Il. Allgemeines.
Während im Jahre 1933 die einzelnen Kassen der Saar-Knappschaft ohne einen erheblichen
Zuschuß, die Kassen insgesamt sogar mit einem kleinen Überschuß abschließen konnten, hat sich
die Gesamtkassenlage im Jahre 1934 derart verschlechtert, daß sich ein nicht unbeträchtlicher
Fehlbetrag ergeben hat.
Die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder ist im Berichtsjahr weiter zurückgegangen von
47 864 auf 46 994. Erstmals seit langen Jahren ist auch die Anzahl der Invalidenpensionsempfänger von
26365 auf 26255 und die Anzahl der Invalidenrentenempfänger von 14513 auf 14463 gesunken.
Dagegen ist die Anzahl der Witwen, sowie der Leistungsempfänger aus der Angestelltenpensionskasse
weiter angestiegen.
Der Mitgliederbestand der einzelnen Kassen im Berichtsjahre war folgender:
Bestand
Arbeiter-Krankenkasse
am
1. 1. 1934 44.658
31. 12. 1934 | 43 843
Angestellten-Krankenkasse
Arbeiter-Pensionskasse
Angestellten-Pensionskasse
Invaliıden- und
Hinterbliebenen:
Versicherungskasse
3.206 44 055 2907 45 849
| 3151 | 43.223 | 2860 | 44 926
Arbeiterkrankenkasse, Der Überschuß der Arbeiterkrankenkasse, der im Vorjahre
noch 1429489,92 Frs betrug, hat sich auf 903 589,42 Frs ermäßigt. Diese Verringerung entspricht
ungefähr der Mindereinnahme an Beiträgen. Die Gesamtausgabe der Krankenkasse ist gegenüber
Jem Vorjahre fast unverändert.
Angestelltenkrankenkasse. Die Angestelltenkrankenkasse weicht mit einem Überschuß
von 243 946,28 Frs von dem Ergebnis des Vorjahres kaum ab. Sowohl die Einnahmen als
auch die Ausgaben haben sich etwas ermäßigt, was in der Verringerung der Mitgliederzahl
begründet ist.
Arbeiterpensionskasse. Die Entwicklung der Arbeiterpensionskasse war im Berichtsjahr
denkbar ungünstig. Durch den Ausfall an Beiträgen infolge weiterer Belegschaftsverminderung
auf den Saargruben und durch den Wegfall einer großen Zahl von freiwillig Versicherten ist die
Einnahme um rund 2 200 000,00 Frs zurückgegangen. Die Ausgabe ist dagegen um rund 680 000,00
Frs gestiegen. Vor allen Dingen haben sich die Leistungen an Invaliden- und Wıtwenpensionen,
sowie die Aufwendungen für Krankenhausbehandlung für Invaliden und Familienangehörige erhöht.
Im Jahre 1934 hat sich zwar die Anzahl der Invalidenpensionsempfänger seit Jahresanfang ermäßiwt.
die Zahl der ausgezahlten Monatspensionen ist dagegen höher als im Vorjahre.
Die Arbeiterpensionskasse schließt ab mit einem Zuschuß von 3878 195,49 Frs.
Angestelltenpensionskasse. Durch die weiter anhaltende Zunahme der Anzahl der
Ruhegeldempfänger und der Witwen haben sich die Ausgaben für die Leistungen, sowie für die
Krankenpflege für Invaliden und Familienangehörige erhöht. Gileichzeitig ist aber die Einnahme
ganz erheblich gestiegen durch eine Erhöhung der Beiträge ab 1. 8. 1933, die erst im Jahre 1934
voll zur Auswirkung gelangte und eine weitere Beitragserhöhung ab 1. 1. 1934 beide Male um je
10,— Frs je Mitglied und Seite. Durch diese Beitragserhöhung konnten die Ausg’abesteigerungen
ausgeglichen und der erhebliche Fehlbetrag des Vorjahres fast beseitigt werden, Der Fehlbetrag
im Berichtsjahre beträgt noch 82 620,30 Frs.