Familien-Krankenhilfe.
Nach den bei der Arztwahl im Mai/Juni 1930 ausgestellten Ausweiskarten waren im Berichtsjahre
ärztlich zu versorgen:
41173 Familien der aktiven Mitglieder,
27 028 % n„ Invaliden bezw. Witwen.
Die Gesamtzahl mit 68 201 Familien (67 290) hat sich gegen das Vorjahr um 911 erhöht,
Ärztliche Geburtshilfe (einschl. Fehlgeburten) wurde nach den festgesetzten Sonderleistungen
in 3829 (3368) Fällen gewährt und zwar 3697 (3256) auf Kosten der Krankenkasse und 132 (112)
auf Kosten der Pensionskasse, 360 (144) Ehefrauen mußten zur operativen Entbindung dem
Krankenhaus überwiesen werden.
Fachärztliche Behandlung erfolgte in 7147 (6201) Fällen. Nach den ausgestellten Überweisungsscheinen
entfallen hiervon auf:
a) Augenleiden 2331 (1935),
b) Hals-, Nasen-, Ohrenleiden 4188 (3787),
c) Haut- und Geschlechtsleiden 628 (479).
In 4834 (4 240) Fällen von Krankenhausbehandlung der Angehörigen mit 82987 (74375) Pleyetagen
wurden die nach den näheren Bestimmungen über die Inanspruchnahme der Familien-Krankenhilfe
vorgesehenen Teilkosten erstattet,
3607 (3 201) Fälle mit 59025 (54 133) Pflegetagen entfallen auf die Angehörigen aktiver Mitglieder,
1205 (1039) mit 23651 (20242) Pflegetagen auf die Angehörigen der Invaliden bezw. Witwen
der Pensionskasse der Arbeiterabteilung und 22 Fälle mit 311 Pflegetagen auf die Angehörigen
der Invaliden bezw. Witwen der Angestellten Pensionskasse.
In den Knappschaftskrankenhäusern wurden 3421 (2955) Angehörige mit 56 462 (48658) Pflege-:agen,
in fremden Krankenhäusern 1413(1285) Angehörige mit 26525 (25717) Pflegetagen behandelt.
Die Gesamtzahl verteilt sich auf 3130(2739) Ehefrauen, 984 (860) Söhne und 720 (641) Töchter.
Neben dieser stationären Behandlung in Krankenhäusern hat eine ausgedehnte ambulante
Krankenhausbehandlung von Familienangehörigen stattgefunden.
Höhensonnenbestrahlungskuren wurden in 1022 (626) Fällen und Diathermiebehandlung in
51 Fällen durchgeführt.
Die Inanspruchnahme der Knappschaftskrankenhäuser durch die Familienangehörigen hat
sich gegen das Vorjahr um 466 Fälle vermehrt; in den fremden Krankenhäusern ist eine Vermehrung
der Fälle um 128 zu verzeichnen.
Heilverfahren für Kinder und Ehefrauen auf Kosten der
Invalidenversicherungskasse. (8 1274 RVO.)
Im Jahre 1930 wurden im ganzen 903 (769) Heilverfahren für Kinder durchgeführt.
Hiervon entfallen auf:
das Kinderheim im Knappschaftskrankenhaus im Fischbachtale
(171 Knaben, 175 Mädchen) ..... ; ; W000. = 346,
die Heilstätte Sonnenberg (24 Knaben, 43 Mädchen)... .= 67;
das Kinderheim Kleinblittersdorf (Mädchen) .....0.0.. 7194,
das Kinderheim Bad-Rilchingen (Knaben) ...... 0... = 137,
das Berthaheim Brückweiherhof (16 Knaben, 29 Mädchen) .= 45,
die Kreuznacher Kinderheilanstalten (45 Knaben, 68 Mädchen) = 113 u.
die Frankfurter Nervenheilanstalt in Köppern 1. T. (1 Knabe) == 1.