Full text : Die Tafelglasindustrie im Saarthale

Der Rest der Arbeiter, meist Tagelöhner. erhält den ortsüblichen
 Tagelohn.
Die Löhne der Tagelöhner sind in den letzten Jahren
yestiegen. Während im Jahre 1856 für 44 Tagelöhner ein
Lohn von 20079 0 insgesamt bezahlt wurde, erhiclten
1894 36 Tagelöhner 20275 ./, also eine Lohnerhöhung von
456 .M auf 563.7 pro Kopf. Diese Lohnerhöhung steht
in ursächlichem Zusammenhange mit der Preissteigerung
der Lebensmittel in den Jahren 1888, 89. 90.
In den übrigen Branchen der Glasindustrie werden
so hohe Löhne. wie wir sie in der Tafelglasindustrie finden,
nur in der Hohlglasindustrie, doch auch nicht immer, gezahlt.
Nach Lange!) z. B. gestalten sich im Jahre 1588 in der
Hohlglasindustrie im Hirschbergthale die Löhne der best
bezahlten Arbeitergruppen wöchentlich folgendermassen.

Niedrigte.


Tureh-Schmitt,


Höchste

(jlasmacher 21-Glasschleifer
 13. *
Glasschneider 1
Glasmaler . ‚12—15| Lo |
Eine Hohlglashütte im Saarthale giebt schon bessere
Löhne im Durchschnitte an: es werden jedoch auch hier
die Löhne der Tafelglasindustrie nicht erreicht. Es erhalten
 nämlich im Durchschnitte monatlich
(;jasmacher 100.4 30°/, { der gesamten
Schleifer, Raffineure 100 x Arbeiterzahl.
Dagegen giebt eine lothringische Hohlglasfabrik an
(Glasmacher 250.4 "/, zahl nicht zu
Schleifer, Raffineur 150 ermitteln.
Der Unterschied in der Höhe der Löhne bei den hier angegebenen
 Hütten gleicher Branche hängt jedenfalls von der
Qualifizierbarkeit der AArbeitsprodukte der einzelnen ]ütten ab.

) Lange, Die Glasindustrie im Hirschberethale ST
            
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