Full text : Studien zur Dialektgeographie des Saargaues

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stimmungen der Verträge von 1368 und 1485 bis in die Einzelheiten
nachzugehen. Sie legen den Grund zu den Territorialverhältnissen,
wie sie uns $ 368 [406] ff. begegnet sind.

Die alten Gaugrenzen

$ 388 [425]. Im folgendem sei die Menkesche Gaukarte des
mittleren Lothringen aus dem Historischen Atlas von Spruner-Menke
zur Gewinnung eines Anhaltes für die Entstehung der heutigen Sprachgrenzen
 herangezogen. Bei der Schwierigkeit der Grenzbestimmung
der alten Gaue auf Grund des Urkundenmaterials besitzen diese Gaukarten
 nur relativen Wert und erheben im Einzelfalle keinen Anspruch
auf Genauigkeit. Immerhin geben sie einc gute Übersicht.
Die Südgrenze des pagus Trevirensis, des stidlieh der Mosel gelegenen
 Teiles des Bidgouwe, stimmt bei Menke im allgemeinen mit der
im L. a. i. angeführten des Hochwaldgebietes (vgl. $ 374 [411]) überein.
Von Merzig bis Canzem etwa bildet dann die Saar die Grenze zwischen
dem Trierischen Gau und dem Saargau, der sich dann südlich von
Merzig über Nalbach hinaus das Primstal entlang zieht. Die Westgrenze
 des Saargaues setzt im Norden bei Canzem ein und folgt zunächst
der alten Römerstraße über den „Gau“ (vgl. 8 362 [400]) nach Süden,
etwa den Dörfern Canzem, Mannebach, Rehlingen-Littorf, Merzkirchen,
Beuren, Borg, Büschdorf, Wehingen, Waldwiese (Lothringen) nach
Bisingen (Lothringen). Im Nordosten, mit einer Linie Wincheringen-Merzkirchen
 etwa als Südgrenze, stieß der Sauergau (pagus Surensis)
an den Saargau, südlich von diesem mit der heutigen Reichsgrenze
etwa als Südgrenze, bis Perl also, der Methingowe. Weiter nach
Süden schloß sich dann an diesen der Rizzigowe an, der in seiner
Gesamtheit bereits im heutigen Lothringen liegt.
Um ein Ergebnis dieser Untersuchung der Gaueinteilung vorwegzunehmen,
 die Linie [45--65+69-+72], also der größte Teil der
Linie D, scheint mit der Nordwestgrenze des alten Saargaues identisch
zu sein. Hinzu kommt noch, daß die Luxemburgischen Gebiete sich
später bis dicht an dieselbe heranschoben. sowie eine Bodengestaltung,
die bis in unsere Zeit den Verkehr nach der Mosel leitet. Auch rechts
der Saar südlich von Merzig stimmt das so häufig in der Linie A
wiederkehrende Teilstück [1920-21] mit der alten Gau- und späteren
Territorialgrenze im allgemeinen wenigstens überein. Des näheren
werde ich hierauf noch in einem der späteren Abschnitte zurückkommen.
            
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