Full text : Vaterlandsliebe

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schwierigkeiten verbunden, der Fleiß unserer studierenden Jugend war
hart besteuert. Ein Deutscher zu sein, deutsche Gesinnung zu äußern, war
ein strafwürdiges Verbrechen. Alle diese Fesseln sind jetzt gebrochen. Dies
ist der Tag, den uns der herr gemacht hat.“
So sprach in der Erinnerung an Preußens trübseligste Tage, der
Mann, dessen herz trotz langjähriger Franzosenherrschaft kerndeutsch
geblieben war. Der Direktor der im Jahre 1815 in ein preußisches
Gyymnasium umgewandelten „Ecole sécondaire de Saarbruck“, Direktor
Zimmermann, starb als Superintendent im Jahre 1835.
Zzwei und zwanzig Jahre vom Jahre 1793, dem AUusbruch der
französischen Revolution, bis zum 30. November 1815 hatten die Städte
St. Johann-Saarbrücken die herrschaft der Franzosen erdulden müssen, ohne
daß ihre Liebe zum deutschen Vaterlande je eine Einbuße erlitten hätte.
Die vorläufige Verwaltung des Kreises Saarbrücken war dem Ober⸗
appellationsrat Matthias Simon übertragen worden. Die deutsche Gesinnung
des ganzen Kreises trat bei dieser Vereinigung mit Preußen recht klar
zu Tage. Das war auch der Grund, weshalb der hochselige König
Friedrich Wilhelm IV. Saarbrücken so sehr in sein herz einschloß. Als er
im September 1842 hier in Saarbrücken mit derselben Liebe und herzlichkeit
empfangen wurde wie im Juli desselben Jahres in Memel, ließ er innerlich
bewegt die beiden Städte „Saarbrücken und Memel“ hochleben.
Zur Crinnerung an die Wiedervereinigung Saarbrückens mit Deutschland
wurde auf dem halberg, der durch Kauf an die Familie des Freiherrn
von Stumm überging, an einer Felsenwand eine Gedenktafel errichtet, die
folgenden Inhalt hat:
Monumentum hoc clementiss(imo) Borussor(um) regi FrederGico)
Guiliel(imo) III, regni Cancellar(io) suprsemo) et Principi Augusto de
Hardenberg Regis legato humanis(simo) Mathias Simon, post V lustra
a diviso hosstium oppressu singulari Borussorum civium virtute redempti
dicaverunt grati Sarapontani incolae die XXIX Aprilis MDDCCCXVI.
Zu deutsch: Dies Denkmal haben dem allergnädigsten Preußenkönig
Friedrich Wilhelm III., dem obersten Reichskanzler und Sürsten August
von Hardenberg, dem edlen königl. Kommissar Mathias Simon, nach 25
Jahren der Trennung und der feindlichen Unterdrückung durch die besondere
ausgezeichnete Tapferkeit der preußischen Bürger befreit, Saarbrückens
dankbare Einwohner am 29. April 1816 gewidmet.
Zu bedauern ist nur, daß ein solches Andenken und mit ihm die
heidenkapelle durch den Ankauf des halbergs seitens des Freiherrn von
Stumm in Privathände übergehen konnte.

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