Full text : Vaterlandsliebe

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wie uf dem Scheibestand — uf's Korn, drücke ab und — bautz — dort
leit er, macht noch ä Burzelbaum und streckt alle Viere von sich.“
Wie sehr der Krieg das Gemüt des Menschen verroht, beweist in
drastischer Weise dieses Beispiel. Nie werde ich den Eindruck vergessen,
den diese Erzählung damals auf mein jugendliches Gemüt gemacht hat.
Aus dieser Begebenheit stammt ein Gedicht, das ich hier noch erwähnen will,
um zu zeigen, mit welcher Gewißheit die Franzosen damals ihr unfehlbares
Thassepotgewehr, das allerdings unserm Zündnadelgewehr überlegen war,
erfüllte.

Das Chassepot.

ine Erinnerung an den 2. und 6. August 1870 von Rudolf Storck.
Es schwiegen die Kanonen; Flintenschüsse
Verhallten dann und wann noch in dem Tale, —
Versprengte Vierziger sammeln sich bald wieder,
Doch langsam nur, und nur mit Widerstreben
Folgen sie dem Offizier, der bestrebt,
Der wackern Kämpfer Schar zurückzuführen
Aus dem Kampfe zu dem Gros der Truppen.
Kommandoruf: Mit Zügen rechts schwenkt marsch!
Und offen stehn dem Feinde beide Städte. — —
nNicht lange währt's, und Bilder andrer Ert
Entrollen sich dem Auge der Bewohner.
Von langen, blauen Mänteln, roten Hosen,
Gamaschen, weißen, wimmelt's in den Straßen.
hier hören wir den Sang der Marseillaise,
„Ca ira“ dort die trunknen Seinde brüllen.
Von Würsten lange Ketten um den Nacken
Die einen, andre tragen ganze Brode
Als Beute aufgespießt auf ihren Chassepots;
Zigarren, Tabak, SZigaretten schwängern
Mit blauen Wölkchen rings die Luft der Gassen.
Mit Bürgern seh' ich etliche Franzosen
In ihrer Art sich lebhaft unterhalten,
—
hör' ich des Chassepots Vorzug prahlend rühmen.
Das Käppi saß ihm hinten auf dem haupte,
Daß kühn der Lederschirm gen Himmel ragte,
Und die RKokarde, blau⸗weiß-rot gezeichnet.
halb trotzig kühn, halb lüderlich verkommen,
Seiltänzerartig in die Höhe schwenkend ....
Klipp, klapp! — die Kammer des Chassepotgewehres
            
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