Es würde mithin die Bahn über Homburg,
Schifferstadt ohne die Zwischenbahn nach
Speyer bei dem gegenwärtig bestehenden
Verkehre rentiren 4,4 pCt.
bei der Zunahme von der Hälfte. 7,5
bei dem doppelten Förderunggzguantum . 10,7
Ueber Erbach und direct von Neu—
stadt nach der Rheinschanze:
bei dem bestehenden Verkeh
bei der Zunahme von der Hälfte .
bei doppeltem Verkeh
Die Abtheilung von Bexbach bis Ka—
serslautern über Homburg:
bei dem jetzigen Verkehr.
bei der Zunahme um die Hälfte
bei doppeltem Verkeyrr
Desgleichen über Erbach:
bei dem jetzigen Verkehr ..
bei Zunahme um die Hälfte
bei doppeltem Verkerhrr
Abtheilung von Neustadt
nach der Rheinschanze:
bei dem jetzigen Verkerhrr... 5,2
bei der Zunahme von der Hälfte. . 9,2
bei dem doppelten Verkehr .13,3 ,
Ein Zunahmsverhältniß des Verkehrs, wie es öfters
geschieht, analog anderer Bahnen im voraus, wenn auch
nur annaͤhernd, zu bestimmen, scheint uns der Zuverläs—
sigkeit zu entbehren; wir enthalten uns daher aller An⸗
deutungen in dieser Beziehung und überlassen die Beur⸗
theilung denjenigen, welche die Vortheile einer sichern,
wohlfeilen und dabei zeitersparenden Communication zu
schätzen wissen. — Daß aber überhaupt der Verkehr da,
wo Eisenbahnen ins Leben getreten sind, einen vorher
nie gekannten Aufschwung genommen hat, lehrt die Er⸗
fahrung zur Genüge.
Die Ursache solcher Erscheinungen sind, wie gesagt,
Sicherheit, Wohlfeilheit und Schnelligkeit des Betriebs. —
In wiefern nun die gegenwärtige Unternehmung diesen
Anforderungen entspricht, soll noch in Kürze hervorgeho⸗
ben werden.
Die Cap. III und VII, welche über Construction und
Betrieb sich verbreiten, thun hinlänglich dar, daß alle
Anordnungen in Beziehung auf Sicherheit eine wün⸗
schenswerthe Garantie geben. —
Die angenommenen Frachtansätze für Kaufmannsgü⸗—
ter sowohl als Kohlen und sonstige ins Gewicht fallende
x⸗
Gecgenstände betragen 3 der jetzt üblichen Loͤhne; die Pas⸗
sagiergelder aber sind auf die Hälfte der niedrigsten Di⸗
ligencen⸗Preise und 4 der Thurn⸗ und Taxischen Tarife
berechnet.
Es läßt sich daher erwarten, daß nicht allein alle zur
Zeit gehenden Transporte der Eisenbahn zugewendet wer⸗
den, sondern daß auch in Folge billiger Frachten der
Verkehr belehter wird; — und zwar um so mehr, als
die Ersparung an Zeit nicht minder bedeutend ist. —
Gewöhnliche Frachtfuhren legen den Weg von der
preußischen Grenze bis Rheinschanze in 21 bis 3 Tagen
zurück; Schnellfuhren würden wenigstens 26 Stunden und
Eilwägen 10 — 11 Stunden bedürfen. — Die Eisen⸗
bahn foͤrdert dagegen sowohl Personen als Güter in der
Haͤlfte der Zeit, welche die bisher gebräuchlichen, schnell⸗
sten Communicationsmittel erforderten, nemlich einschließ⸗
lich des Aufenthaltes, in fünf Stunden 51 Minuten, von
der preußischen Grenze bis Mannheim, und in 4 Stun—
den 57 Minuten zurück.
Nachdem wir gezeigt haben, daß die Rheinschanz⸗Bex⸗
bacher Bahn in der beantragten Weise alle Vortheile zu
leisten vermag, welche man von Schienenwegen verlangt,
so bleibt uns noch die Loͤsung der Frage: Sind die
Elemente vorhanden, welche eine Zunahme
des Verkehres möglich machen? —
Zur Beantwortung geben wir folgende Anhaltspuncte:
Die Bevoͤlkerung der Orte, welche die Bahn unmittel—⸗
bar berührt, beläuft sich
1. für die Pfalz nach der Zählung vom Januar 1835
auf.. .. 435300 Seelen
auf preußischem Territorium bei der
Fortsetzung bis Saarbrücken.
3. Mannhein.
15000
22000 ,
Zusammen .. 80000 Seelen.
In Beziehung auf den Güterzug ist zu bemerken, daß
die Bahn größtentheils der Hauptverbindungsstraße von
Frankreich mit dem Mittelrheine folgt, und daß die Bahn⸗
anlage in dieser Hinsicht von groͤßter Wichtigkeit für den
Handel werden wird. — Die Basis aber, worauf die ganze
Unternehmung sich stützt, und welcher sie ihr Entstehen
verdankt, ist der Kohlentransport.
Die Steinkohlenlager der Saar, deren Nachhaltigkeit
außer Zweifel gesetzt ist, sind die einzigen von Bedeutung,
welche in dem Stromgebiete des Rheines von seinen Quel—
len bis zur Ruhr vorkommen. — Die Ausdehnung der
Industrie am Ober⸗ und Mittelrhein, an dem Neckar
und Main; die Einführung und Erweiterung der Dampf—