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& 380 [417]. Auch Irsch (Hevese) erscheint L. a. ı. VIII') als
Bezirksmittelpunkt. Hier besitzt der Erzbischof 12! Hufen. Als
zum Bezirk Irsch gehörig werden genannt Serrig, Schoden und Okfen.
8 381 [418]. „Die Abschnitte des L. a. i. lassen den Umfang
des erzstiftischen Territoriums im allgemeinen erkennen. Dabei fällt
zunächst das auf, was die Urkunde nicht bietet, und diese Lücken
sind so bedeutend, dass auf eine genauere Bestimmung jenes Umfangs
verzichtet werden muss.
Der Umfang der einzelnen Bezirke ist nur in wenigen Fällen
näher angegeben. Es ist auch nicht berücksichtigt, inwieweit sich
zwischen sie Besitzungen anderer Territorialherren. schoben, worüber
frühere und andere Urkunden manches mitteilen. Die kartographische
Darstellung der Besitzungen des Erzstifts und einiger besonders reicher
Klöster am Schlusse des II. Bandes des „Deutschen Wirtschaftslebens‘‘
bei Lamprecht hat daher nur relativen Wert. Es sind dies vor allem
die Abteien Mettlach und St. Maximin bei Trier.‘ ?)
8 382 [419]. Lennarz weist im ersten Teile seiner Untersuchung
nach %, dass der Bann über den Ortsbezirk der Überschriften manchmal
wesentlich hinausgeht und dass nur die Bezirksmittelpunkte genannt
sind. „Eine Ortschaft bildet den Mittelpunkt, um den sich drei
erzstiftische Herrschaftskreise legen: das regelmässig bestellte Land,
bestehend in Äckern, Wiesen, Weinbergen und Gärten, dann abgegrenzte
Waldungen und Wasserläufe, mit ersteren zusammen das
eigentliche erzstiftische Eigentum bildend; endlich der Bann, über den
der Erzbischof keine privaten Eigentumsrechte hat.
Als Mittelpunkt der Bezirke wurde gemäss den Überschriften
eine Ortschaft bezeichnet, sodass es scheinen könnte, als sei das Dorf
dieser Mittelpunkt. Es wird sich aber in einem späteren Abschnitte
dieser Untersuchung herausstellen, dass nicht das Dorf, sondern der
erzstiftische Hof. die curia curtis, den Mittelpunkt bildet‘.
$ 383 [420]. Einen weiteren Anhalt für die Ausdehnung des
Erzstiftes links der Saar, gibt uns die .„‚Saarburger Kellereirechnung
für das Jahr 1327*)““. Die Frage, wie Trier seine Herrschaft so weit
nach Süden hin ausdehnen konnte, interessiert uns im Rahmen dieser
Arbeit eigentlich nicht.
1) Lacomblet I 315.
2) Lennarz S 12.
®) Lennarz 5. 7 ff.
*‘) Abgedruckt bei Lamprecht: „Deutsches Wirtschaftsleben im M.-A.“. III
405 ff., vgl. auch II. 180 ff.)