Full text : Studien zur Dialektgeographie des Saargaues

Part. Perf.
gaholaf (gahä:l).

Konditional
1. sg. ax (de:t, ge:t) vir.t helofan (ha:len) usw.

Futur
sg. ay ve’a.dan helofan (ha:lan)

Perfekt
ze. 9y hu gaholof (gaha:l).

L.

Plusquamperfekt
1. sg. >). hat gaholof (= ax hu gaholof gohat),

Konjunktiv des Plusquamperfekts
1. sg. 9% het goholof.

Lo

IL. Futur
ag. 9X veo.t goaholof hun.

Passiv

mia get gaholaf (9x ge goha:l) usw.

8 159 [159]. Zu den Verbalformen.
Die 1. sg. ind. praes. hat die Endung -3n (hervorgegangen aus
der Flexion der schwachen Verben II. und III.). Sie fällt infolgedessen
in ihrer Form zusammen mit dem Infinitiv. Ausgenommen ist außer
den Präteritopräsentien broluxan mit 9x broiwx, Die Komposita dieses
Verbs haben jedoch die Endung an: ax gabroluxen und ax ferbroiuxon.
Diese Endung -?n steht, ebenso wie die -n-Formen des Artikels, des
Adjektivs usw. nur, wenn das folgende Wort mit Vokal, Dental oder
h anlautet,
Die 2. sg. hat allgemein in der Wehinger Mundart die Endung
-$t, Bei Verben mit £, s und $ im Stammauslaut fallen diese Konsonanten
 vor der Endung -$t aus (vgl. $ 142).
Die 2. und3. sg. praes. lauten bei starken Verben mit umlautfähigem
Vokal in der Stammsilbe um. Doch tritt infolge lautgesetzlicher Vokalwandlungen,
 vor allem infolge der Senkung des % zu €, der Umlaut
nicht in dem Maße zu Tage, wie im Neuhochdeutschen. Umlaut im
Gegensatz zu diesem haben z. B. die beiden ehemals reduplizierenden
Verben hä:an “hauen” und rö:fon rufen’, ferner ko'm.an ‘kommen’:
            
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