reiniger, Feuerunterhalter, Küchenjungen usw. Sämtliche Jungen hatten Zeug—
nisse der betreffenden Truppenteile in Hhänden, wonach sie sich sehr gut
geführt und den Truppen gute Dienste geleistet hatten. Da aber die
Zelagerung von Metz zu Ende ging, so sollten sie nicht weiter nach Frank—
reich mitgenommen, sondern in ihre heimat zurückgebracht werden. In
ssaarbrücken wurden die Burschen in der Christianen-Anstalt für eine Nacht
untergebracht und am anderen Morgen dem Etappen-Kommando behufs
Weitertransports übergeben. Die Jungen erklärten, „Muttern“ entlaufen
zu sein, und entwickelten den prächtigsten Humor, bedauerten aber, nicht
weiter mit zu können.
Daß die jungen Schlachtenbummler, die den verschiedenen Re—
gimentern bis zur Rapitulation von Metz gefolgt waren, nicht durchweg
Berliner Kinder gewesen sind, sondern der schlaueste davon ein echtes
saarbrücker Kind war, dürfte hier interessieren. Als ungefähr 20 dieser
Jungen von den Armeegendarmen aufgegriffen wurden, um zu Muttern
zurück befördert zu werden, gelang es dem kleinen Saarbrücker, bei Nacht
und Nebel wiederum zu entweichen. Er kam bis in die Gegend von St.
Menehould, wo ihn herr Fritz Zix aus Saarbrücken, der damals bei
dem Rhein. Ulanen-Kegiment Nr. 7 diente, während eines Ordonnanzrittes
im Argonner Wald bei Schnee und RKegen am 11. November vorfand. Als
der Junge, der damals 15 Jahre alt war, den Ulanen vom 7. Regiment
erblickte, kam er freudestrahlend zu ihm mit der Frage: „Uumme die
annere hulaner allegar do hinne?“ Six war erstaunt, in dieser Gegend
ein so reines Saarbrücker Deutsch zu hören, sodaß er gleich fragte, wie er
denn hierher käme. Darauf erzählte der Junge, daß er J. hochstraßer
heiße, aus Saarbrücken und einem Tünchermeister H. daselbst aus der
Cehre entlaufen sei. Er habe sich während der Belagerung von Metz bei
einem Jäger-Bataillon aufgehalten, jedoch nach der Kapitulation dieser
Festung hätten die Armeegendarmen alle Jungen zusammengeholt zum
Rücktransport. Er hätte sich jedoch bei Nacht davon gemacht, und so sei
er mit den 33ern bis dahin gekommen. Die 7. Ulanen, das 33. Füs.-KRegt.
und 2 Batterien Artillerie hatten damals die Avantgarde, und so wurde er,
weil man in Gegenden kam, wo viele Franktireurs waren, zurückgewiesen.
Zix, der auch zugleich Quartiermacher des Stabes der 6. mobilen Kapallerie⸗
brigade war, nahm nun den Jungen mit sich und übergab ihn dem
Trainsoldaten, der die Stabsbagage führte. Dieser nahm Hochstraßer auf
den Wagen, mit welchem er über Chauny, Guiscard Roye am 26. November
bor Villers-Brellonneux anlangte und auch nach der Schlacht bei Amiens
den Einzug in die Stadt mitmachte. Der Junge hielt sich von nun an
stets bei den Mannschaften des Brigadestabs auf, wo er sich durch allerlei
Dienste nützlich zu machen suchte. Er machte jede Alarmierung und jedes
Ausrücken mit und bezog beim Einrücken in einen Ort ebenfalls Quartier.