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Die politische Einteilung seit 1789.
$ 389 [426]. Die Zeit der französischen Revolution und der
Napoleonischen Kriege kann als für die Zwecke dieser Arbeit unwesentlich
übergangen werden. Eine grundlegende Neureglung der politischen
Gebietsverhältnisse erfolgte auf dem Wiener Kongreß, der
Preußen die heutige Rheinprovinz zuteilte. Die Organisation der
Rheinlande erfolgte auf Grund des Gesetzes vom 30. April 1815.
Trier wurde der Sitz der Regierung für den gleichnamigen Regierungsbezirk,
der aus dem größten Teile des Saardepartements der kurzen
französischen Verwaltungsperiode gebildet war. Gleichzeitig erfolgte
die Einteilung in Kreise. Das in dieser Untersuchung behandelte
Gebiet verteilt sich auf die Kreise Saarburg, Merzig und Saarlouis
(vgl. 8 364 [402] £f.).
Die Grenze zwischen den Kreisen Saarburg und Merzig bildet
die Linie [1-+2-+37+36-+78-+79]. Mit Ausnahme des ersten Stückes
1 ist sie in der Linie F enthalten.
Die Grenze zwischen den Kreisen Merzig und Saarlouis ist die
Linie [11429]. Südlich von Rehlingen läuft sie dann in östlicher
Richtung nördlich von Dillingen, Diefflen und Nalbach.
Erwähnt sei hier noch, daß die kirchlichen und religiösen Verhältnisse
hier ganz ohne Bedeutung sind. Seit alters gehörte das ganze
Gebiet zum Erzbistum und jetzigen Bistum Trier bei fast vollständiger
Gleichheit des Bekenntnisses der Bewohner. Dialektgrenzen konnten
sich unter diesen Umständen natürlich nicht herausbilden.
Territorialgeschichte und Dialektlinien.
$ 390 [427]. Bringen wir nun zusammenfassend die politische
Gestaltung im Laufe der einzelnen Jahrhunderte zusammen mit den
heutigen Dialektlinien, insbesondere mit unsern Hauptlinien.
Als Grundlage der Linie D ist bereits am Schlusse des $& 388 [425]
die alte Gaueinteilung angegeben, deren Einfluss noch verstärkt wurde
durch die späteren politischen sowie Verkehrsverhältnisse. Luxemburg
schob sich mit den Dörfern Fisch, Rehlingen-Littorf, der Hälfte von
Körrig, mit Merzkirchen und Dittlingen, im Süden mit Borg und
Wochern an die Linie D heran (vgl. 8 364 [402]). Dass Cahren, Portz
and Kelsen nach Luxemburg hin stimmen, liegt m. E. hauptsächlich
in der Bodenbeschaffenheit der bergigen Gegend begründet, die bei
den früheren schlechten Wegeverhältnissen noch eine weit bedeutendere
Rolle spielte als heute. Dazu kommt, dass die Moselgegend mit Re-