und Holland hauptsächlich als Durchgangsländer für den
überseeischen Export anzusehen.
Wie schon bemerkt, bildete das Saarthal unter den
im Concurrenzkampfe in Betracht kommenden Landesteilen
Deutschlands für Tafelglas eins der ersten Productionsgebiete.
Neben ihm kommen im Reiche Westphalen und
Sachsen hauptsächlich in Betracht, Schlesien nur in geringem
Masse. Das Land; welches dem deutsche Glas die Hauptconcurrenz
macht, ist Belgien. Belgien produciert soviel
billiger als Deutschland, dass es trotz der Schutzzölle
eine Masse Glas auf den deutschen Markt bringt. Es
produciert soviel billiger, weil in erster Linie seine Arbeits-Kräfte
viel billiger sind und weil zweitens die Materialien
besser und billiger sind. Der erstere Umstand ist darin begründet,
dass die Arbeiterschutzgesetzgebung in Belgien
noch lange nicht die Höhe der deutschen erreicht hat;
Frauen und Kinderarbeit ist dort noch gestattet. Ferner
sind die Löhne viel niedriger, eine Thatsache, die in den
häufigen Striken der belgischen Tafelglasarbeiter ihren
Ausdruck findet: in zweiter Reihe ist England zu nennen.
Frankreich, Böhmen und Nordamerika spielen als Concurrentinnen
keine Rolle.
Kartelle.
Was den Absatz im Deutschen Reiche betrifft, so
Können als ausländische Koncurrentinnen die oben bezeichneten
Länder in Betracht kommen, von den deutschen
Ländern kommt Westphalen nicht in Betracht, sondern
nur Sachsen, in zweiter Linie Schlesien.
Ebensowenig wie Westphalen dem Saargebiet beim
Absatz seiner Producte im deutschen Reiche Concurrenz
macht, ebensowenig machen die Hütten des Saarthals sich
untereinander Concurrenz innerhalb des deutschen Reichsverbandes.
Es bestehen nämlich in Westphalen sowie im
Saargebiet Kartelle der Tafelglasfabrikanten und diese