüber zu eilen.
Saarheimatbilder
Abb.7. Grabmal Georg von Neuß
Eh' du das Bild und die Schrif
beides zusammengeschaut.
Ich Katharine Von Neuß au—
edlem Hause geboren,
Zehn Jahre war ich vermähl
Alsingers Ehegenoß.
Nun deckt hier mich der Stein. Ich
harre voll Hoffnung auf Chinistu
Jüngstes Gericht, wenn laut mir
die Posaune erschallt.
Dann in der Seligen Chor vin id
von Sündenschuld rein.
In der Vorhalle der Kirche be—
findet sichendlich das Hirschbach'sche
Grabmal mit einem Hirsch auf dem
einen Wappenfeld — ein sogenann—
tes „redendes Wappen“, Es zeigt
einfache, frühbarocke Ornamentik
aus dem Anfang des 17. Jahr
hunderts.
Wir entnehmen diese In—
schriften dem schon oben erwähn—
ten Buche von Professor Albert
Ruppersberg: St. Arnual, Ge—
schichte des Stiftes und des
Dorfes, auf das wir noch einmal'
alle für Heimatkunde Intereß
sierten hinweisen wollen. Es ent
hält eine aus den Urkunden aus
gebaute Geschichte des Stiftes, det
Dorfes und der Kirche, sowie ein
Verzeichnis der Grabsteine un
Inschriften.
19:
Abb.8. Grabmal Matthias und Johanetta von Hirschbachs.