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gegeben! Auch Bürger führten, fuhren und trugen Verwundete; überall
waren Blutlachen. Nicht nur kräftige Männer fuhren hinaus auf das
Sschlachtfeld, um sich eine traurige, erbarmungswürdige CLadung zu nehmen,
auch Frauen und Mädchen wagten sich herbei, halfen und erquickten.
Von der hochebene des CExerzierplatzes, dessen denkwürdige Pappeln
jetzt leider aus Nützlichkeitsrücksichten gefällt sind, sentt sich das Gelände
in das nach Forbach führende Tal, dessen Seitenwände mit Berg und Wald
rechts und links abschließen. Die Schlacht wogte unten und oben; die
feindlichen Linien hielten die jenseitige Talwand, die Spicherer höhen, und
zogen sich vor dem weiter im Tale hin liegenden Dorfe Stieringen durch
das Tal, um auch die andere Talwand, sowie Stieringen und das Städtchen
Forbach zu verteidigen. Die Stellung der beiderseitigen Linien konnte
man ziemlich deutlich am aufsteigenden Pulverdampfe, sowie, als es später
dämmerte, aus dem Blitzen der Gewehre erkennen: zuweilen, bei einem
Vorstoß, sah man auch die Truppen laufen und springen. Im Tale war,
als wir ankamen, lebhafte Bewegung. Die Generalstäbe, die Ordonnanzen
eilten hin und her, die Kavallerie bewegte sich, die Granaten platzten mit
Rauchwölkchen in der Luft und sangen ihr dämonisches Lied, oder wirbelten
die Erde auf; die Feuerschlünde blitzten, und einzelne Trupps von Ge—
fangenen wurden unter dem Jubel der Zuschauer, welche die dem Exerzier⸗
platz benachbarten Hhöhen deckten, weggeführt.
Man sah, quer vor dem Tale stehend, in das hart abfallende Gelände
Durch die Mitte zieht sich vom Zuschauer aus, im hintergrunde sich ver⸗
lierend, die mit Pappeln besetzte Chaussee nach Forbach, welches lothringische
Städtchen, in einer Entfernung von beinahe zwei Stunden, das Tal hinten
für den Blick abschließt.
Das Tal ist vorn so breit, daß die höhe, auf welcher der Cxerzierplatz
liegt, mitten im Tal sich befindet, rechts und links von den höheren Tal—
wänden durch kleinere Bodensenkungen getrennt. Zur Rechten liegt, wenn
man, nach Sorbach zu den Blick gewandt steht, auf teilweise steil an⸗
steigender Talwand der Saarbrücker Wald, der weiter hinten bis an und
in das Tal sich herabzieht und dort in den Stieringer und Forbacher Wald
übergeht. Die höhe, welche gegenüber die linke Talwand bildet, ist auch
zum größten Teil bewaldet. Während diese Talwand anfänglich bis an
den Fuß bewaldet ist, als Stiftswald und Gifertwald, springt der Berg
auf einmal kahl und steil und noch dazu eingeklüftet ins Tal vor, dasselbe
so nach beiden Seiten hin beherrschend. Das sind die Spicherer Höhen, die
am meisten vorspringende Nase ist der gestürmte rote Berg; er ist so steil,
daß, als wir als Kinder einmal dort spielten, ein Kamerad, welcher ins
Rutschen gekommen war, wie eine Rugel bis an den Fuß des Berges
rollte. Weiter nach hinten hin ist die Talwand wieder bewaldet und heißt
Forbacher Wald. Ganz rechts im Tale liegen einige Teiche an einem Weg,
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