zeigt eine bedeutendere, wie in der ganzen Provinz und
in Sachsen. Die Preisdifferenzen zwischen diesen Ländern
haben sich im Laufe der letzten 20 Jahre verringert und
werden sich wohl im Laufe der Zeiten noch mehr verringern.
Für die Industriearbeiter des Saarthals insonderheit
für den Tafelglasarbeiter heisst das gesagte, dass er, was
die Lebensmittelpflege anbetrifft, weit schlechter daran ist,
wie sein sächsischer Genosse, dass dagegen seine wirtschafıliche
Lage im Verhältnis zu der des Arbeiters in
Sachsen im Laufe der Jahre sich günstiger gestaltet hat.
Gesundheitsverhältnisse.
Die Gesundheitsverhältnisse in den Tafelgashütten
sind denkbar günstige. Berufskrankheiten, die bei Hohlglasfabriken
besonders die Schleifer ergreifen, kommen
nicht vor; das Blasen der grossen Walzen ist nicht so ansirengend,
wie es den Anschein hat. Die Kleidung, die
alle Arbeiter vor dem Ofen tragen, besteht in einem stets sehr
saubern blauen Leinenanzug im Preise von 7,50 4, der jeder
Bewegung freien Spielraum lässt, an den Füssen tragen sie
Schuhe im Preise von 6 ./. Während der Arbeit haben sie
sonst ausser diesem Costüm nichts an. Nach gethaner Arbeit
ziehen sie sich um und kühlen sich während des Umziehens
etwas in dem sonst angenehm erwärmten Fabrikraum ab,
so dass sie unter dem starken Temperaturwechsel, dem
sie bei Verlassen der Hütte ausgesetzt sind, in keiner
Weise zu leiden haben. Augenkrankheiten, die in andern
Betrieben öfters in Erscheinunz treten, kommen höchst
selten vor, da kein Arbeiter die Vorsicht ausser Acht lässt,
beim annähern an den Ofen, dessen strahlende Helle das
Auge blendet, sich einer Schutzbrille aus blauem Gilase
zu bedienen. Weniger gesund ist die Arbeit in dem Pochwerk,
wo der zur Glasbereitung nötige Kalk gerieben wird
und ein feiner Staub das Atmen etwas behindet, doch hat