Full text : Studien zur Dialektgeographie des Saargaues

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reytas “nichts Rechtes’ — epas kläns ‘etwas Kleines’ — sven da me'n.a
‘zwei der Männer” — drei da ger.van “drei Garben’ — 0:zar än “unser
einer”.

2. In Zusammensetzungen: johä'n.sdax “Johannistag’ — meyolsdax
‘Michaelistag” — ventorstseit Winterzeit’ — fre‘tjd’o.süffank ‘“Frühjahrsanfang”
 — p&o.tsfläs “Pferdefleisch’ — hö'n.s8$ “Hundsarsch’, “‘Mispel” —-sä:fskap
 ‘Schafskopf” — r&n.sknaxen “Rindsknochen’.
Wie Zusammensetzungen werden auch Eigentumsbezeichnungen
behandelt: bdsmanshoius “Baßmanns Haus’ — kläns sari.dg Kleins
Scheuer” — &mits ha'n.as “Schmieds Johannes’.
3. Formelhafte Wendungen und adverbiale Ausdrücke: ha'u.t tsa
dd:s “heutzutage — olusganks dar vox “gegen Ausgang der Woche” —
daxs vo “tagsüber” — hen.or ve'n.ts ‘über Wind’ — zeinder din =
tso'u.gazeinar d:an “zusehends” — zo'n.das ‘sonntags’ — me:ındas “montags’
 usw. — merjens ‘morgens’ — d:vonts ‘abends’ — nöts “nachts’ —
ve‘i.nostens “wenigstens” — mästens ‘meistens’ — gamä:norhant “gemeinerhand’
 = “gewöhnlich” — tsazu'm.onarhänt “zusammen” — ho’n.sgabaka
bı:ran “hundsgebackene Birnen’ (als abschlägige Antwort) — mA'n.s
ganö:x ‘Manns genug’ = ‘stark genug” — go:da mö:ts “guten Muts’.
4. Der Schriftsprache entlehnt sind Wendungen wie: za’i,ne zä«
zeya ‘seiner Sache sicher” — [&:2ans meytoy ‘des Lesens mächtig’ —
$rari.vans ke'n.ay ‘des Schreibens kundig‘ — za‘i.nas forme;jans falostiy
gän “seines Vermögens verlustig gehen’ — za‘tl.nor eltern gadenkan
‘seiner Eltern gedenken’ — zo desan are'n.arn ‘sich dessen erinnern’ —
da ri‘9.t vet “der Rede wert”.

$ 125 [125]. Der Dativ zeigt infolge des Abfalls der Flexionsndung
 -e, bezw. -en keine Änderung gegenüber dem Nominativ-Akkusativ
 außer der Schärfung. Das Kasuszeichen im Plural ıst -2r, wofern
nicht schon im nom. pl. ein an vorhanden ist.
Anm.: Vokalwechsel gemäß der Entwicklung von wgm. inlautendem
.ag- zeigen die ursprünglich mit Flexionsendung versehenen Formen
von däx ‘Tag’, z. B. dat. 89. nom. acc. pl. dd: ‘Tage’. (Vgl. auch $ 124.3).

Die Pluralbildung.
8 126 [126]. Es macht sich deutlich das Bestreben geltend, den
Plural vom Singular zu unterscheiden. Gleiche Form für beide Numeri
ist nur bei einigen, meist einsilbigen Substantiven oder solchen, die
infolge des Stammsilbenvokals nicht umlautsfähig sind, vorhanden.
Es sind: $ret “Schritt” — tret “Tritt’ — hir.$ ‘Hirsch’ — fre# “Frosch” —
fe$ “Fisch” — bes ‘Biß’ — $#tey ‘Stich’ — .gref “Griff” — de& ‘Tisch’ —
            
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