I. Allgemeines.
Während im Vorjahre die Abschlüsse der einzelnen Kassen noch als zufriedenstellend
bezeichnet werden konnten, kommt in den Ergebnissen des Berichtsjahres die stark in Erscheinung
getretene Wirtschaftskrise deutlich zum Ausdruck. Die Zahl der auf den Saargruben beschäftigten
Bergleute (ohne Angestellte) ist von 57202 auf 52908 und damit die Zahl der beitragszahlenden
Mitglieder (mit Angestellten) von 60542 auf 55802 zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der
Invalidenpensionsempfänger von 23191 auf 25122, die der Invalidenrentner von 12515 auf 14116,
Der Mitgliederbestand *) der einzelnen Kassen im Berichtsjahre war folgender:
Bestand
Arbeiter-Krankenkasse
37
1. 1. 1931 60542
81. 12. 1931 52212
Angestellten-Krankenkasse
3590
Arbeiter-Pensionskasse
56 824
51 625
Angestellten-Pensionskasse
3616
3 306 |
Invaliden- und
Hinterbliebenen-Versicherungs-
58 526
53 935
Mit dem 1. 4. 1931 erfolgte eine Trennung der Krankenkasse in die Arbeiter- und Angestellten-Krankenkasse.
Arbeiterkrankenkasse. Während im Vorjahre die Krankenkasse mit einem ansehnlichen
Überschuß abschließen konnte, weist die Arbeiterkrankenkasse im Jahre 1931 einen Zuschuß von
4571 396,92 Frs auf. Als Hauptursache für den Rückgang sind zu nennen eine Beitragsermäßigung
zu Gunsten der Arbeiterpensionskasse von 4,50 Frs pro Mitglied und Seite ab 1. 8. 1931, sowie
eine stärkere Inanspruchnahme der Krankenkassenleistungen durch die abgelegten, teils erwerbslosen.
teils zur Pensionierung gekommenen Bergleute,
Angestelltenkrankenkasse. Günstiger steht die Angestelltenkrankenkasse, bei der
die vor der Beitragsverschiebung in der Arbeiterkrankenkasse festgelegten Beitragssätze beibehalten
wurden, bei der aber auch die Leistungen, insbesondere Krankengeld, nur in geringerem Maße in
Anspruch genommen worden sind. Die Angestelltenkrankenkasse schließt mit einem Überschuß
von 438 681,48 Frs ab.
Arbeiterpensionskasse. Bei der Arbeiterpensionskasse waren durch die vorerwähnte
Verschiebung der Beiträge in Höhe von 4,50 Frs je Mitglied und Seite von der Arbeiterkrankenkasse
zu der Arbeiterpensionskasse die Mehrausgaben durch die Neupensionierungen und die
Mindereinnahmen infolge der verringerten Zahl der Beitragszahler soweit ausgeglichen, daß der
Überschuß, der im Vorjahre noch 4647811,07 Frs betrug, sich nur um 2122947,74 Frs auf
2524 863,33 Frs ermäßigte. Das Ergebnis wäre allerdings ungünstiger, wenn nicht aus dem Vorjahre
ein Betrag von 2500 000,— Frs für nachzuzahlende Leistungen reserviert worden wäre.
Angestelltenpensionskasse. Die Angestelltenpensionskasse schließt zwar mit einem
Überschuß von 967 602.02 Frs ab. ihre Lage hat sich jedoch gegenüber dem Voriahre wesentlich
*) Zu Grunde gelegt sind in diesem Jahresbericht die Zahlen, die sich aus den Beitragslisten ergeben, während
in den vorhergehenden Jahren die aus dem Mitgliederkataster gewonnenen Zahlen aufgeführt worden sind.