mit einer Art von Triumphbogen. Ihr Untergeschoß diente als Altarraum.
In gotischer Zeit wurde dieses meist mit einem Kreuzgewölbe überdeckt
und mit einem größeren Fenster versehen. Eine zweite Gruppe dieser
Türme stand am Westende der Kirche und bildete deren Eingangshalle,
so in Blickweiler, Brenschelbach, Obergailbach, Ormersweiler,
Rieschweiler, Walsheim, Winterbach und vielleicht auch in Lautzkirchen.
Ihrer Entstehungszeit nach dürften diese Türme folgendermaßen aneinander
gereiht werden:
1. Kurz vor 1000: Walsheim (Verjüngung der Mauern, sehr niedrige
Säulen mit hohen Kämpfern).
2. 1000-1050: Nünschweiler (eigentümliches, sehr frühes Kämpferprofil
am Triumphbogen)
(oberstes Stockwerk später aufgesetzt)
(nur noch zwei von den vier Mauern erhalten
unddiese nur bis zur Höhe der Kirchenmauern}
3. 1050— 1100: Contwig (stark verändert)
Dellfeld (Dach nicht mehr ursprünglich)
Ernstweiler (ganz rohe Kapitäle)
um 1100: Niederbexbach (oberstes Stockwerk neu)
Ormersweiler
5. um 1150; Althornbach
(Säulen und Kapitäle zierlich; eines davon
jetzt am Turm von St. Johann bei Hornbach,
Oberer, Teil des Turmes neu)
Habkirchen (Oberstes Stockwerk später aufgesetzt)
Obergailbach
Rieschweiler (die Bögen der gekuppelten Fenster sitzen auf
Konsolen, Säulen rechteckig. 1904abgebrochen!
Winterbach
6. um 1200: Brenschelbach (Schallöffnungen wesentlich verändert
Dach neu)
Großbundenbach (schönes Hausteinmauerwerk)
St. Johann bei Hornbach (desgleichen, abweichende Bedachung).
Nicht einzureihen sind wegen Fehlens charakteristischer Merkmale,
bzw. mangelnder Beschreibung die Türme von Battweiler (abgebrochen),
Bliesgersheim, Großsteinhausen(abgebrochen), Ixheim(abgebrochen)
Medelsheim und Wittersheim.
Die Maße dieser Türme lassen sich meist mit 0,68 teilen; das deutet,
da die Hornbacher Elle 0,68 m lang war, darauf hin, daß ihre Erbauer in
enger Fühlung mit Hornbach standen, wohl sogar von dort stammten und
daß sie den Turm der dortigen alten, bis ungefähr 1180 bestehenden Klosterkirche
als Vorbild nahmen. Die gedrungene Form unserer Türme — meist
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