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da in diesem Jahre ein Johann von Siedelingen sie dem Erzstift als
Lehen für die Dörfer Nennig, Palzem, Helfant und Dilmar auftrug.!)
8 386 [423]. Hiermit ist der Kreis des Erzstiftes Trier nach
Süden hin geschlossen. Die Territorialverhältnisse, wie sie uns Thierry
Alix und die Karte von 1789 zeigen, bestehen also mit unbedeutenden
Ausnahmen schon ungefähr um 1300. Ich wende mich nunmehr der
Geschichte der „Gemeinschaft Saargau‘“ zu.
Geschichte der Gemeinschaft Saargau und Merzig.
8 387 [424]. Links der Saar stiess an das im $ 374 [411] genannte
Gebiet des Hochwaldes der Saargau, mit dem Ardennischen Geschlecht
als Gaugrafen. Der Graf Siegfried, der im Saar-, Mosel- und Bidgaue
sass, ist uns bereits in Verbindung mit der Burg Saarburg begegnet.
Das Ausdehnungsbestreben des KErzstiftes Trier musste mit diesem
Geschlechte hier zu endlosen Reibereien führen. Vermutlich war die
Burg Skiva, das heutige Monteclair, der alte Sitz der Gaugrafen im
Saargau; mit ihrem Besitze war also vermutlich auch die Gerichtsbarkeit
mit allen gräflichen Rechten im ganzen Hochgerichtsbezirke
verbunden. Die Ausdehnung dieses Gerichtsbezirkes lässt sich heute
an Hand des Urkundenmaterials nicht mehr bestimmen.
Noch im Jahre 1010 befand sich die Burg Skiva im Besitz des
ardennischen Hauses, nämlich des Propstes Adalbero von St. Paulin
in Trier, des Enkels des schon genannten Siegfried. Als Adalbero
sich zum Gegenbischof Poppos von Trier aufwarf, wurde von diesem
Skiva erobert und zerstört. Von da ab betrachteten sich die Erzbischöfe
von Trier als Herren des Saargaues. Sie verschenkten Teile
dieses Gebietes und gaben andere zu Lehen. Die Stadt Merzig selbst
gehörte hier zu diesem so eroberten Gebiete. Ein anderes historisches
Recht der Trierer Erzbischöfe auf diesen Besitz ist nicht nachzuweisen.
Zwar behauptet die Gesta Trevirorum, daß Bischof Bertolf
von Trier im Jahre 881 Merzig vom König Ludwig III. („dem Jüngeren‘“‘)
von Frankreich gekauft habe. Zunächst läßt sich das urkundlich nicht
beweisen und dann ist zu beachten, daß Merzig in dem Teile von
Lotharingien lag, der 870 durch den Vertrag zu Mersen zu Deutschland
kam.
Nach Beyer I. S. 393 gibt der Erzbischof Eberhard 1052 dem
Grafen Walram von Arlon und seiner Gemahlin Adelheid Merzig und
die Dörfer Bietzen, Düppenweiler, Fitten, Serrig, Beurig, Irsch, Ayl,
ı) Beyer I. 616.